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Termpaper, 2004, 14 Pages
Author: Janice Höber
Subject: Musicology
Details
Tags: Sonatenhauptsatzform, Beispiel, Satzes, Sinfonie, Eroica, Es-Dur, Ludwig, Beethoven
Year: 2004
Pages: 14
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-35734-0
ISBN (Book): 978-3-638-80629-9
File size: 115 KB
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand. Einschätzung des Dozenten: Die Arbeit ist logisch gegliedert und aufgebaut; Inhalt und Umfang entsprechen den Anforderungen einer wissenschaftlichen Belegarbeit; sie ist sprachlich gut formuliert; beeindruckende Analyse
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Abstract
Die Zeit der Wiener Klassik wird stets mit den drei großen Komponisten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart sowie Ludwig van Beethoven und ihren Werken in Verbindung gebracht. Die Instrumentalmusik mit ihren führenden Gattungen Sinfonie, Klaviersonate und Streichquartett rückt während dieser Epoche besonders in den Mittelpunkt des kompositorischen Schaffens. Da sie sich vor allem durch ihre innermusikalischen Gesetzlichkeiten auszeichnet, erklärt sich die besondere Bedeutung, die der formalen Gestaltung zukommt. Die Sonatenhauptsatzform ist das zentrale Gestaltungsmittel der Instrumentalmusik der Wiener Klassik. Ihre Wurzeln liegen in dem barocken Suitensatz, der sich durch seine zweiteilige Form sowie eine einfache Aufteilung der Tonarten auszeichnet. An der Ausformung des klassischen Sonatenhauptsatzes waren die drei großen Wiener Klassiker mit ihren Kompositionen maßgeblich beteiligt. Im Mittelpunkt dieser Arbeit soll sowohl die Entwicklung als auch der Aufbau des klassischen Sonatenhauptsatzes stehen. Dabei wird Beethovens 3. Sinfonie „Eroica" Es-Dur op. 55 als analytisches Beispiel herangezogen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Potsdam
Institut für Musik und Musikpädagogik
Musikalische Formenlehre und Grundlagen der Musikanalyse
Die Sonatenhauptsatzform am analytischen Beispiel des 1.
Satzes der 3. Sinfonie "Eroica" Es-Dur op. 55
von Ludwig van Beethoven
von: Janice Höber
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Hinführung zum Thema 1
1.2. Abgrenzung des Themas 1
2. Die Sonatenhauptsatzform
2.1. Zur Terminologie 2
2.2. Die Entwicklung der Sonatenhauptsatzform 2
2.3. Zum Aufbau des klassischen Sonatenhauptsatzes 4
2.4. Kritische Anmerkungen zum Formbegriff 6
3. Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie „Eroica” Es-Dur op. 55 als analytisches Beispiel
3.1. Zur Entstehungsgeschichte des Werkes 7
3.2. Der 1. Satz als analytisches Beispiel 8
4. Schlussbetrachtung 11
5. Literaturverzeichnis 12
1. Einleitung
1.1. Hinführung zum Thema
Die Zeit der Wiener Klassik wird stets mit den drei großen Komponisten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart sowie Ludwig van Beethoven und ihren Werken in Verbindung gebracht. Die Instrumentalmusik mit ihren führenden Gattungen Sinfonie, Klaviersonate und Streichquartett rückt während dieser Epoche besonders in den Mittelpunkt des kompositorischen Schaffens. Da sie sich vor allem durch ihre innermusikalischen Gesetzlichkeiten auszeichnet, erklärt sich die besondere Bedeutung, die der formalen Gestaltung zukommt.
Die Sonatenhauptsatzform ist das zentrale Gestaltungsmittel der Instrumentalmusik der Wiener Klassik. Ihre Wurzeln liegen in dem barocken Suitensatz, der sich durch seine zweiteilige Form sowie eine einfache Aufteilung der Tonarten auszeichnet. An der Ausformung des klassischen Sonatenhauptsatzes waren die drei großen Wiener Klassiker mit ihren Kompositionen maßgeblich beteiligt. Im Mittelpunkt dieser Arbeit soll sowohl die Entwicklung als auch der Aufbau des klassischen Sonatenhauptsatzes stehen. Dabei wird Beethovens 3. Sinfonie „Eroica” Es-Dur op. 55 als analytisches Beispiel herangezogen.
1.2. Abgrenzung des Themas
Aufgrund des selbstgewählten Themas „Die Sonatenhauptsatzform am analytischen Beispiel des 1. Satzes der 3. Sinfonie „Eroica” Es-Dur op. 55 von Ludwig van Beethoven” gliedert sich die Arbeit in zwei Schwerpunkte. Punkt 2.1. wird sich zunächst der Terminologie zuwenden und eine für diese Arbeit gültige Definition vorstellen. Nach einem kurzen Überblick zur Entwicklung der Sonatenhauptsatzform folgt unter 2.3. die Erläuterung des Aufbaus. Da dieser Gliederungspunkt für die Bearbeitung des praktischen Teils durchaus relevant ist, erfährt er besondere Aufmerksamkeit. Der theoretische Teil wird mit kritischen Anmerkungen der Musikwissenschaft abschließen, um die bis ins 20. Jahrhundert reichende Diskussion des Formbegriffs aufzuzeigen.
Im praktischen Teil erfolgt die Zuwendung zu Ludwig van Beethoven und seiner „Eroica”. Der Gliederungspunkt 3.1. dient dem Einblick in die Entstehungsgeschichte des Werkes. Die Beziehung zwischen Beethoven und Napoleon wird nicht genauer untersucht und statt dessen als Legende betrachtet. Punkt 3.2. beinhaltet schließlich die Analyse des 1. Satzes, wobei der Nachweis erbracht werden soll, dass in diesem Kopfsatz das formale Prinzip des Sonatenhauptsatzes zur Anwendung kommt. Eine Untersuchung der Sätze 2 bis 4 bleibt aufgrund des Themenschwerpunktes aus. An dieser Stelle soll darauf hingewiesen werden, dass Zitate aus wissenschaftlichen Quellen und älteren Veröffentlichungen original übernommen werden. Die Neuregelungen der Rechtschreibung finden in diesen Passagen folglich keine Anwendung.
2. Die Sonatenhauptsatzform
2.1. Zur Terminologie
Die musikalische Formenlehre versteht unter der Bezeichnung Sonatenform, Sonatensatzform beziehungsweise Sonatenhauptsatzform den „schematischen Aufbau eines einzelnen, meist des ersten Satzes eines viersätzigen Zyklus der Instrumentalmusik, besonders der Klavierund Kammermusik sowie der Symphonik.”1 Der Terminus Sonatenform kam 1824 in der Berliner Allgemeinen Musikalischen Zeitung in zwei Bedeutungen auf. Zum einen bezeichnete er den sich im Laufe des 18. Jahrhunderts in der Instrumentalmusik herausbildenden, meist viersätzigen Zyklus, mit gewichtigem Kopfsatz, Menuett oder Scherzo an zweiter Stelle, einem darauf folgenden dritten langsamen Satz sowie einem Finalsatz. Zum anderen bezog sich der Begriff auf die jeweilige Form eines Einzelsatzes dieses Zyklus, wobei die Präzisierung der formalen Auslegung des gemeinten Sachverhaltes zunächst noch keine Berücksichtigung fand.
Mit der Lehre von der musikalischen Komposition von Adolf Bernhard Marx, dem Begründer und Redakteur der zu Beginn erwähnten Musikzeitschrift, setzte eine Verbindung von Terminus und formalen Merkmalen ein. Sein Begriffsverständnis trug entscheidend zur zunehmenden Festigung der Definition bei, wonach sich der zu klärende Begriff auf die Form eines Einzelsatzes bezieht. Dennoch kam es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu keiner eindeutigen Anwendung der Bezeichnung Sonatenform. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Komponisten und Musikpädagogen Hermann Grabner eingeführte Prägung Sonatenhauptsatzform führte neben der gleichzeitig aufkommenden Bezeichnung Sonatensatzform zu einer begrifflichen Präzisierung. Beide Termini fanden als Definition des Einzelsatzes eine weite Verbreitung und sind, neben der Bezeichnung Sonatenform, bis heute gleichberechtigt in allen einschlägigen Lexika aufgeführt.2 An dieser Stelle soll darauf hingewiesen werden, dass während der gesamten Arbeit der Terminus Sonatenhauptsatzform stellvertretend für alle drei Bezeichnungen verwendet werden wird.
2.2. Zur Entwicklung der Sonatenhauptsatzform
[...]
1 Finscher, L., Die Musik in Geschichte und Gegenwart, 19982, Sp. 1607
2 Vgl. ebd., Sp. 1609
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