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Diploma Thesis, 2004, 99 Pages
Author: Veit Waniek
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes
Details
Tags: Steuerorientierte, Gestaltungsmaßnahmen, Kauf, Kapitalgesellschaften
Year: 2004
Pages: 99
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 84 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-35698-5
ISBN (Book): 978-3-638-84300-3
File size: 488 KB
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Abstract
Eine zunehmende Globalisierung der Märkte und der daraus sich verschärfende Konkurrenzkampf um Marktanteile haben die Folge, dass viele Unternehmen ihre Wachstumsziele nur noch über Unternehmenskäufe realisieren. Hinzu kommen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen, die auf einen Käufer warten. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass der Höhepunkt des Beteiligungs- und Vermögenstransfers weltweit Ende 2000 mit einem Transaktions-volumen in Höhe von 3.490 Milliarden US-$ erreicht wurde. Im Vergleich hierzu wurde Mitte der 90er Jahre nur ein Volumen von ca. 700 Milliarden US-$ erreicht. Trotz der rückläufigen Trans-aktionsvolumen im Jahr 2001 in Höhe von 1.700 Milliarden US-$ und 2002 in Höhe von 1.200 Milliarden US-$, dürfte die Bedeutung von „Mergers & Acquisitions“ nicht geringer ausfallen. Die Tatsache, dass eine Vielzahl der durchgeführten Transaktionen ihre Ziele verfehlten und zum Misserfolg führten, zwingt den Erwerber zu einer genaueren im Vorfeld zu führenden Untersuchung und Planung des Unternehmenskaufs. Aufgrund der Komplexität von Unternehmenskäufen sind Expertenteams erforderlich, die eine sachgerechte Beratung ermöglichen. Dabei wird oft im Rahmen einer „Due Diligence“ der Unternehmenskauf aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und analysiert. So kann es sich um eine strategische , finanzwirtschaftliche , rechtliche , bilanzielle und steuerliche Sichtweise handeln. Aus steuerlicher Sicht erfolgt die Untersuchung in erster Linie hinsichtlich der Risiken, die zu finanziellen Verpflichtungen gegen-über dem Fiskus führen können. In zweiter Linie geht es über die rein vergangenheitsbezogene Untersuchung hinaus. Dabei steht die steuerliche Gestaltung und Akquisitionsstruktur im Mittelpunkt der Planung. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die steuerorientierte Gestaltungsproblematik eines Unternehmenskaufs in kurzen Zügen vorzustellen. Dabei geht es hauptsächlich um den Kauf einer Kapitalgesellschaft.
Excerpt (computer-generated)
FernUniversität in Hagen
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Diplomarbeit
zur Erlangung
des Grades eines Diplom-Kaufmannes
über das Thema:
Steuerorientierte Gestaltungsmaßnahmen beim Kauf von Kapitalgesellschaften
eingereicht von
Veit Waniek
Abgabetermin: 16.07.2004
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... IV
Symbolverzeichnis ... VII
Tabellenverzeichnis ... IX
Abbildungsverzeichnis ... IX
1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung und Abgrenzung ... 1
1.2 Vorgehensweise ... 2
2 Grundlagen ... 4
2.1 Unternehmen und Unternehmenskauf ... 4
2.2 Motive des Unternehmenskaufs ... 6
2.3 Erwerbstrukturen ... 7
2.3.1 Zivil- und steuerrechtliche Abgrenzung ... 7
2.3.2 Einzelwirtschaftsgüterkauf ... 8
2.3.3 Beteiligungskauf ... 10
2.4 Besteuerungsfragen ... 11
2.4.1 Besteuerung des Veräußerers ... 11
2.4.1.1 Vorbemerkungen ... 11
2.4.1.2 Anteilsverkauf durch natürliche Person ... 11
2.4.1.3 Anteilsverkauf durch Kapitalgesellschaft ... 13
2.4.1.4 Verkauf der Wirtschaftsgüter ... 14
2.4.2 Umsatzsteuerliche Fragen ... 15
2.4.3 Grunderwerbsteuerliche Fragen ... 16
2.5 Steuerliche Zielsetzungen ... 17
2.5.1 Ziele des Veräußerers ... 17
2.5.2 Ziele des Erwerbers ... 18
3 Steuerplanung und Bewertungskriterien ... 20
3.1 Planungsgrundlagen ... 20
3.1.1 Vorbemerkungen ... 20
3.1.2 Handlungs- und Planungszeitraum ... 21
3.1.3 Zielvorstellungen ... 22
3.1.4 Zielgrößen ... 23
3.1.4.1 Endvermögen ... 23
3.1.4.2 Kapitalwert ... 24
3.1.4.3 Steuerbarwert ... 26
3.1.5 Einflussgrößen ... 27
3.1.5.1 Kalkulationszinssatz ... 27
3.1.5.2 Steuersätze ... 28
3.2 Instrumente der Steuerplanung ... 31
3.2.1 Vorbemerkungen ... 31
3.2.2 Sachverhaltsgestaltende Aktionsparameter ... 31
3.2.3 Sachverhaltsdarstellende Aktionsparameter ... 32
4 Maßnahmen zur Senkung der Steuerbelastung ... 34
4.1 Gestaltung des Abschreibungspotentials ... 34
4.1.1 Abschreibungen beim Beteiligungskauf ... 34
4.1.2 Abschreibungsbeschleunigung ... 35
4.1.2.1 Kaufpreisaufteilung ... 35
4.1.2.2 Stufentheorie ... 36
4.1.2.3 Wirtschaftsgüterarten ... 38
4.1.2.4 Abschreibungsdauer ... 39
4.1.2.5 Abschreibungsmethoden ... 40
4.1.3 Weitreichende Konsequenzen ... 41
4.2 Reorganisationsmaßnahmen ... 41
4.2.1 Vorbemerkungen ... 41
4.2.2 Ursprüngliche Modelle ... 42
4.2.2.1 Kombinationsmodell ... 42
4.2.2.2 Mitunternehmermodelle ... 43
4.2.2.3 Umwandlungsmodell ... 45
4.2.3 Aktuell diskutierte Modelle ... 47
4.2.3.1 Down-Stream-Merger-Modell ... 47
4.2.3.2 Organschaftsmodell ... 49
4.2.3.3 KGaA-Modell ... 51
4.2.3.4 GmbH-Einziehungsmodell ... 53
4.3 Kollektive Steuerplanung ... 54
4.3.1 Vorbemerkungen ... 54
4.3.2 Grenzpreisermittlung ... 55
4.3.2.1 Ausgangsfall Beteiligungskauf ... 55
4.3.2.2 Präakquisitorische Umwandlung ... 56
4.3.2.3 Wirtschaftsgüterverkauf durch Zielgesellschaft ... 58
4.3.2.4 Erwerbergrenzpreis ... 59
4.3.3 Zwischenergebnis ... 61
5 Zusammenfassung und Würdigung ... 64
Anhang 1: Herleitung wichtiger Formeln ... 67
Anhang 2: Zahlenbeispiel ... 72
Literaturverzeichnis ... 79
Sonstige Quellen ... 87
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Abgrenzung
Eine zunehmende Globalisierung der Märkte und der daraus sich verschärfende Konkurrenzkampf um Marktanteile haben die Folge, dass viele Unternehmen ihre Wachstumsziele nur noch über Unternehmenskäufe realisieren.1 Hinzu kommen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen, die auf einen Käufer warten.2 Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass der Höhepunkt des Beteiligungs- und Vermögenstransfers weltweit Ende 2000 mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 3.490 Milliarden US-$ erreicht wurde. Im Vergleich hierzu wurde Mitte der 90er Jahre nur ein Volumen von ca. 700 Milliarden US-$ erreicht. Trotz der rückläufigen Transaktionsvolumen im Jahr 2001 in Höhe von 1.700 Milliarden US-$ und 2002 in Höhe von 1.200 Milliarden US-$, dürfte die Bedeutung von „Mergers & Acquisitions“3 nicht geringer ausfallen.4
Die Tatsache, dass eine Vielzahl der durchgeführten Transaktionen ihre Ziele verfehlten und zum Misserfolg5 führten, zwingt den Erwerber zu einer genaueren im Vorfeld zu führenden Untersuchung und Planung des Unternehmenskaufs. Aufgrund der Komplexität von Unternehmenskäufen sind Expertenteams6 erforderlich, die eine sachgerechte Beratung ermöglichen. Dabei wird oft im Rahmen einer „Due Diligence“7 der Unternehmenskauf aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und analysiert.8 So kann es sich um eine strategische9, finanzwirtschaftliche10, rechtliche11, bilanzielle und steuerliche12 Sichtweise handeln.
Aus steuerlicher Sicht erfolgt die Untersuchung in erster Linie hinsichtlich der Risiken, die zu finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Fiskus führen können. In zweiter Linie geht es über die rein vergangenheitsbezogene Untersuchung hinaus. Dabei steht die steuerliche Gestaltung und Akquisitionsstruktur im Mittelpunkt der Planung.13
Im Rahmen dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die steuerorientierte Gestaltungsproblematik eines Unternehmenskaufs in kurzen Zügen vorzustellen. Dabei geht es hauptsächlich um den Kauf einer Kapitalgesellschaft.
1.2 Vorgehensweise
Zu Beginn der Arbeit wird auf die Grundlagen eingegangen. Dabei werden zunächst die Begriffe wie Unternehmen und Unternehmenskauf abgegrenzt und anschließend die einzelnen Motive eines Unternehmenskaufs vorgestellt. Danach werden die einzelnen Erwerbsstrukturen im Einzelnen erläutert und deren zivilrechtliche sowie steuerrechtliche Abgrenzung vorgenommen. Weiter wird auf die Besteuerungsfragen eingegangen, wobei der Unternehmensverkäufer im Vordergrund stehen wird. Nachdem umsatzsteuerliche und grunderwerbsteuerliche Fragen geklärt werden, können die Zielsetzungen der beiden Beteiligten in ihren Grundzügen bearbeitet werden.
Im dritten Abschnitt werden die steuerplanerischen Hintergründe und quantitativen Ansätze erörtert. Dabei wird zunächst die Brücke zu investitionstheoretischen Überlegungen aufgebaut. Nachdem die zu betrachtende Zeitspanne festgelegt wird, werden die Zielgrößen, wie Endvermögen, Kapitalwert und Steuerbarwert, vorgestellt. Anschließend wird geprüft, welcher Kalkulationszinssatz und welche Steuersätze in die Betrachtung einfließen sollen. Im Anschluss daran wird auf das Instrumentarium der Steuerplanung eingegangen. Dabei werden einige der sachverhaltsgestaltenden und sachverhaltsdarstellenden Aktionsparameter aufgezählt.
Im vierten Abschnitt werden hauptsächlich Maßnahmen vorgestellt, die durch Bildung von Abschreibungspotential zur Senkung der Steuerbelastung führen sollen. Zunächst wird auf die Abschreibungsmöglichkeiten beim Beteiligungskauf eingegangen. Anschließend werden die Möglichkeiten einer Abschreibungsbeschleunigung im Falle eines Einzelwirtschaftsgüterkaufs dargelegt. Nachfolgend werden die ursprünglichen und die aktuell diskutierten Reorganisationsmodelle erörtert. Des Weiteren werden die Ansätze kollektiver Steuerplanung herausgearbeitet, wobei anhand der Grenzpreisermittlung geprüft wird, wann eine gemeinsame Steuerplanung von Unternehmenskäufer und Unternehmensverkäufer überhaupt möglich ist. Abschließend werden im letzten Abschnitt die Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal zusammengefasst.
2 Grundlagen
2.1 Unternehmen und Unternehmenskauf
Es gibt keine einheitliche und anerkannte Definition des Unternehmensbegriffs.
[...]
1 Vgl. ENDRES, D., Steueraspekte, 2000, S. 224.
2 Vgl. KLEIN-BLENKERS, F., Unternehmenskauf, 2000, S. 1.
3 Zum Begriff vgl. ACHLEITNER, A.-K., Acquisitions, 2000, Stichwort: Mergers & Acquisitions.
4 Vgl. hierzu PICOT, G., Handbuch, 2002, S. 4 ff.; BAUSCH, A., Unternehmungszusammenschlüsse, 2003, S. 3.
5 Die Misserfolgsrate liegt zwischen 20 % und 53 %, vgl. BRAUNER, H.- U./GRILLO, U., Due Diligence, 2002, S. 277 f.; ebenfalls BAUSCH, A., Unternehmungszusammenschlüsse, 2003, S. 4, so erfüllten mehr als 30 % der untersuchten Fälle die gestellten wirtschaftlichen Erwartungen nicht.
6 Meist bestehend aus Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und anderen Experten, die evtl. spezielle Branchen- oder Technologiekenntnisse besitzen.
7 Untersuchung von Auswirkungen einer Geschäftsentscheidung; ausführlich zum Begriff vgl. BERENS, W./STRAUCH, J., Due Diligence, 2002, S. 3 ff.
8 Vgl. WEGMANN, J./KOCH, W., Unternehmensanalyse, 2000, S. 1027 ff.
9 Vgl. BRAUNER, H.-U./GRILLO, U., Due Diligence, 2002, S. 271 ff.
10 Vgl. BRAUNER, H.U./LESCHER, J., Due Diligence, 2002, S. 325 ff.
11 Vgl. FRITZSCHE, M., Due Diligence, 2002, S. 363 ff.
12 Vgl. BREBECK, F./BREDY, J./WELBERS, H., Due Diligence, 2002, S. 293 ff.
13 Vgl. BREBECK, F./BREDY, J./WELBERS, H., Due Diligence, 2002, S. 311.
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