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Wohnungslosigkeit und Hundehaltung, Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Hund. Reaktionen des Hilfesystems auf die Hundehaltung bei wohnungslosen Menschen.

Title: Wohnungslosigkeit und Hundehaltung, Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Hund. Reaktionen des Hilfesystems auf die Hundehaltung bei wohnungslosen Menschen.

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christiane Schöll (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Wohnungslose Hundehalter müssen oft im Freien übernachten („Platte machen“), denn das Hilfesystem ist auf sie in den meisten Fällen nicht eingerichtet. Nur selten können diese Menschen in einer Einrichtung übernachten, denn Hunde sind in den wenigsten Übernachtungsstellen erlaubt.

Ziel der Arbeit ist es, Aufschluss über die Strukturen der Mensch- Tier- Beziehung und die besonderen Funktionen des Hundes für einen Wohnungslosen zu geben. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche Problematik sich innerhalb der Einrichtungen des Hilfesystems durch die Anwesenheit der Hunde ergibt.

Im ersten Kapitel werden die sozialen Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Tier im Allgemeinen, sowie Funktionen des Hundes bei wohnungslosen Menschen im Besonderen dargestellt. Dazu wird die Situation wohnungsloser Menschen erläutert und untersucht, welche Beziehung zwischen wohnungslosen Hundehaltern und ihren Hunden besteht. Es wird dargelegt, aus welchen Gründen wohnungslose Hundehalter trotz ihrer prekären Situation nicht auf die Haltung ihrer Hunde verzichten.
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Gesundheitszustand Wohnungsloser und dem Einfluss von Tieren auf die Gesundheit des Menschen.
Im dritten Kapitel werden zwei Einrichtungen des Hilfesystems, in denen Hunde erlaubt sind, beschrieben und die damit verbundene Problematik dargestellt. Es wird dargelegt, weshalb das Hilfesystem hier nicht adäquat reagiert bzw. reagieren kann und herausgearbeitet, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit die Einrichtungen wohnungslose Menschen mit Hund aufnehmen können.

Bisher wird in der Literatur entweder nur die Mensch- Tier- Beziehung oder die Wohnungslosigkeit in Verbindung mit dem Hilfesystem beschrieben. Die vorliegende Arbeit verbindet diese Teilaspekte zur Betrachtung der Problematik wohnungsloser Hundehalter. Um die Fragestellung dieser Arbeit zu illustrieren, wurden Gespräche mit zwei wohnungslosen Hundehaltern und den Leiterinnen zweier Einrichtungen, die wohnungslose Hundehalter aufnehmen, geführt, die zum besseren Verständnis mit einfließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die sozialen Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Tier und deren Auswirkungen auf wohnungslose Hundehalter

1.1 Die sozialen Beziehungsstrukturen von Mensch und Tier

1.2 Die sozialen Beziehungen von wohnungslosen Menschen und die Funktionen der Hunde im Wohnungslosenmilieu

2. Der Gesundheitszustand von wohnungslosen Menschen und die Bedeutung der Tierhaltung auf diesen

2.1 Der physische Gesundheitszustand von Wohnungslosen und der Einfluss der Haustierhaltung auf physische Erkrankungen

2.2 Der psychische Gesundheitszustand von Wohnungslosen und der Einfluss der Haustierhaltung auf psychische Erkrankungen

3. Das Hilfesystem und die damit verbundenen Probleme der Hundehaltung

3.1 Beschreibung der Tagesaufenthaltsstätte (SKM) in Heidelberg

3.2 Beschreibung des Zentrums der Wohnungslosenhilfe (ZdW) in Bensheim

Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung der Hundehaltung für wohnungslose Menschen und analysiert, inwiefern das bestehende Hilfesystem auf die besonderen Bedürfnisse dieser Personengruppe mit ihren tierischen Begleitern reagiert. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Funktion des Hundes als Partnerersatz und soziale Stütze sowie auf die strukturellen Barrieren innerhalb von Sozialeinrichtungen.

  • Soziale Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Hund
  • Einfluss der Hundehaltung auf den physischen und psychischen Gesundheitszustand
  • Bedeutung des Hundes für den sozialen Kontakt und Stressabbau
  • Problematiken bei der Integration von Hunden in das Hilfesystem
  • Fallbeispiele von Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe

Auszug aus dem Buch

1. Die sozialen Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Tier und deren Auswirkungen auf wohnungslose Hundehalter

Wohnungslose Menschen bilden keine homogene Personengruppe. Ihre persönlichen, sozialen und ökonomischen Bedarfslagen sind teilweise sehr unterschiedlich. Verbunden werden sie nur durch das gemeinsame Merkmal der Wohnungslosigkeit (vgl. Gillich, Nieslony 2000, S. 89).

Wohnungslosigkeit entsteht durch einen langfristigen Verarmungs- und Ausgrenzungsprozess, oft bedingt durch Arbeitslosigkeit und persönliche Schicksalsschläge wie z. b. Scheidung oder Tod des Partners. Zunehmend werden alle Lebensbereiche der betroffenen Personen eingeschränkt. Mit dem Verlust von Arbeit, Wohnung und sozialen Beziehungen fehlen den Wohnungslosen die elementarsten Lebensgrundlagen. Am stärksten sind sie jedoch von sozialer Benachteiligung und Isolation betroffen. Die Gründe für den Verlust der sozialen Kontakte sind mannigfaltig (vgl. Gillich, Nieslony 2000, S. 102).

Häufig bestehen soziale Beziehungen nur noch zu anderen Wohnungslosen und zu den oft mit dazugehörenden Hunden, aber nicht mehr zu Menschen außerhalb des Milieus. Innerhalb der Szene sind die Beziehungen eher verhalten. Der Hund ist oft der einzige wirkliche Partner des Wohnungslosen. Aber kann ein Hund einen menschlichen Sozialpartner ersetzen? Und wie ist die Mensch- Tier- Beziehung strukturiert?

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die prekäre Lebenssituation wohnungsloser Hundehalter und die Zielsetzung der Arbeit, die Mensch-Tier-Beziehung in den Kontext des Hilfesystems zu setzen.

1. Die sozialen Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Tier und deren Auswirkungen auf wohnungslose Hundehalter: Analyse der emotionalen und sozialen Funktion des Hundes als zentraler Bezugspunkt und Sozialpartner für den Menschen.

1.1 Die sozialen Beziehungsstrukturen von Mensch und Tier: Erörterung der psychologischen Grundlagen der Bindung zwischen Mensch und Tier sowie der Rolle des Hundes als „Du-Evidenz“.

1.2 Die sozialen Beziehungen von wohnungslosen Menschen und die Funktionen der Hunde im Wohnungslosenmilieu: Untersuchung des sozialen Ausschlusses der Wohnungslosen und der spezifischen Rolle des Hundes als Schutz und Brückenbauer zu anderen Menschen.

2. Der Gesundheitszustand von wohnungslosen Menschen und die Bedeutung der Tierhaltung auf diesen: Darstellung der gesundheitlichen Gefährdungen durch Wohnungslosigkeit und der präventiven sowie therapeutischen Effekte von Tierhaltung.

2.1 Der physische Gesundheitszustand von Wohnungslosen und der Einfluss der Haustierhaltung auf physische Erkrankungen: Vergleich medizinischer Studien zur Gesundheit Wohnungsloser mit den positiven Auswirkungen von Hunden auf das Herz-Kreislauf-System.

2.2 Der psychische Gesundheitszustand von Wohnungslosen und der Einfluss der Haustierhaltung auf psychische Erkrankungen: Diskussion der psychischen Belastungen wie Sucht und Suizidgefahr und der stabilisierenden Wirkung der Tierverantwortung.

3. Das Hilfesystem und die damit verbundenen Probleme der Hundehaltung: Analyse der Barrieren in Sozialeinrichtungen, die oft den Ausschluss von Hunden und damit auch der Besitzer zur Folge haben.

3.1 Beschreibung der Tagesaufenthaltsstätte (SKM) in Heidelberg: Vorstellung eines Praxisbeispiels für eine Einrichtung, die trotz baulicher und nachbarschaftlicher Herausforderungen versucht, den Zutritt für Hunde zu regeln.

3.2 Beschreibung des Zentrums der Wohnungslosenhilfe (ZdW) in Bensheim: Darstellung einer weiteren Einrichtung und deren spezifischer Lösungsansätze für die Unterbringung von Durchreisenden mit Hunden.

Zusammenfassung: Fazit über die Notwendigkeit, die Bedeutung der Hundehaltung in zukünftige Konzepte der Wohnungslosenhilfe stärker zu integrieren.

Schlüsselwörter

Wohnungslosigkeit, Hundehaltung, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Isolation, Hilfesystem, Partnerersatz, Gesundheit, Psychische Belastung, Soziale Arbeit, Tagesaufenthaltsstätte, Prävention, Stressabbau, Armut, soziale Netzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation wohnungsloser Menschen, die einen Hund halten, und untersucht die Spannungsfelder, die durch diese Lebensform in Verbindung mit dem Hilfesystem entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die soziale Funktion des Hundes als Sozialpartner, die gesundheitlichen Auswirkungen der Tierhaltung auf den Menschen sowie die baulichen und administrativen Probleme in Unterbringungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für die Mensch-Tier-Beziehung im Milieu der Wohnungslosigkeit zu vertiefen und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen das Hilfesystem reagieren sollte, um Hundehalter nicht vom Hilfesystem auszuschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse bestehender Literatur und Studien mit qualitativen Experten- und Betroffeneninterviews, um die Situation praxisnah zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziale Struktur der Mensch-Tier-Beziehung, die gesundheitliche Analyse (physisch/psychisch) im Kontext der Wohnungslosigkeit sowie die detaillierte Darstellung zweier Einrichtungen in Heidelberg und Bensheim.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wohnungslosigkeit, Hundehaltung, Soziale Isolation, Hilfesystem, Partnerersatz und Gesundheitsvorsorge sind die prägenden Begriffe.

Warum ist das Hilfesystem laut der Autorin oft nicht auf Hunde eingestellt?

Gründe sind oft bauliche Gegebenheiten, hygienische Vorschriften, Lärmbelästigung für Anwohner sowie Vorurteile und die organisatorische Schwierigkeit, auf die Bedürfnisse der Tiere adäquat zu reagieren.

Welche besondere Rolle spielt der Hund beim Betteln oder im sozialen Kontakt?

Der Hund fungiert als „sozialer Katalysator“; er baut Hemmschwellen ab und sorgt dafür, dass Passanten eher bereit sind, Gespräche mit dem Wohnungslosen zu führen, wobei der „Sympathiebonus“ des Hundes oft die Grundlage bildet.

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Details

Title
Wohnungslosigkeit und Hundehaltung, Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Hund. Reaktionen des Hilfesystems auf die Hundehaltung bei wohnungslosen Menschen.
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
1,7
Author
Christiane Schöll (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V36445
ISBN (eBook)
9783638360692
ISBN (Book)
9783640203369
Language
German
Tags
Wohnungslosigkeit Hundehaltung Beziehungsstrukturen Mensch Hund Reaktionen Hilfesystems Hundehaltung Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Schöll (Author), 2005, Wohnungslosigkeit und Hundehaltung, Beziehungsstrukturen zwischen Mensch und Hund. Reaktionen des Hilfesystems auf die Hundehaltung bei wohnungslosen Menschen., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36445
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