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Hauptseminararbeit, 2003, 36 Seiten
Autor: Daniela Mücke
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Institution/Hochschule: Berufsakademie Nordhessen Kassel
Tags: Burnout, Arbeitsbereich, Psychiatrie, Weiterbildung, Pflegedienstleitung
Jahr: 2003
Seiten: 36
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-35633-6
ISBN (Buch): 978-3-638-65007-6
Dateigröße: 294 KB
Hallo, zum Thema Burnout gibt es schon viele Arbeiten, aber bisher gab es noch keine zum Thema Bournout im psychiatrischen Arbeitsbereich. Im Rahmen meiner beruflichen Weiterbildung habe ich diese Facharbeit geschrieben. Ihnen, als intressierter Leser/In, wünsche ich einen kleinen Einblick in den psychiatrischen Arbeitsbereich und deren Gefahren für ein mögliches Bournout, sowie Möglichkeiten ein Bournout zu vermeiden. Sie werden vieleicht auch Ihre eigenen Motive überprüfen. Viel Spaß!
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Zusammenfassung / Abstract
1.Einleitung In den letzten Jahren ist der Begriff „Burnout“ zu einem neuen Schlagwort in den Medien geworden und auch in den psychiatrischen Arbeitsbereich vorgedrungen. Nach Burisch (Zitat Burisch, M.; 1994, S. 6) ist das Burnout-Syndrom „eine langandauernde zu hohe Energieabgabe für zu wenig Wirkung bei ungenügendem Nachschub“. Das Erreichen eines selbst oder von außen gesteckten Zieles ist genauso unmöglich wie das Aufgeben dieses Ziels. Meist handelt es sich hierbei um einen Prozess, der mit Motivationsverlust und Desillusionierung beginnt. Das Burnout-Syndrom ist ein Phänomen unserer unmittelbaren Gegenwart, das durch unsere heutigen Lebens- und Arbeitsweltansprüche entstehen kann. Letztlich liegt diesem Prozess ein „Leiden an der Moderne“ zugrunde.
Textauszug (computergeneriert)
Burnout im Arbeitsbereich Psychiatrie
von: Daniela Mücke
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung des Burnout-Syndroms
2.1 Was ist ein Burnout-Syndrom
2.2 Die Verlaufsstadien des Burnout-Syndroms
2.3 Differentialdiagnose des Burnout-Syndroms
3. Allgemeine Entstehungsbedingungen für Burnout
3.1 Subjektive Autonomie und Streß
3.2 Merkmale der betroffenen Person
3.3 Merkmale der Arbeitsbedingungen
4. Besonderheiten im psychiatrischen Arbeitsgebiet
4.1 Personenbezogene Besonderheiten bei Helfern
4.2 Klientenbezogene Besonderheiten
4.3 Organisationsbezogene Besonderheiten
4.4 Gesellschaftliche Besonderheiten
5. Burnout Prävention in der Psychiatrie
5.1 Analyse der Situation
5.2 Persönliche Prävention
5.3 Institutionelle Prävention
6. Fazit / Ausblick
7. Literaturverzeichnis
8. Internetverzeichnis
1. Einleitung
In den letzten Jahren ist der Begriff „Burnout“ zu einem neuen Schlagwort in den Medien geworden und auch in den psychiatrischen Arbeitsbereich vorgedrungen. Nach Burisch (Zitat Burisch, M.; 1994, S. 6) ist das Burnout-Syndrom „eine langandauernde zu hohe Energieabgabe für zu wenig Wirkung bei ungenügendem Nachschub“. Das Erreichen eines selbst oder von außen gesteckten Zieles ist genauso unmöglich wie das Aufgeben dieses Ziels. Meist handelt es sich hierbei um einen Prozess, der mit Motivationsverlust und Desillusionierung beginnt. Das Burnout-Syndrom ist ein Phänomen unserer unmittelbaren Gegenwart, das durch unsere heutigen Lebens- und Arbeitsweltansprüche entstehen kann. Letztlich liegt diesem Prozess ein „Leiden an der Moderne“ zugrunde.
In Deutschland leiden nach Schätzungen etwa 300.000 bis zu 1,5 Millionen Menschen an Burnout (Werner, A.; Kronlage, H.; 2001). Der Grund für diese große Zahlenspanne liegt in dem Krankheitsbild selbst, da dieses sehr unterschiedlich definiert wird. Oft werden Dauerbeschwerden, wie z.B. Virusinfektion, grippale Infekte, Rückenschmerzen sowie andere Beschwerden nicht in Zusammenhang mit einem Burnout gebracht. Von besonderer Bedeutung erscheint mir die Problematik der Krankheitszustände und Frühpensionierung, die bei der Burnout-Diskussion immer wieder beschrieben wird. Der Begriff Burnout wird in der Arbeitswelt seit den 70er Jahren beschrieben (Killmer, Ch.; 1998). Burnout kommt in allen Berufständen und auch außerhalb des Berufslebens vor. Oft sind die besten Mitarbeiter mit besonderem Engagement betroffen. Typische Aussagen der Betroffenen sind:
„Ich bin frustriert...“
„Ich bin nur noch ein Hamster im Rad.“
„Ich habe die Begeisterung für meine Arbeit verloren.“
Da ich schon seit vielen Jahren in einem psychiatrischen Zentrum arbeite und im Zuge der Sparmaßnahmen und Budgetierungen ähnliche Phänomene beobachtet habe, möchte ich mich mit der Thematik Burnout in diesem psychiatrischen Arbeitsgebiet auseinander setzen. Um die Problematik im psychiatrischen Arbeitsbereich besser verstehen zu können, werde ich zunächst das Burnout-Syndrom und seine allgemeinen Entstehungsmechanismen beschreiben und mich mit der Frage beschäftigen, inwieweit Menschen, die in einer psychiatrischen Einrichtung arbeiten, gefährdet sind, ein Burnout-Syndrom zu bekommen. Weitergehend werde ich einige Besonderheiten des Burnout-Syndroms im psychiatrischen Arbeitsbereich beschreiben und nach Möglichkeiten der Prävention und den Konsequenzen in den psychiatrischen Institutionen aufzeigen. Wegen der Begrenzungen im Rahmen dieser Abschlussarbeit werde ich nicht auf die medizinische und therapeutische Behandlung des Burnout-Syndroms eingehen.
2. Beschreibung des Burnout-Syndroms
2.1 Was ist ein Burnout-Syndrom
Burnout wird erstmals 1969 von H.B. Bradley erwähnt und 1974 von dem Psychoanalytiker H.J. Freudenberger als Veränderung der Persönlichkeit bei Mitarbeitern in Selbsthilfe- und Krisengruppen näher beschrieben. In Sport- und Kunstbereichen ist das Phänomen in den USA seit 1930 bekannt. Der englische Journalist und Erzähler G. Greene (1904 –1991) gebrauchte den Begriff “A burnt-out case“ 1961. In den 70er Jahren wurde der Begriff als Beschreibung von Erschöpfungszuständen bei Mitarbeitern von Hilfsorganisationen benutzt. (Payk, Th.; 2000)
Seither ist der englische Begriff „Burnout“ auch im Deutschen gebräuchlich. Er bedeutet soviel wie „ausgebrannt sein.“ Es ist so, als würde man eine Kerze an beiden Enden anzünden. Dadurch brennt sie zwar heller, aber sie ist auch schneller abgebrannt. (Rush, M.; 2000) Mit viel Einsatz und „brennendem“ Herzen kann in vielen Lebensbereichen einiges bewegt werden. Doch kann der vorher sehr aktive Mensch seine Kraftreserven verlieren und sich später selbst nicht mehr erkennen. Burnout ist ein meist schleichend beginnender Zustand körperlicher, geistiger und psychischer Erschöpfung, der durch eine langandauernde Überforderung ohne angemessene Korrektur hervorgerufen wird. Meist fehlt den Betroffenen Zeit und Kraft für persönliche Psychohygiene und Entspannung. Die zunehmende Erschöpfung entwickelt sich zum Normalzustand. Dabei wird die eigene Müdigkeit verdrängt, und das Gefühl, nur noch eine Arbeitsmaschine zu sein, wird als unveränderbar angenommen. Im weiteren Verlauf des Bournout werden negative Gefühle verleugnet und die Augen werden vor der Realität verschlossen, um die unangenehmen Gefühle wie Druck, Spannungen, Frustrationen, Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, Überforderung oder Unterforderung nicht wahrzunehmen. Die Vereinsamung aufgrund der Überlastung nimmt einen fortschreitenden Verlauf; der Wunsch nach Erholung, Geselligkeit, Privatleben oder Zeit für sich selbst wird zunehmend ignoriert. Die Symptomatik des Burnout geht weiter einher mit Kreislaufstörungen, Müdigkeit, Schlafstörungen, körperlichen Beschwerden, innerer Leere, fehlendem Engagement und reduzierter Leistungsfähigkeit. Der Mensch ist physisch, psychisch und geistig „ausgepowert“. Das Leben wird nicht mehr als etwas Positives empfunden, es kann sogar zum Suizid kommen.
Eine typische Aussage ist: „Ich wollte anderen Menschen helfen, war engagiert und habe meinen Beruf geliebt. Aber jetzt freut mich nichts mehr und ich fühle mich innerlich ausgebrannt und leer“ (Zitat Fabach, S.; Burnout bei Frauen, S.3). Der Liederdichter Andreas Frey fasst Burnout im Folgenden humorvoll zusammen: „Am Anfang voller Enthusiasmus so als wie noch jungfräulich im Schwung und mit Phantasie Einsatzkraft und Wille voll in Blüte stehn voll Zuversicht – ganz John Wayne. Mit der Zeit wie nach durchzechter Nacht sind Kraft und Idealismus abgeflacht. Müd der Enthusiamus, es fehlt an drive bin wohl wieder urlaubsreif. Burn out, burn out, bis zum burn out da wird gepowert bis man psychisch auf der Felge kaut Burn out, burn out, down und burn out der Akku leer, da wächst kein Kraut.
Mit Strand, Natur, mit Bar und Relax gemischt im Urlaub kräftemäßig scheinbar neu erfrischt. Doch Ruhe und Erholung zeigt sich schon bald danach als lllusion. Ausgebrannt – das kann doch nicht sein! Er bäumt sich auf, klotzt noch mal rein. Durch Streß, Konflikte, Ansprüche vollends schlapp sackt er dann mental ganz ab. Refrain: Burn out ... Keine Lust, kein Antrieb, nur (noch) Müdigkeit zieht sich innerlich zurück von alle Leut Schwarzer zynischer Humor sitzt tief nach innen leer und kühl und äußerlich voll depressiv Burn out ... ( Frey, A.; Liederdichtung für das Burnout Seminar am 19.10.02, Hohe Mark, Oberursel)
2.2 Verlaufsstadien des Burnout-Syndroms
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