Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2001, 33 Pages
Author: Nicole Hänel
Subject: Politics - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Marburg (Politikwissenschaften)
Tags: George Sand, Frederic Chopin, 19. Jahrhundert, Emanzipation, Frauenbewegung, Frankreich, Schriftstellerin
Year: 2001
Pages: 33
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-12216-0
ISBN (Book): 978-3-638-63824-1
File size: 319 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
George Sand war keine Feministin, sie setzte sich nicht für die Rechte der Frauen ihrer Zeit ein und sie wollte nicht bewusst provozieren, aber genau deshalb wurde sie zur Rebellin. Wäre George Sand eine Verfechterin der Rechte für Frauen gewesen, würde man sich heute wahrscheinlich nicht mehr an sie erinnern, da ihr, wie so vielen anderen Frauen zu dieser Zeit, keine Beachtung geschenkt worden wäre. George Sand lebte ein Leben ohne Regeln, ohne Konventionen. Sie hatte nur ein Ziel in ihrem Leben, das "Ideal der Liebe" zu finden. Gelenkt durch diesen Wunsch, schrieb sie viel beachtete Romane und Dramen, die uns heute einen Einblick in die Frauenwelt des 19. Jahrhunderts erlauben. Sie engagierte sich in der Politik, da sie eine bekennende Sozialistin war und ihre Chance zur Umsetzung ihrer Ideen ergriff, als die Monarchie in Frankreich zeitweilig gestürzt wurde. Ihrem Lebensstil verdankte sie es, als Rebellin zu gelten. Sie trug Männerkleidung, in einer Zeit, in der eine Frau schon einen Skandal auslöste, wenn sie ohne männliche Begleitung auf die Straße ging. Sie ließ sich von ihrem Mann scheiden und hatte häufig wechselnde Liebhaber, die sie der Öffentlichkeit nicht vorenthielt. Sie hatte zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern und lebte doch größtenteils allein in Paris und schrieb Bücher, in denen häufig Frauen die Hauptrolle spielten und ihr Gefühls- und Sexualleben das Thema war. Außerdem engagierte sie sich aktiv in der Politik. Sie besaß den Mut, aber auch die finanziellen Mittel, um sich über die geltenden Konventionen hinwegzusetzen. Ich werde aufzeigen, wie aus Amantine-Aurore-Lucile Dudevant, einer Baronin, George Sand, eine Schriftstellerin, wurde und warum sie, gegen ihren Willen, zur Ikone des Feminismus gemacht wurde. In meiner Arbeit werde ich auf ihren Lebensweg eingehen, ihre Karriere als Schriftstellerin und ihr bewegtes und bewegendes Privatleben.
Excerpt (computer-generated)
George Sand. Schriftstellerin und Rebellin des 19. Jahrhunderts
von Nicole Hänel
Inhaltsverzeichnis
1. Was macht George Sand zu einer Rebellin?
2. Was waren ihre herausragenden Taten, die sie zur Rebellin machen?
3. Überblick über das 19. Jahrhundert
3.1. politischer Überblick
3.2. Frauenbild des 19. Jahrhunderts
4. Lebenslauf von George Sand
4.1. Erster Teil ihres Lebens: ihr Leben als Adlige
4.1.1. Kindheit
4.1.2. Jugend
4.1.3. Ehe
4.2. Zweiter Teil ihres Lebens: der Beginn ihres Lebens als Schriftstellerin
4.2.1. Der Ausbrauch aus ihrem alten Leben
4.2.2. Ihr Leben als Schriftstellerin
5. Ihre freundschaftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen
5.1. Casimir
5.2. Aurélien
5.3. Stéphane
5.4. Jules
5.5. Prosper
5.6. Alfred
5.7. Pietro
5.8. Michel
5.9. Frédéric
5.10. Alexandre
6. Ihre familiären Beziehungen
7. Was war für George Sand der Anlaß, ihr altes Leben aufzugeben?
8. Wie wurde George Sand gesellschaftlich und politisch beeinflußt?
9. Was mußte George Sand aufgeben und was gewann sie dazu?
10. Gibt es bis heute aus George Sands Leben resultierende Folgen?
11. Fazit
Literaturverzeichnis
1. Was macht George Sand zu einer Rebellin?
George Sand war keine Feministin, sie setzte sich nicht für die Rechte der Frauen ihrer Zeit ein und sie wollte nicht bewußt provozieren, aber genau deshalb wurde sie zur Rebellin.
Wäre George Sand eine Verfechterin der Rechte für Frauen gewesen, würde man sich heute wahrscheinlich nicht mehr an sie erinnern, da ihr, wie so vielen anderen Frauen zu dieser Zeit, keine Beachtung geschenkt worden wäre.
George Sand lebte ein Leben ohne Regeln, ohne Konventionen. Sie hatte nur eine Ziel in ihrem Leben, das "Ideal der Liebe" zu finden.
Gelenkt durch diesen Wunsch, schrieb sie vielbeachtete Romane und Dramen, die uns heute einen Einblick in die Frauenwelt des 19. Jahrhunderts erlauben.
Sie engagierte sich in der Politik, da sie eine bekennende Sozialistin war und ihre Chance zur Umsetzung ihrer Ideen ergriff, als die Monarchie in Frankreich zeitweilig gestürzt wurde.
Sie weigerte sich, der Gesellschaft wegen ein Leben zu führen, in dem sie nicht glücklich war und rebellierte somit öffentlich gegen die bestehenden moralischen Vorstellungen.
Ihr Motto war: "Ich habe mich nie gefragt, warum ich dieses oder jenes wollte. Mein inneres Selbst hat immer stolz gesagt: Weil ich es eben will."
Ich werde aufzeigen, wie aus Amantine-Aurore-Lucile Dudevant, einer Baronin, George Sand, eine Schriftstellerin, wurde und warum sie, gegen ihren Willen, zur Ikone des Feminismus gemacht wurde.
2. Was waren ihre herausragenden Taten, die sie zur Rebellin machen?
George Sand wurde durch zwei Tatsachen berühmt. Zum einen schrieb sie mehr als hundert Romane und Theaterstücke, die als herausragend bezeichnet werden, zum anderen pflegte sie einen Lebenswandel, der ihr einen eher zweifelhaften Ruhm einbrachte, aber dafür sorgte, daß sie als das "Enfant terrible" immer im Gespräch war.
Ihrem Lebensstil verdankte sie es, als Rebellin zu gelten. Sie trug Männerkleidung, in einer Zeit, in der eine Frau schon einen Skandal auslöste, wenn sie ohne männliche Begleitung auf die Straße ging. Sie ließ sich von ihrem Mann scheiden und hatte häufig wechselnde Liebhaber, die sie der Öffentlichkeit nicht vorenthielt. Sie hatte zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern und lebte doch größtenteils allein in Paris und schrieb Bücher, in denen häufig Frauen die Hauptrolle spielten und ihr Gefühls- und Sexualleben das Thema war.
Außerdem engagierte sie sich aktiv in der Politik.
Sie besaß den Mut, aber auch die finanziellen Mittel, um sich über die geltenden Konventionen hinwegzusetzen.
3. Überblick über das 19. Jahrhundert
Um das Leben von George Sand zu betrachten, sollte man zunächst die Umstände beschreiben, in denen sie aufwuchs. Was war das für eine Zeit, in der George Sand geboren wurde und lebte?
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Johanna von Orleans als Bühnenfigur bei Shaw, Brecht und Anouilh
Author: Mario FeslerGerman Studies - Modern German Literature, 2004 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Starbucks Business Case Study
Author: M.B.A. Nihat CanakEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Napoleon - Ein Mythos im Wandel
Author: Urte LützenCultural Studies, 2003 Download as PDF-file for 6,99 EUR
"Sie soll nur klug und gar nicht gelehrt werden" - Zur Diskussion über die lesende Frau im 18. Jahrhundert
Author: Roman KuhnGerman Studies - Comparative Literature, 2006 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Le Livre de la Cite des Dames. Wider die Vorwürfe misogyner Autoren. Christine de Pizans Verteidigung der Frauen.
Author: Silvia WillemsRomance Languages - French Literature, 2004 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Über die Schwierigkeiten einer einheitlichen Deutung von Goethes "Prometheus"
Author: Jan-Christoph AllermannGerman Studies - Modern German Literature, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Carmen - Geschichte der Entstehung eines Mythos
Author: Anne BacmeisterRomance Languages - Spanish Studies, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
McDonald's: Soziokulturelle und wirtschaftliche Bedingungen einer erstaunlichen Erfolgsgeschichte
Author: Diplom Kauffrau Christine WernerSociology - Miscellaneous, 2004 Download as PDF-file for 7,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: