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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 20
Note: 2.0
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 211 KB
Archivnummer: V36371
ISBN (E-Book): 978-3-638-36024-1

Textauszug (computergeneriert)

RWTH Aachen
Institut für Soziologie
Seminar: Einführung in die Mediensoziologie

Oberthema: Mediensoziologie

Die Anfänge des Fernsehens in Deutschland

(Hausarbeit)

von

Jörg Deggendorfer

 

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG  3

2. DIE GESCHICHTE DES FERNSEHENS IN DEUTSCHLAND  4
2.1 Die Anfänge der Technikgeschichte des Fernsehens  4
2.2 Das Fernsehen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs  6
2.3 Der Wiederaufbau des Rundfunks in den westlichen Besatzungszonen  7
2.4 Die Anfänge des Fernsehens in der Bundesrepublik  7
2.5 Der Aufbau des NWDR-Fernsehens  8
2.6 Die Gründung der ARD  10
2.7 Die Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens  11

3. FERNSEHEN IN DEUTSCHEN FAMILIEN  12
3.1 Daten zur Fernsehnutzung  12
3.2 Der Einfluss des Einkommens auf die Verbreitung des Fernsehens  12
3.3 Gründe für die Anschaffung  14
3.4 Der Einfluss des Fernsehens auf die Struktur des Alltags  14

4. WIE DAS FERNSEHEN FREIZEIT UND KULTUR VERÄNDERTE  16
4.1 Fernsehen versus Theater  16
4.2 Fernsehen versus Kino  17
4.3 Fernsehen in der Gastronomie  18

5. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT  19

6. LITERATURVERZEICHNIS  20

 

1. Einleitung

Im Laufe der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts überstieg die Anzahl der angemeldeten Fernsehgeräte erstmalig die Millionengrenze und etablierte sich somit neben dem Radio als einflussreiches Massenmedium. Heutzutage ist das Fernsehen ein fester Bestandteil fast jeden Haushalts und beeinflusst einen großen Teil der Freizeitgestaltung der Menschen. 

Innerhalb dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich der „Einzug des Familienmitgliedes“ Fernsehgerät in den fünfziger Jahren auf den Alltag und das Zusammenleben der deutschen Familien ausgewirkt hat.

Innerhalb des zweiten Kapitels wird anhand der Entwicklungsgeschichte des Fernsehens dargelegt, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen auf das Fernsehen ausgewirkt haben und in welcher Art und Weise sich das Fernsehen von einem „Thema für Technikfans und Fachleute“ zu einem der dominierenden Massenmedien in Deutschland entwickelt hat. Der betrachtete Zeitraum beginnt mit den technischen Anfängen des Fernsehens und endet mit der Gründung des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Das dritte Kapitel beschreibt, wie sich das Fernsehen in den fünfziger Jahren in den deutschen Haushalten verbreitete und inwiefern dies vom jeweiligen Einkommen des Einzelnen abhängig war. Des weiteren wird betrachtet, aus welchem Grund sich die Menschen ein Fernsehgerät zugelegt haben und wie sich der Alltag der Menschen veränderte. 

Das vierte Kapitel befasst sich mit den Auswirkung des neuen Mediums Fernsehens auf das Leben der Bundesbürger außerhalb ihrer Wohnungen. Es wird betrachtet, wie sich das neue Medium auf Kino, Theater und die Gastronomie ausgewirkt und sich somit das Freizeitverhalten der Deutschen verändert hat.

2. Die Geschichte des Fernsehens in Deutschland

2.1 Die Anfänge der Technikgeschichte des Fernsehens

Die Entdeckung, das es möglich ist komplexe visuelle Bilder an einen beliebig weit entfernten Ort zu senden, geschah 1873 eher zufällig. Man entdeckte bei der Verlegung eines Atlantikkabels, dass das chemische Element Selen in der Lage ist, Lichtimpulse in Ströme umzuwandeln. 1875 entwickelte Werner von Siemens eine Selenzelle mit der unterschiedliche Helligkeiten in unterschiedliche Stromstärken transformiert werden konnten und man hoffte Bilder mit Hilfe elektrische Impulse übertragen zu können.

Mit Beginn der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts häuften sich die Erfindungen bezüglich des Fernsehens in vielen Ländern. So erfand 1884 ein Berliner Student der Naturwissenschaften, Paul Nipkow, eine rotierende Scheibe mit spiralförmig angeordneten Löchern, die einen auftreffenden Lichtstrahl in Lichtpunkte zerteilt und bezeichnete es als elektrisches Teleskop. Lazare Weiller entwickelte aus der auch als Nipkow-Scheibe bezeichneten Erfindung das Spiegelrad. Doch dieses „elektrische Teleskop“ war, wie viele der damaligen Entwicklungen, vorerst nur eine theoretische Überlegung und wurde zunächst nicht verwirklicht. Dennoch wurde das Prinzip als Grundlage für Erfindungen des folgenden Jahrhunderts immer wieder aufgegriffen. (vgl. Hickethier, 1998, S.22)

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Elektroindustrie die technische Weiterentwicklung der Fernsehtechnik voranzutreiben. Sie hatte neben der Möglichkeit einer systematischeren Versuchsdurchführung auch die Möglichkeit mehr Materialen und Kapazitäten einzusetzen. Desweiteren hatte man sich schon mit vergleichbaren Problematiken, z.B. der Übertragung von Audiosignalen, beschäftigt. In Deutschland befassten sich im wesentlichen die AEG und Siemens, später auch Bosch, Telefunken sowie die Reichsrundfunkgesellschaft mit der Fernsehentwicklung. Zwischen 1910 und 1920 kam es zu einer enormen technologischen Weiterentwicklung. 1910 gelang es ein Bild zwischen Paris und Berlin mittels elektrischer Leitungen zu übertragen. Basierend auf dieser Erfindung entwickelte Denes von Milhaly, ein Angestellter einer Budapester Telefonfabrik, das „Telehor“ („tele“ bedeutet „in die Ferne“, „horan“ schauen). Es bestand aus einem um zwei Achsen schwingenden Spiegel, einer Selenzelle sowie einem oszillographischem Lichtrelais. Mit Hilfe dieser Apparatur soll es von Milhaly gelungen sein, das erste Fernsehbild zu erzeugen.

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