Usability und Design - Gegenüberstellung zweier Ansätze der Webseitengestaltung

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Details
Autor: Jana Wardag
Fach: Informationswiss., Informationsmanagement
Institution/Hochschule: Fachhochschule Köln (Institut für Informations- und Kommunikationswissenschaft)
Jahr: 2004
Seiten: 132
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 57 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1055 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36223-8
Textauszug (computergeneriert)
Usability und Design - Gegenüberstellung zweier Ansätze zur Webseitengestaltung
Diplomarbeit
Studiengang Informationswirtschaft
Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaft
Fachhochschule Köln
vorgelegt von
Jana Wardag
Am 23.12.2003
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung, Definitionen und Eingrenzung ... 6
1.1. Einleitung ... 7
1.1.1. Zum Aufbau dieser Arbeit ... 8
1.2. Definitionen ... 9
1.2.1. Homepage ... 9
1.2.2. Interface ... 9
1.2.3. Site / Website ... 10
1.2.4. Web Page ... 10
1.3. Eingrenzung des Untersuchungsgebietes ... 11
2. Usability vs. Design ... 12
2.1. Der Usability-Ansatz ... 13
2.1.1. Usability-Testing ... 14
2.1.2. Beispiel für eine Usability-orientierte Webseite: ... 16
2.2. Der Design-Ansatz ... 18
2.2.1. Besonderheiten des Web Design in Abgrenzung zum Grafikdesign ... 19
2.2.2. Beispiel für eine Design-orientierte Webseite ... 22
2.3. Gegenüberstellung der Gestaltungsansätze Usability und Design ... 24
2.3.1. Annäherung der Ansätze ... 27
2.4. Überleitung ... 29
3. Motive der Internetnutzung ... 31
3.1. Einführung ... 32
3.2. Warum wird das Internet genutzt? ... 32
3.3. Wofür wird das Internet genutzt? ... 33
3.4. Was beeinflusst die Nutzung? ... 35
3.4.1. Nutzerspezifische Merkmale ... 37
3.4.2. Zeitpunkt der Nutzung ... 39
3.4.3. Technische Gegebenheiten ... 41
3.4.4. Ort der Nutzung (Zuhause oder am Arbeitsplatz) ... 41
3.4.5. Situative Faktoren ... 42
3.5. Zusammenfassende Betrachtung der Nutzerstrukturen ... 42
3.6. Überleitung ... 43
4. Test der Webangebote von Fernsehsendern ... 45
4.1. Problemfelder ... 46
4.2. Testaufbau ... 47
4.2.1. Testmethode 1 – Web Usability Index (WUI) ... 48
4.2.2. Testmethode 2 – Design-Fragen ... 51
4.3. Testumgebung ... 52
4.3.1. Testpersonen ... 52
4.3.2. Rahmenbedingungen des Testings ... 53
4.3.3. Zu untersuchende Seiten ... 54
4.4. Ziele des Testings ... 56
4.5. Ergebnisse der Untersuchung ... 56
4.6. Wesentliche Ergebnisse der Untersuchung im Gesamtüberblick ... 98
4.6.1. Hypothesen ... 101
4.7. Überleitung ... 102
5. Leistungsfähigkeit der Untersuchungsmethoden ... 103
5.1. WUI ... 104
5.1.1. Instrumentimmanente Kritik ... 104
5.1.2. Anwendungsbezogene Kritik ... 108
5.2. Design-Fragen ... 110
5.3. Zusammenfassung und Überleitung ... 113
6. Abschließende Zusammenfassung und Ausblick ... 115
6.1. Fazit ... 116
6.2. Ausblick ... 119
Anhang ... 120
Literaturverzeichnis ... 121
Internetadressen der untersuchten Websites ... 127
Raster für die Untersuchung der Webangebote ... 128
Glossar ... 130
Abstract
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zwei unterschiedlichen, meist miteinander konkurrierenden Vorgehensweisen bei der Gestaltung von Webseiten: Usability und Design. Diese werden zunächst einzeln vorgestellt und im Hinblick auf abweichende Meinungen, aber auch harmonierende Elemente, miteinander verglichen.
Bei der Debatte um die Relevanz der Ansätze zeigt sich, dass der Nutzer mit seinen Interessen und Intentionen als ausschlaggebendes Element oft vernachlässigt wird. Aus diesem Grund erfolgt im weiteren Verlauf der Arbeit eine Darstellung der Nutzerstrukturen.
Darüber hinaus wird eine Eingrenzung auf die Anbietergruppe der Fernsehsender vorgenommen, da eine umfassende Untersuchung für das gesamte World Wide Web unmöglich durchführbar wäre.
Bisherigen Untersuchungsergebnissen, die im Hinblick auf dieses Thema meist als Diskussionsgrundlage dienen, wird oftmals der Vorwurf einer zu vereinfachenden Ergebnisbildung gemacht. Aus diesem Grunde werden die Ergebnisse eines existierenden Usability-Testverfahrens – des Web Usability Indexes – durch tiefer gehende Fragen eines eigens entwickelten Fragebogens auf Stichhaltigkeit überprüft. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten werden also insgesamt 14 Webseiten mit diesen zwei Testverfahren untersucht und verglichen.
Anhand der Resultate zeigt sich, dass die Kritik an bestehenden Usability-Testverfahren durchaus gerechtfertigt ist und ihnen deshalb nicht ohne Vorbehalt Glauben geschenkt werden sollte. Es werden Empfehlungen zur Optimierung bestehender Verfahren formuliert.
Darüber hinaus werden einige interessante Tendenzen über Nutzervorlieben und deren Erwartungen ersichtlich, doch insgesamt lässt sich verzeichnen, dass Internetnutzer nur bedingt klassifiziert werden können und somit eigentlich keine verallgemeinernden Aussagen über Vorlieben und Abneigungen bezüglich der Webseitengestaltung getroffen werden können. Folglich lässt sich auch keiner der beiden Gestaltungsansätze als relevanter oder gar „richtiger“ definieren.
1. Einleitung, Definitionen und Eingrenzung
Wer’s nicht klar und einfach sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.
(Karl Popper)
1.1. Einleitung
Design oder Usability? Diese Arbeit untersucht und vergleicht die beiden Ansätze der Webseitengestaltung und versucht vor allem die Gründe und Ursachen des bestehenden Konfliktes der Methoden zu hinterfragen. Bereits bei der Recherche nach relevantem Informationsmaterial wird eines deutlich: Die Fronten sind eindeutig geklärt. Auf der einen Seite stehen die Designer, die den Erfolg von Webseiten darin sehen, den Nutzer zu überraschen und sich ihm einzuprägen. Usability-Experten hingegen glauben, eine Webseite ließe sich nur rentabel anbieten, indem man die Wünsche der Kunden möglichst schnell und unkompliziert erfüllt. Vielleicht ist auch eine Annäherung deshalb so schwer, weil nicht einmal die Zielvorgaben beider Parteien dieselben sind. Der erstgenannte Ansatz misst seinen Erfolg wohl nicht in Umsatz oder sonstigen wirtschaftlichen Größen, sondern in Image und Erkennungswert. Nun drängt sich dem Leser wohl schon das nahe Liegende auf: Man kann wohl beiden Seiten zustimmen, ohne darin einen echten Konflikt zu sehen, denn das eine steht fest: Es gibt wohl so viele Intentionen eine Webseite zu betreiben, wie es auch Seiten selbst gibt und diese Ziele muss jeder Anbieter neu und individuell für sich festlegen und verfolgen. In den seltensten Fällen wird „Schwarz“ oder „Weiß“ gewünscht. Es geht wohl in 99% aller Fälle um Seiten, die ein ausgewogenes Verhältnis von beiden Ansätzen beinhalten und in sich vereinen sollten. Die Zweiseitigkeit der Anforderungen ist inzwischen auch den meisten Experten auf beiden Gebieten bewusst geworden. Die Mehrheit der Designer ist sich darüber im Klaren, dass bestimmte Usability-Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind und Usability-Experten wissen auch, dass eine völlig unästhetische Gestaltung, die aber an Nutzerfreundlichkeit nicht zu überbieten ist, auch nicht vom User akzeptiert werden wird. Nur einige wenige, aber dafür sehr populäre Vertreter stilisieren die Diskussion zu einem Glaubenskrieg.
In dieser Arbeit soll es also nicht um ein Entweder-oder gehen, sondern eher um eine Untersuchung der Vor- und Nachteile beider Verfahren und den Versuch einer Annäherung. Hierzu werden die Ansätze vorgestellt und danach ein Vergleich der beiden Methoden angestrebt und besonders die Positionen angesprochen, bei denen gegensätzliche Vorstellungen und Zielsetzungen auftreten, um herauszufinden, wo wirkliches Konfliktpotenzial zu finden ist und evtl. die Möglichkeit zur Angleichung besteht.
Eine wichtige Argumentationsgrundlage für Usability-Experten sind die Ergebnisse von Nutzertests. Eines dieser Testverfahren – der WUI (Web Usability Index) wurde im Rahmen einer Untersuchung von sieben Webseitenpaaren von Fernsehsendern zum Einsatz gebracht. Um sich in der unübersichtlichen Masse der Internetangebote nicht zu verlieren, wurde eine bestimmte Sparte von Internetangeboten herausgegriffen und exemplarisch untersucht, wobei sich die vorliegende Arbeit auf die Angebote von Fernsehsendern beschränkt.
Allerdings stellt sich die Frage, ob solche Testmethoden und deren Vorgehensweisen wirklich aussagekräftige Ergebnisse liefern, oder ob es sich nicht vielmehr um eine Form der Befragung handelt, bei der das Ergebnis gelenkt wurde und somit einseitig ausfällt, da Eindrücke und Gefühle in solch einem Verfahren nur schwer ermittelbar sind. Um hierüber Gewissheit zu erlangen wurden die Ergebnisse des WUI vergleichen mit denjenigen einer weiteren Untersuchung, in der versucht wurde, mit offen gestalteten Fragen die Design-Wahrnehmung zu erfragen. Hier hatten die Testpersonen die Möglichkeit emotionale Empfindungen und Wahrnehmungen zu erwähnen, die evtl. in einem Usability-Testverfahren nicht ermittelt werden würden. Als Abschluss der Arbeit werden die Ergebnisse beider Verfahren verglichen, deren Leistungsfähigkeit kritisch untersucht und daraus Empfehlungen für die Durchführung von Webseitentests abgeleitet.
1.1.1. Zum Aufbau dieser Arbeit
Die vorliegende Arbeit besteht aus einem theoretischen und einem empirischen Teil. Während der theoretische Teil als Hinführung auf die empirische Untersuchung zu verstehen ist und sowohl auf die beiden Gestaltungsansätze allgemein, als auch auf die theoretische Übersicht über Nutzerstrukturen eingeht, wird im empirischen Teil versucht, die theoretischen Grundlagen anhand zweier Testreihen zu konkretisieren.
Zur besseren Lesbarkeit und Orientierung wird in dieser Arbeit das Symbol ► verwendet, welches jeweils hinter dem betreffenden Wort zu finden ist. Das Zeichen deutet daraufhin, dass der betreffende Ausdruck im Glossar, das sich im Anhang dieser Arbeit auf Seite 130 ff. befindet, näher erklärt wird.
Zugunsten einer besseren Lesbarkeit wurde darauf verzichtet, bei Bezeichnungen von Personen und Personengruppen stets auch die weibliche Form zu nennen. Mit „der User“, „der Benutzer“, „der Besucher“ etc. ist immer auch die weibliche Form gemeint.
1.2. Definitionen
In der einschlägigen Literatur kommt es zu unterschiedlicher Nutzung zentraler Begriffe. An dieser Stelle sollen relevante Bezeichnungen, auf denen der folgende Text basiert, einheitlich definiert werden.
1.2.1. Homepage
Als Homepage wird die Seite eines Webauftrittes bezeichnet, die als logischer Einstieg zu den einzelnen Webseiten fungiert.1 Von dieser Seite aus sollte der Nutzer durch den gesamten Webauftritt navigieren können und umgekehrt sollte er von jeder Seite aus mit Hilfe des Buttons Home / Main / Startseite dorthin zurückkehren können.
[...]
1 vgl. Lynch, Patrick; Horton Sarah: Erfolgreiches Webdesign, München (Jacobi) 1999, S.47
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