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Der Einfluss von Kontrollüberzeugungen auf das Lernverhalten von Schülern

Intermediate Examination Paper, 2001, 23 Pages
Author: Andreas Pleyer
Subject: Pedagogy - School Pedagogics

Details

Category: Intermediate Examination Paper
Year: 2001
Pages: 23
Grade: 1,6
Language: German
Archive No.: V3619
ISBN (E-book): 978-3-638-12235-1

File size: 258 KB
Notes :
Zwischenprüfungsarbeit im Unterrichtsfach Pädagogik. 371 KB



Excerpt (computer-generated)

Universität GH Essen
Zwischenprüfungsarbeit im Unterrichtsfach Pädagogik

Semester: WS 2000 / 2001

Der Einfluss von Kontrollüberzeugungen 
auf das Lernverhalten von Schülern

Verfasser : Andreas Pleyer

Inhalt

A Einleitung 3
B 1. Die Psychologische Forschung 5


1.1 Pawlow : klassische Konditionierung 5
1.2 Skinner : Operantes Konditionieren 6
1.3 Die kognitive Lerntheorie: Tolman 7
1.4 Externale und internale Kontrollüberzeugungen ( locus of control ) : Rotter 1938 7
1.6 Der Zusammenhang von Attribution und Selbstwert 9
1.7 Die Psychologie der "erlernten Hilflosigkeit" 10

2. Die Entwicklung der Kontrollüberzeugung und die Anwendungen im Bereich Pädagogik 13
3. Eigene Erfahrungen aus dem Bereich der Nachhilfepädagogik 16


3.1 Fallbeschreibung 16
3.1 Pädagogische Analyse 17

4. Folgerung für die Praxis der Nachhilfepädagogik 19

C. Schlussdiskussion 20
D. Literatur 23

 

A. Einleitung

Wenn ein Schüler in der Schule gute Leistungen bringt, wird primär von einem begabten und fleißigen Schüler gesprochen. Bringt dieser schlechte Leistungen, klagen Lehrer oft über schwache Leistungen während des Unterrichts, bei Arbeiten oder Klausuren. Oft kommt unkonzentriertes Handeln und Ruhestörungen hinzu. Die Eltern werden bei nicht mehr ausreichenden Leistungen über die Minderleistung ihres Kindes unterrichtet. Dabei reagieren diese hier sehr unterschiedlich;
Im Gespräch mit Lehrern ist immer wieder zu hören, dass sie oft ,,die angemessenen" Reaktionen der Eltern vermissen, und erhoffen sich, dass Eltern mehr Kontrolle auf ihre Kinder ausüben. Anderen Lehrern sind die Leistungen eines Schülers eher gleichgültig und sie sind erleichtert, wenn der Schüler die Klasse oder Schule verlässt und kontrollierter Unterricht dadurch wieder für sie möglich ist.

Wenn man die Gründe für ein bestimmtes Lernverhalten von Schülern untersucht, kommt man nicht daran vorbei, das soziale und familiäre Umfeld zu untersuchen. Hierbei üben sehr häufig die Kontrollüberzeugungen einen hohen Einfluss auf das Lernverhalten eines Schülers aus. So muss nach Flammer1 unterschieden werden zwischen Kontrollattribution und Kontrollüberzeugung; So spricht man von Kontrollattribution, wenn man aussagt, wer Kontrolle hat bzw. wo die Kontrolle lokalisiert ist (locus of control). Wenn man aussagt, ob man selbst viel oder wenig Kontrolle hat, spricht man von Kontrollüberzeugung.
Dort können oft auch die Ursachen für besonders gute Leistungen aber auch für schlechte Leistungen liegen.

Hilflose Eltern sind oft der Überzeugung, dass sie ihrem Kind bei Schulaufgaben nicht mehr helfen können und dass sie deshalb kein Einfluss auf das Lernverhalten ihrer Kinder haben. Deshalb suchen sie für die Problemlösung Lehrer oder Nachhilfelehrer auf, denen sie die Lernkontrolle übertragen wollen. Dennoch bleibt festzustellen, dass die Tatsache, einer dritten bzw. vierten Person die Kontrolle zu übertragen, oft nicht den gewünschten Erfolg bringt. Vielmehr bleibt festzustellen, dass mangelndes Selbstbewusstsein und mangelnder Selbstwert eine Ursache für schwache Leistungen sein können. So sind bei Schülern, die ein mangelndes Selbstwertgefühl haben oft Sätze zu hören wie "das kapier ich eh´ nicht " oder "ich bin nicht intelligent genug" .

Der zentrale Gegenstand dieser Arbeit soll daher die Kontrollüberzeugung von Eltern und Schülern sein. Sie soll untersuchen, welchen Einfluss unterschiedliche Kontrollüberzeugungen auf das Lernverhalten der Kinder haben.
Ebenso, wie Eltern wieder Kontrolle erhalten können, wie parentale Hilflosigkeit beim Schüler zu erlernter Hilflosigkeit führt und wie bzw. ob dieser Entwicklung von Seiten der Schule präventiv entgegengewirkt werden kann, soll diese Arbeit untersuchen. Sie soll sich aber auch kritisch mit dem status quo unseres Bildungssystems auseinandersetzen.

Bei der Literatur werde ich mich schwerpunktmäßig auf Flammer, Zimbardo, Krech / Crutchfield sowie Seligman und Rotter beziehen.

[...]

1 Flammer, A. : Erfahrung der eigenen Wirksamkeit, Bern 1990, S. 35


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