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Details

Veranstaltung: Seminar Kostenrechnung
Institut: FH Reutlingen (ESB) (European School of Business)
Tags: Inhalt, Aussage, Plankostenrechnung, Seminar, Kostenrechnung
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 29
Note: 1.5
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 280 KB
Archivnummer: V36645
ISBN (E-Book): 978-3-638-36208-5

Textauszug (computergeneriert)

Inhalt und Aussage der flexiblen Plankostenrechnung

von: Meike Schmalz

 


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Die Plankostenrechnung 1

2.1. Definition 1
2.2. Merkmale 2
2.3. Entwicklung der Plankostenrechnung  3
2.4. Planung der Kosten 4
2.5. Aufgaben der Plankostenrechnung  4

3. Überblick über die starre Plankostenrechnung 5

3.1. Berechnung der verrechneten Plankosten 6
3.2. Abweichung 6
3.3. Beurteilung 7

4. Die flexible Plankostenrechnung  8

4.1. Auflösung  9
4.2. Die Grenzplankostenrechnung 10

4.2.1. Berechnung 10
4.2.2. Abweichungen 11
4.2.3. Beurteilung 12

4.3. Die flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis  13

4.3.1. Berechnung der Sollkostenfunktion 13
4.3.2. Abweichungen 14
4.3.3. Beurteilung 16

5. Vergleich der Plankostensysteme 17

6. Schlussbemerkung 18

Anhang  19

Anlage 1: Begriffserklärung  19
Anlage 2: Rechenbeispiel starre Plankostenrechnung  21
Anlage 3: Rechenbeispiel flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis 22
Anlage 4: Re chenbeispiel Grenzplankostenrechnung 23

Literaturverzeichnis  24


Abkürzungsverzeichnis

BA = Beschäftigungsabweichung
GA = Gesamtabweichung
Kf plan = fixe Plankosten
Kist = Ist-Kosten
kplan = Plankostenverrechnungssatz
Kplan = Plankosten
Ksoll = Sollkosten bei Ist-Beschäftigung
Kverr = verrechnete Plankosten bei Ist-Beschäftigung
Kv ist = variable Ist-Kosten
kv plan = variabler Plankostenverrechnungssatz
Kv plan = variable Plankosten
Kv soll = variable Soll-Kosten
V = Variator
VA = Verbrauchsabweichung
VAG = Verbrauchsabweichung der Grenzplankostenrechnung
xist = Ist-Beschäftigung
xplan = Planbeschäftigung


 

1. Einleitung

Aufgrund der Globalisierung sind die Finanz-, Waren- und Dienstleistungsmärkte in den vergangenen Jahrzehnten weltweit immer mehr zusammengewachsen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Unternehmen dem globalen Konkurrenz- und Kostendruck mit marktwirtschaftlichen Mitteln entgegen treten. Vor diesem Hintergrund wurde Mitte des 20. Jahrhunderts die flexible Plankostenrechnung in die europäische Kostenrechnung eingeführt. Sie soll Kosten prognostizieren, um so ein effektiveres wirtschaftliches Handeln zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Seminararbeit wird in den Abschnitten 2. und 3. zunächst ein Überblick über die Plankostenrechnung und deren Entwicklung von der Ist- Kostenrechnung bis zur flexiblen Plankostenrechnung gegeben. Die Darstellung der verschiedenen Systeme der flexiblen Plankostenrechnung erfolgt in Abschnitt 4., bevor in Abschnitt 5. ein abschließender Vergleich der Plankostensysteme vorgenommen wird.

2. Die Plankostenrechnung

2.1. Definition

Bei der Plankostenrechnung handelt es sich um ein Kostenrechnungssystem, das im Gegensatz zur Istkostenrechnung oder zur Normalkostenrechnung nicht auf vergangenheitsbezogenen Werten, sondern auf geplanten prognostizierten Größen basiert.1

2.2. Merkmale

Bei der Plankostenrechnung müssen die Einzelkosten nach Produktarten (Kostenträgern) und die Gemeinkosten nach Kostenstellen differenziert und für eine bestimmte, zukünftige Planungsperiode festgelegt sein. 2 Die Prognose kann entweder auf den Daten der Vergangenheit oder einer Zukunftsvorhersage der Preisentwicklung für die eingesetzten Produktionsfaktoren beruhen. 3 Kennzeichen der (flexiblen) Plankostensysteme ist außerdem, dass in der Kostenstellenrechnung, also für Zwecke der Kostenkontrolle, mit einer Soll- Kostenfunktion und in der Kostenträgerrechnung, also für Zwecke der Kalkulation, mit verrechneten Plankosten gearbeitet wird (siehe Abschnitte 3. u. 4.).4

Erfolgt bei der Plankostenrechnung keine Trennung der Kosten in variable und fixe Bestandteile, so spricht man von einer starren Plankostenrechnung (siehe Abschnitt 3.). Bei einer Trennung von Fixkosten und variablen Kosten handelt es sich dagegen um eine flexible Plankostenrechnung (siehe Abschnitt 4.), die sich nochmals in die Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis (siehe Abschnitt 4.3.) oder auf Teilkostenbasis (Grenzplankostenrechnung) (siehe Abschnitt 4.2.) untergliedern lässt.

Abb. 1: Systeme der Plankostenrechnung [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

2.3. Entwicklung der Plankostenrechnung

Bei der Plankostenrechnung handelt es sich um eine noch recht junge Form des betrieblichen Rechnungswesens. Zwar gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Amerika bereits erste Ansätze dieser Kostenrechnungsform, doch legten die politisch-wirtschaftlichen Umstände dieser Zeit keine Grundlagen für Kostenkontrolle und –reduzierung, welche die Plankostenrechnung ermöglicht. So genügten die Ist- und die Normalkostenrechnung, bei denen lediglich die tatsächlich entstandenen Kosten bzw. der Durchschnittswert der in vergangenen Perioden tatsächlich entstandenen Kosten5 berechnet wurden, als Instrumente zur Nachkalkulation der betrieblichen Aufträge und Erzeugnisse den damaligen Anforderungen an die Kostenrechnung vollkommen.6

Erst mit der Großen Depression von 1930 bis 1935 rückte der Zweck der Kostensenkung und –kontrolle in den Vordergrund und führte in den USA zur Entwicklung eines neuen Kostenrechnungsverfahrens, dem „Standard Cost Accounting“, welches zum Vorbild der später in Deutschland entwickelten Formen der Plankostenrechnung wurde. 7 In Deutschland breitete sich die Plankostenrechnung erst Mitte der 50er Jahre in der Praxis aus, da bis 1945 durch die indirekte Befehlswirtschaft im Nazideutschland und in der Nachkriegszeit, durch den Nachholbedarf der Wirtschaft, der Preis für die angebotenen Güter nur von untergeordneter Bedeutung war. Mit der Wende zur Marktwirtschaft rückte auch der Zweck der Kostensenkung und -kontrolle immer mehr in den Vordergrund. So ist die Plankostenrechnung heute nicht mehr aus der Kostenrechnung wegzudenken. 8

2.4. Planung der Kosten

Die Planung der Kosten erstreckt sich auf alle erforderlichen Kostenarten und auf alle Kostenstellen. Die Pläne enthalten die Kostenvorgaben für die Gesamtplankosten sowie für variable und fixe Plankosten. 9 Man kann die Erstellung der Kostenstellenpläne im Wesentlichen in sieben Schritte unterteilen:10

a) Klare Gliederung der Kostenstellen
b) Festlegung geeigneter Planungsperioden
c) Umsatzabschätzung als Basis der Kostenplanungen
d) Ermittlung normaler Betriebsbedingungen
e) Festlegung geeigneter Planbezugsgrößen für die verschiedenen Kostenarten in den verschiedenen Kostenstellen (z.B. Fertigungslohn, Erzeugniseinheiten)
f) Beschäftigungsplanung
g) Planung und Vorgabe der Einzel- und Gemeinkosten

2.5. Aufgaben der Plankostenrechnung

[...]


1 vgl. Schultz: Basiswissen Rechnungswesen, S.169

2 vgl. Däumler/Grabe: Kostenrechnung 3, S. 16

3 vgl. Schneck: Lexikon der Betriebswirtschaft, S.776-777

4 vgl. Coenenberg: Kostenrechnung und Kostenanalyse, S. 346

5 vgl. Macha: Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung, S. 307

6 vgl. Konetzny: Plankostenrechnung

7 vgl. Kilger: Flexible Plankostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung, S. 33

8 vgl. Boehm: Zur Geschichte der Kostenrechnung

9 vgl. Schmolke/Deitermann: Industriebuchführung mit Kosten- und Leistungsrechnung, S.297

10 vgl. Hórvath & Partner: Das Controllingkonzept, S. 95-96
 

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