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Duration als Sensitivitätsmaß für Bondportfolios

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 21 Pages
Author: Daniel Müller
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 21
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 18  Entries
Language: German
Archive No.: V36303
ISBN (E-book): 978-3-638-35967-2
ISBN (Book): 978-3-638-76190-1
File size: 227 KB

Abstract

Festverzinsliche Wertpapiere stellen für institutionelle Investoren noch immer die wichtigste Anlagevariante dar. Aufgrund der ehemals stabilen Marktzinsentwicklung galten Bonds lange Zeit als eine relativ sichere Anlageform. Dies darf jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Ertragskomponenten dieser Wertpapierart - neben dem Bonitätrisiko des Schuldners - im hohen Maße einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt sind. Das sukzessive Zusammenwachsen der internationalen Finanzmärkte und die daraus resultierende zunehmende Marktzinsvolatilität machen heutzutage das Management von Zinsrisiken zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Bondportfoliomanagements. In diesem Zusammenhang hat die betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis zur Messung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken spezifische Kennzahlen und darauf aufbauende Strategien entwickelt, die im Managementprozess eingesetzt werden. Die vorliegende Arbeit stellt die Finanzkennzahl Duration als Sensitivitätsmaß für Bondportfolios, sowie ihre Handhabung in der Praxis vor.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Bank- und Börsenwesen

Hauptseminar

Wintersemester 2003/2004

über

Duration als Sensitivitätsmaß für Bondportfolios

Daniel Müller, Nürnberg

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis ... 2

III. Abkürzungsverzeichnis ... 3

1. Hinführung zum Thema ... 4

2. Sensitivitätsmaße des Bondmanagements ... 4
2.1 Klassische Kennzahlen: Duration und Convexity ... 5
2.2 Neuere Durationsvarianten ... 7

3. Durationsbasiertes Bondportfoliomanagement ... 8
3.1 Passives Bondmanagement ... 12
3.2 Aktives Bondmanagement ... 13
3.3 Semiaktives Bondmanagement ... 15

4. Resümee ... 17

IV. Literaturverzeichnis ... 18

 

1. Hinführung zum Thema
Festverzinsliche Wertpapiere stellen für institutionelle Investoren noch immer die wichtigste Anlagevariante dar. Aufgrund der ehemals stabilen Marktzinsentwicklung galten Bonds lange Zeit als eine relativ sichere Anlageform. Dies darf jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Ertragskomponenten dieser Wertpapierart - neben dem Bonitätrisiko des Schuldners - im hohen Maße einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt sind. Das sukzessive Zusammenwachsen der internationalen Finanzmärkte und die daraus resultierende zunehmende Marktzinsvolatilität machen heutzutage das Management von Zinsrisiken zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Bondportfoliomanagements. In diesem Zusammenhang hat die betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis zur Messung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken spezifische Kennzahlen und darauf aufbauende Strategien entwickelt, die im Managementprozess eingesetzt werden.1

Die vorliegende Arbeit stellt die Finanzkennzahl Duration als Sensitivitätsmaß für Bondportfolios, sowie ihre Handhabung in der Praxis vor.
Zunächst werden wichtige Sensitivitätsmaße des Bondmanagements erläutert. Neben den klassischen Kennziffern folgt eine Auswahl neuerer Durationsvarianten. Im Hauptteil wird die Umsetzung dieser Sensitivitätsmaße in konkreten Anlagestrategien des Portfoliomanagements dargestellt. Schließlich bildet ein Resümee der zentralen Aspekte den Abschluss dieser Arbeit.

2. Sensitivitätsmaße des Bondmanagements
Die klassische Duration quantifiziert in ihrer Eigenschaft als Risikokennziffer das Zinsänderungsrisiko einzelner Anleihen und Portfolios.
Zinsänderungsrisiken festverzinslicher Wertpapieren resultieren im engeren Sinne aus einer Abweichung der tatsächlich realisierten Rendite einer Anlage von der erwarteten Rendite aufgrund von nichtantizipierten Zinsstrukturänderungen.2

Insofern spricht man hier von einem Endwert- oder auch Wiederanlagerisiko, da der Marktzins maßgeblich alle Cash Flows beeinflusst.

Das Zinänderungsrisiko im weiteren Sinne bezieht sich auf die Gefahr einer Markt- bzw. Kurswertänderung von Anleihen, falls sie vor dem Endfälligkeitstermin zum aktuellen Kurswert verkauft werden.

Dabei entwickeln sich End- und Marktwert bei einer Zinsniveauänderung gegenläufig.3

[...]


1 Vgl. Hauser (1992), S. 1 und Karl (1993), S. 30.

2 Vgl. Steiner/Bruns (2002), S. 158 und Karl (1993), S. 30.

3 Vgl. Hauser (1992), S. 1 und Steiner/Bruns (2002), S. 158 und Karl (1993), S. 30.


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