Anpassungsmöglichkeiten von Informationssystemen am Beispiel von ERP-Systemen

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Details
Autor: Axel Domschke
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Informationssysteme
Institut: FHWT Vechta/Diepholz
Jahr: 2004
Seiten: 15
Note: 2.0
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 260 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36135-4
Zusammenfassung / Abstract
Meine Motivation zu einer Arbeit in der die Anpassungsmöglichkeiten von Informationssystemen erörtert werden entstand aus meinem beruflichen Umfeld. Als Anbieter von Enterprise Resource Planning Systemen (ERP-Systemen) sind wir darauf angewiesen unsere Software möglichst flexibel zu gestalten, um sie in unterschiedlichen Unternehmen einsetzen zu können. Es ist für mich deshalb von hoher Bedeutung die einzelnen Anpassungsmöglichkeiten eines solchen Systems zu kennen. Wichtig dabei ist auch die jeweiligen Vor- und Nachteile der Möglichkeiten einzuschätzen, um somit für unterschiedliche Anpassungsbedarfe die richtigen Lösungen auswählen zu können.
Textauszug (computergeneriert)
Anpassungsmöglichkeiten von Informationssystemen
am Beispiel von ERP-Systemen
von: Axel Domschke
8. Semesters
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Motivation der Arbeit 1
2 Definition von Informationssystemen 1
3 Flexibilität von Informationssystemen 2
4 Hardwareanpassungen im Rahmen des Sizing 3
5 Anpassung durch Customizing und Schaltung von Modulen 5
6 Erweiterung der Funktionalität durch Programmierung 7
7 Fazit 9
Literaturverzeichnis 10
Abkürzungsverzeichnis
API = Application Programmers Interface
ASAP = Accelrated SAP
CPU = Central Processing Unit
ERP = Enterprise Resource Planning
IS = Informationssystem
1 Motivation der Arbeit
Meine Motivation zu einer Arbeit in der die Anpassungsmöglichkeiten von Informationssystemen erörtert werden entstand aus meinem beruflichen Umfeld. Als Anbieter von Enterprise Resource Planning Systemen (ERP-Systemen) sind wir darauf angewiesen unsere Software möglichst flexibel zu gestalten, um sie in unterschiedlichen Unternehmen einsetzen zu können. Es ist für mich deshalb von hoher Bedeutung die einzelnen Anpassungsmöglichkeiten eines solchen Systems zu kennen. Wichtig dabei ist auch die jeweiligen Vor- und Nachteile der Möglichkeiten einzuschätzen, um somit für unterschiedliche Anpassungsbedarfe die richtigen Lösungen auswählen zu können.
2 Definition von Informationssystemen
Um sich dem Begriff Informationssystem zu nähern werden im Folgenden zunächst die Begriffe Daten und Informationen definiert: Unter Informationen wird zweckorientiertes Wissen verstanden, d. h. Informationen lösen beim Empfänger bestimmte Handlungen aus.1 Daten dienen dazu solche Informationen ”aufgrund bekannter oder unterstellter Abmachungen in einer maschinell verarbeitbaren Form“2 darzustellen. Informationssysteme (IS) werden in der allgemeinen Literatur als Systeme, welche zur Verarbeitung von Informationen dienen, definiert. Unter der Verarbeitung von Informationen wird dabei die Erfassung, Übertragung, Transformation, Speicherung und Bereitstellung von Informationen verstanden.3 IS werden in vielen Bereichen der Wirtschaft und Verwaltung eingesetzt. Sie dienen hier dazu die Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit seinen inner- und überbetrieblichen Austauschbeziehungen darzustellen. Man spricht bei solchen IS auch von betrieblichen IS.4 Eine spezielle Form eines betrieblichen IS sind ERP-Systeme.5 Diese werden in den folgenden Abschnitten mehrmals als Beispiel herangezogen werden.
Abbildung 1 zeigt die einzelnen Komponenten eines IS. Die schon beschriebenen Daten werden mit Hilfe von technischen Geräten (Hardware) nach einem durch Software definierten Ablauf verarbeitet. Sie bilden die zentralen Komponenten eines IS.6 Ein Unternehmen besitzt organisatorische Regelungen (Aufbau- und Ablauforganisation), welche ihren Geschäftsprozessen zugrundeliegen.7 Damit ein Informationssystem in einem Unternehmen Anwendung finden kann müssen diese Regelungen ebenfalls Bestandteil eines IS sein. Die ein IS betreffenden organisatorischen Konzepte werden auch als Orgware bezeichnet.
Abbildung 1: Komponenten eines Informationssystems [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Eine weitere Komponente eines IS sind Menschen. Sie entwicklen, betreuen und arbeiten mit IS und tragen somit einen wesentlichen Beitrag zur Leistungsfähigkeit eines IS bei. Menschen im Rahmen eines IS werden auch als Manware bezeichnet.9 Für die Entwicklung, Beschaffung, Einführung und Betreuung eines IS ist ein spezielles Management erforderlich, welches das Unternehmen auf das IS ausrichtet. Den entsprechenden Managementansatz nennt man Informationsmanagement.
3 Flexibilität von Informationssystemen
In Abschnitt 2 wurde bereits erläutert, dass Software eine der zentralen Komponenten eines IS ist. Ein großer Teil der heute in Unternehmen eingesetzten Software ist Standardsoftware. D. h. die selbe Software wird in mehreren Unternehmen eingesetzt.10 Allerdings sind nicht alle Unternehmen gleich. Ein Unternehmen muss sich deshalb bei der Einführung einer neuen Software die Frage stellen, in wie weit es sich an die die neue Software anpassen kann. Damit verbunden sind Änderungen der organisatorischen Abläufe (Anpassung der Orgware) und Schulungen der Mitarbeiter (Anpassung der Menware). Eine solche Anpassung von Org- und Menware bringt jedoch Probleme mit sich. So kann es z. B. bei starken Veränderungen der Unternehmensabläufe und den damit verbundenen Veränderungen der Aufgabenbereiche zu Akzeptanzproblemen bei den Mitarbeitern kommen. Außerdem kann die Veränderung von Geschäftsprozessen zu Profitverlusten führen. Diese Gefahr besteht insbesondere dann, wenn von den organisatorischen Änderungen die Kernkompetenzen des Unternehmens betroffen sind.11 Softwarehersteller bieten deshalb unterschiedliche Möglichkeiten, um ihre Software an ein Unternehmen anzupassen. Als Beispiel seien hier Customizing und Erweiterungsprogrammierung genannt, auf die in den folgenden Abschnitten noch näher eingegangen wird. Die Einführung neuer Software in ein IS ist nicht der einzige Grund, warum die einzelnen Komponenten eines IS flexibel gegenüber Änderungen sein müssen. So muss ein IS z. B. auf Veränderungen innerhalb des Unternehmens und seiner Umwelt reagieren können.
[...]
1Vgl. Schwarze, J. (2000), S. 39
2Hansen, H. R. (1998), S. 6
3Vgl. Ferstl, O. K., Sinz, E. J. (2001), S. 1; Schwarze, J. (2000), S. 46
4Vgl. Hansen, H. R. (1998), S. 67; Ferstl, O. K., Sinz, E. J. (2001), S. 1
5Vgl. Mauterer, H. (2002), S. 7-9
6Vgl. Schwarze, J. (2000), S. 48f.
7Vgl. Schierenbeck, H. (2000), S. 95f.
8Vgl. Schwarze, J. (2000), S. 48
9Vgl. Hansen, H. R. (1998), S. 67; Schwarze, J. (2000), S. 48
10Vgl. Hansen, H. R. (1998), S. 172-174; Mauterer, H. (2002), S. 9f.
11Vgl. Enzler, S. (2003), S. 6
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