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Autor: Dipl.-Geographin Olimpia Dorniok
Fach: Biologie - Ökologie
Details
Institution/Hochschule: Universität Bremen
Tags: Naturschutzproblematik, Feldberg, Regionale, Geographie, Baden-Würtemberg
Jahr: 2002
Seiten: 31
Note: 1.0
Literaturverzeichnis: ~ 29 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2968 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36216-0
Textauszug (computergeneriert)
UNIVERSITÄT BREMEN
Diplomstudiengang Geographie
SEMINARARBEIT
Naturschutzproblematik am Feldberg
Erosion durch Trampelpfade verursacht
(BUNDESFORSCHUNGSANSTALT FÜR NATURSCHUTZ
UND LANDSCHAFTSÖKOLOGIE, 1993: S. 162)
eingereicht von:
Olimpia Podjacki
Seminar: Regionale Geographie von Baden-Württemberg
Bremen 2002
INHALTSVERZEICHNIS ... 1
1. EINFÜHRUNG ... 2
2. GESCHICHTE DES FELDBERGS IM HOCHSCHWARZWALD ... 4
3. GESCHICHTE DES NATURSCHUTZGEBIETES FELDBERG ... 8
4. GESCHICHTE DES SCHISPORTS AM FELDBERG ... 10
5. AUSWIRKUNGEN DES WINTERTOURISMUS AUF DIE NATUR ... 12
5.1. PISTENBAU UND PISTENPFLEGE ... 12
5.2. KÜNSTLICHE BESCHNEIUNG ... 13
5.3. SCHALENWILD UND RAUFUßHÜHNER ... 14
5.4. MAßNAHMEN ZUR REDUZIERUNG DER STÖRUNGEN ... 15
6. AUSWIRKUNGEN DES SOMMERTOURISMUS AUF DIE NATUR ... 18
6.1. EROSION ... 18
6.2. BESEITIGUNG DER EROSIONSSCHÄDEN ... 20
6.3. DAS BESUCHERLENKUNGSKONZEPT ... 21
6.4. VERKEHR ... 23
6.5. BADEN IM FELDSEE ... 24
7. SCHLUSSBETRACHTUNG ... 26
LITERATURVERZEICHNIS ... 28
1. Einführung
Das Naturschutzgebiet „Feldberg“ liegt im Süden Deutschlands, in Baden-Württemberg, im Hochschwarzwald und ist von hoher nationaler Bedeutung (BUNDESFORSCHUNGSANSTALT FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSÖKOLOGIE, 1993).
Das Naturschutzgebiet besteht seit 1937 und wurde 1991 vergrößert. Heutzutage weist es eine Größe von 4226 ha auf und ist somit das größte Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg (LABER, 1997; REGIERUNGSPRÄSIDIUM FELDBERG/ BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE, 1998).
Die höchste Erhebung des Naturschutzgebietes ist der Feldberggipfel mit 1493 m über NN, für den Wintertourismus erschlossen sind die Abfahrten um den Seebuck (süd-östlich des Feldberggipfels) und den Grafenmatt (südlich des Feldberg Ortes) (Abb.1). Diese Gebiete wurden aufgrund der enormen Belastung aus dem Naturschutzgebiet herausgenommen.
Abb. 1: Karte des Naturschutzgebietes Feldberg (BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE FREIBURG, Broschüre 2).
[...]
Der Feldberg wird oft als „subalpine Insel“ bezeichnet, das liegt an dem rauen Klima, an den glazialen Oberflächenformen sowie an der Flora und Fauna, die sonst in Deutschland nur noch in den Alpen zu finden sind (BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE FREIBURG, Broschüre 1).
In dem Naturschutzgebiet befinden sich Flachmoore, Hochmoore, Feuchtgebiete, zum Teil autochthone Bergmischwälder, Magerrasen, Weideflächen, Lawinenbahnen, Felsfluren und Zeugen des letzten Glazials. Aufgrund dieser hohen Lebensraumvielfalt beherbergt dieses Gebiet eine Vielzahl von zum Teil außergewöhnlichen Tieren und Pflanzen. Hier kommen Relikte der letzten Eiszeit vor (Glazialrelikte) sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt (LABER, 1997; LANDESANSTALT FÜR UMWELTSCHUTZ BADEN-WÜRTTEM-BERG, 1982). Dies wird auch durch das extreme Klima begünstigt: Jahresdurchschnittstemperatur 3,1 °C und ca. 1900 mm Jahresniederschlag, Schnee zwischen November und April (REGIERUNGSPRÄSIDIUM FELDBERG/ BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSGEBIETE, 1998).
Für den Naturschutz weist das Gebiet aufgrund der hohen Biodiversität und der landschaftlichen Schönheit sowie als kulturelles Erbe einen hohen schützerischen Wert auf. Dies gilt jedoch auch für den Tourismus. Jedes Jahr besuchen ca. 2 Mio. Touristen dieses Naturschutzgebiet (BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE FREIBURG, Broschüre 3). Und hier liegt das Problem, auf das in den Kapiteln 5. Wintertourismus und 6. Sommertourismus näher eingegangen werden soll.
2. Geschichte des Feldbergs im Hochschwarzwald
Das Grundgebirge ist während der variscischen Gebirgsbildung im Paläozoikum entstanden und wurde dann Ende des Paläozoikums im Perm eingerumpft. Im Mesozoikum wurden Sedimente von unterschiedlicher Widerstandsfähigkeit abgelagert.
Abb. 2: geologischer Überblick (HAUBRICH et al., 1991: S. 28, verändert)
[...]
Im Zuge der alpidischen Faltung bildete sich der Oberrheingraben. Im Zusammenhang damit stand die Heraushebung des Schwarzwaldmassivs, die besonders im Süd-Westen zum Tragen kam. Damit nahm die Reliefenergie zu und so konnten die mesozoischen Sedimente abgetragen werden und zwar im Süd-Westen schneller, so dass dort schon das paläozoische Grundgebirge ansteht (Abb. 2). Während des Quartärs war der Hochschwarzwald vergletschert. Vor allem aus dem Würm-Glazial gibt es dort viele Zeugen: Moränen, Gletscherschliffe, Kare (der Feldsee ist z. B. ein Karsee) und Rundhöcker (BEZIRKSSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE FREIBURG, Broschüre 3).
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