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Grundlagen der Montessori-Pädagogik

Termpaper, 2002, 13 Pages
Author: Kristin Brauer
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Bildungs- und Erziehungstheorien
Institution/College: University of Applied Sciences Jena
Tags: Grundlagen, Montessori-Pädagogik, Bildungs-, Erziehungstheorien
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 13
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V36065
ISBN (E-book): 978-3-638-35804-0

File size: 286 KB
Notes :
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand



Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule Jena
Bildungs- und Erziehungstheorien
Fachsemester: I

Grundlagen der Montessori-Pädagogik

von: Kristin Brauer

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Seite 2

1.1 Maria Montessori Seite 2

2. Das pädagogische Konzept Seite 3

2.1 Inhalt des pädagogischen Konzepts Seite 3
2.1 Hilf mir, es selbst zu tun Seite 3

3. Das Kind Seite 4

3.1 Das Leben des Kindes vor der Geburt Seite 4
3.2 Der geistige Embryo Seite 4
3.3 Das Neugeborene Seite 4

4. Die sensiblen Perioden/ Phasen Seite 4

4.1 Die Bedeutung der sensiblen Perioden Seite 4
4.2 Die verschiedenen Perioden Seite 5

5. Der absorbierende Geist Seite 6

5.1 Begriffserklärung Seite 6
5.2 Wie erkennt man den absorbierenden Geist? Seite 6
5.3 Was geschieht im absorbierenden Geist? Seite 6

6. Die Polarisation der Aufmerksamkeit Seite 7

6.1 Das Phänomen der Polarisation der Aufmerksamkeit Seite 7
6.2 Die Phasen der Polarisation Seite 7
6.3 Die Bedeutung der Polarisation der Aufmerksamkeit Seite 7

7. Die Vorbereitende Umgebung Seite 8

7.1 Die Bedeutung Seite 8
7.2 Aussehen der vorbereitenden Umgebung Seite 8
7.3 Die Bedeutung des Erziehers in der vorbereitenden Umgebung Seite 8

8. Die Materialien in der Montessori-Pädagogik Seite 9

8.1 Die Entwicklung der Materialien Seite 9
8.2 Der Dreistufenplan Seite 9
8.3 Die Ordnung des Materials Seite 9
8.4 Die Einteilung des Materials Seite 10

9. Der Erzieher Seite 10

9.1 Die Bedeutung des Erziehers Seite 10
9.2 Aufgaben des Erziehers Seite 10

10. Schlussfolgende Gedanken Seite 11

11. Literaturangaben Seite 12



1. Einleitung

Um zu meinem Thema, mit dem ich mich in meiner Hausarbeit beschäftigte, hin zuleiten, möchte ich kurz beschreiben, welchen Weg Maria Montessori ging, um zu der Entwicklung ihrer Pädagogik zu gelangen.

1.2 Maria Montessori

“Keine pädagogische Richtung entstand und entsteht - in ihrem historischen Kontext gesehen- grundlos.“ Die Montessori-Pädagogik ist nicht nur durch ihr Interesse an pädagogischen Fragestellungen oder an der Einsamkeit gelehrter Schreibtischarbeit entstanden. (vgl. Eichelberger, 1997, S.9f)
Die Entwicklung ihres pädagogischen Ansatzes ist stark mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte verbunden. (aus Biewer, 1997, S.18)
Zusätzlich zu Ihrer eigenen Lebensgeschichte, betont Montessori immer wieder, dass an der Entstehung ihrer Pädagogik immer Kinder beteiligt waren. (vgl. Eichelberger, 1997, S.9)

Sie wurde am 31. August 1870 in Chiaravalle, Pro. Ancona, geboren und kam relativ zeitig nach Rom. Dort lebte sie als einziges Kind mit Ihren Eltern zusammen. Maria Montessori erreichte, was zu der damaligen Zeit noch keineswegs üblich war, zum Studium an einer Universität zugelassen zu werden. (vgl. Helming, 1992, S.11)
Eigentlich wollte sie aber erst Mathematik, was auch ihrer Begabung entsprach, studieren. Aber dann entschied sie sich doch anders. Es gelang ihr als erste Frau in Italien zum Medizinstudium zugelassen zu werden. Ihr Vater unterstützte sie in dieser Entscheidung nicht, da dies nicht seinen Wünschen entsprach. Aber dennoch setzte sie sich durch ihre auffallende Begabung an der Universität durch. (aus Biewer, 1997, S.18)

„Sie fühlte sich zum Studium des Menschen und zur Verantwortung für ihn innerlich zugeführt.“ Mit 25 Jahren war sie Ärztin und wurde an der Universitätsklinik in Rom Assistenzärztin. Dort arbeitete sie in einer Nervenklinik mit schwachsinnigen Kindern und später auch in anderen Einrichtungen. Da sie ihre erzieherische Aufgabe mit der ärztlichen zu verbinden wusste, erlangte sie große Erfolge bei diesen Kindern, und entwickelte dadurch auch ihr Interesse an der Pädagogik. (vgl. Helming, 1992, S.11)

Fast 30ig-jährig studierte Maria Montessori dann Pädagogik und Psychologie. Sie studierte die Hauptwerke der damaligen Erziehungswissenschaftler. Nach der Errichtung einer Lehrerklinik mit angeschlossener Modellschule folgten weitere Studien der Philosophie. 1904 übernahm sie eine Lehrertätigkeit an der Universität in Rom und 1907 bekam Maria Montessori die Möglichkeit mit gesunden Kindern zu arbeiten. (vgl. Eichelberger, 1997, S.10)

Es entstand das erste Montessori Kinderhaus in Rom. Ihr wurde der Auftrag erteilt, sich um ungepflegte und unbeaufsichtigte Kinder zu kümmern, damit diese keine Schäden mehr anrichten. Eine gemeinnützige Baugesellschaft errichtete zu der damaligen Zeit Arbeiterwohnungen, und die Kinder störten die Baumaßnahmen. (nach Helming, 1992, S.12)
Diese Arbeit wurde die Basis zur Entwicklung ihrer Methode und ihrer Pädagogik. (vgl. Eichelberger, 1997, S.10) Montessoris römisches Kinderhaus wurde sehr schnell bekannt. In relativ kurzer Zeit entwickelte Sie danach die wesentlichen Grundlagen ihrer Pädagogik. Später wurden ihre Materialien weiterentwickelt und ergänzt. Ihr System verbreitete sich danach weltweit. Nach 1920 bestand ihre pädagogische Tätigkeit hauptsächlich daraus Lehrer und Erzieher hinsichtlich ihrer Methode auszubilden, Vorträge zu halten, und die Arbeit an der weltweiten pädagogischen Bewegung. (aus Biewer, 1997, S.18) Am 6. Mai 1952 starb sie in Holland, einem Land wo es sehr viele Montessori- Kinderhäuser und –Schulen gibt. Dahingehend möchte ich nun im folgenden die wesentlichen Grundgedanken ihrer Pädagogik heraus arbeiten. Ich beschränke mich dabei auf die, von mir gesehenen, wesentlichen Inhalte Ihrer Pädagogik. (vgl. Helming, 1992, S.14)

2. Das pädagogische Konzept

2.1 Inhalt des pädagogischen Konzepts

Maria Montessori lehnt sich hinsichtlich ihrer didaktischen Grundorientierung, wie auch viele andere Reformpädagogen, an die Aussagen von J.J. Rousseau. Auch sie hatte das Anliegen, dass Kinder ein Recht auf eine freie Entwicklung und eine eigenständige Zielsetzung bekommen müssten. Sie ist gegen die „Verbiegung“ des Kindes, doch damit meint sie nicht, dass man Kinder einfach gewähren lassen sollte. (vgl. Eichelberger, 1997, S.15)

Da die Kindheit ein anderes Stadium als die des Erwachsenen ist, sollte dieser versuchen seine Beziehung zu dem Kind harmonisch zu gestalten und sich dem Kind gegenüber verständnisvoll zeigen. “Der Erwachsene sollte nicht dem Kind in seiner überlegenen Art trachten, sondern mit Zurückhaltung ihm in der äußeren Welt während seiner Perioden bestimmter Sensibilität auf seinem Lebensweg begleiten.“(nach Oswald / Schulz-Benesch, 1997, S.25) Die Bitte eines Kindes, >> Hilf mir, es Selbst zu tun<< wurde zum Leitbild ihrer Pädagogik. Unser Erziehen soll dem Kind nur in seinem Bestreben zum Loslösen vom Erwachsenen und zur Entwicklung seiner eigenen freien Persönlichkeit helfen. Damit bietet Montessori eine Methode in der das Kind seine spontane Energie dadurch nutzen kann, indem es Selbsttätig wird. Das Kind soll seine eigenen Erfahrungen machen dürfen, und der Erzieher soll ihm nicht direkt helfen. Man sollte versuchen das Geheimnis des Kindes wirklich zu verstehen und dem Kind einen Spielraum in seinem Tun und Handeln lassen. Nur dadurch kann sich das Kind frei entwickeln. (vgl. Seitz / Hallwaschs, 1996, S.54f)

Auch zu dem Lernen in Freiheit steht dies nicht im Widerspruch zu einem didaktischen System. Der Lernende benötigt diese klare und eindeutig erkennbare Struktur zu seiner Entwicklung, um damit eine Orientierung in der Selbstbestimmung zu finden. (vgl. Eichelberger, 1997, S.16) „Nach der Vorstellung Maria Montessoris finden wir diese Struktur im Aufbau und in der Anordnung der Entwicklungsmaterialien, in der richtigen Darbietung derselben, im respektvollen Umgang mit den Kindern, der Achtung vor ihrem Willen und in der Empathie der Lehrer, sich in den inneren Bauplan des Kindes einzudenken und einzufühlen.“ (aus Eichelberger, 1997, S.16)

2.2 Hilf mir, es selbst zu tun

[...]


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