Möglichkeiten zur Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit in der Schule, dargestellt am Beispiel der aeroben Ausdauer 6-8jähriger Schüler

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Details

Titel: Möglichkeiten zur Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit in der Schule, dargestellt am Beispiel der aeroben Ausdauer 6-8jähriger Schüler
Autor: Andrea Lenz
Fach: Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Institution/Hochschule: Universität Koblenz-Landau (Institut für Sportwissenschaft)
Kategorie: Examensarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 140
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 43  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2470 KB
Archivnummer: V36683
ISBN (E-Book): 978-3-638-36234-4
Anmerkungen :
In dieser Arbeit wird beschrieben, wie ein sinnvolles Ausdauertraining im ersten und zweiten Schuljahr didaktisch gestaltet werden sollte. Dazu werden im Anhang zahlreiche Spiel- und Übungsformen vorgestellt, die sich für diese Altersstufe eignen. Auch zu den weiteren konditionellen und koordinativen Grundfähigkeiten werden dort Übungen für diese Altersgruppe beschrieben.

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit dient der näheren Betrachtung und Untersuchung der aeroben Ausdauer als einem Aspekt zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Kindern im Grundschulalter. Sie beschäftigt sich eingehend mit der Frage, wie das Training der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit für Kinder der ersten beiden Schuljahre interessant und effektiv gestaltet werden kann, um die jungen Sportler in der Schule wie auch außerhalb zum gesundheitsfördernden Sporttreiben zu motivieren. Die aerobe Ausdauer als wichtiger Bestandteil sportlicher Betätigung steht bereits sehr lange im Fokus der sportwissenschaftlichen Forschung und wird von den verschiedenen Disziplinen der Sportwissenschaft untersucht. Entsprechend vielfältig ist Literatur zu diesem Thema vorhanden. Das Ausdauertraining mit Kindern wird darin jedoch meist unter leistungssportlichen Aspekten betrachtet. Die vorliegende Arbeit hingegen setzt sich mit schulischer, das heißt breitensportlicher Ausdauerförderung auseinander. Im ersten Kapitel wird zunächst die körperliche Leistungsfähigkeit definiert, anschließend werden ihre Komponenten sowie deren Bedeutung für die Grundschule beschrieben und durch Trainingsbeispiele im Anhang ergänzt. Den Abschluss bildet ein Überblick über die Faktoren, welche die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflussen und wie sich dies auf den Menschen auswirkt. Das zweite Kapitel besteht aus einer näheren Betrachtung der aeroben Ausdauer. Nach der einleitenden Definition folgt eine Beschreibung der während einer Ausdauerbelastung ablaufenden physiologisch relevanten Prozesse der Energiebereitstellung mit dem Schwerpunkt der Energiebreitstellung im Muskel und des Sauerstofftransports im kardio-pulmonalen System. Danach werden die Anpassungen des Organismus an Ausdauerbelastungen mit dem gleichen Schwerpunkt untersucht. Wie die aerobe Ausdauer in der Grundschule gefördert werden kann, wird im dritten Kapitel abschließend dargestellt. Nach einer Begründung der Eignung des Ausdauertrainings in der Primarstufe – unter Berücksichtigung biologischer, psychischer und bildungspolitischer Faktoren - werden Grundgedanken zur Gestaltung eines solchen Trainings hinsichtlich Unterrichtsprinzipien, Belastungsmethode, Testverfahren und Motivation formuliert und in Vorschlägen zur Integration der Ausdauer innerhalb eines ganzen Schuljahres angewendet.

Textauszug (computergeneriert)

Wissenschaftliche Prüfungsarbeit

gemäß § 12 der Landesverordnung über die Erste Staatsprüfung für das
Lehramt an Grund- und Hauptschulen vom 16.06.1982, in der derzeit
gültigen Fassung

der Kandidatin: 

Andrea Lenz

der Universität Koblenz – Landau in Koblenz - Fach: Sport

Thema: 

Möglichkeiten zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit in der Schule,
dargestellt am Beispiel der aeroben Ausdauer von 6-8jährigen Kindern

Abgabedatum: 25.01.2005

 

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG ... 3

1 KÖRPERLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT ... 5
1.1 Definition ... 5
1.2 Komponenten  ... 6
1.2.1 Konditionelle Grundfähigkeiten ... 6
1.2.2 Koordinative Grundfähigkeiten  ... 10
1.3 Einflussfaktoren und Auswirkungen ... 17
1.4 Zusammenfassende Übersicht: Körperliche Leistungsfähigkeit  ... 20

2 ALLGEMEINE AEROBE AUSDAUER  ... 22
2.1 Definition ... 22
2.2 Physiologisch relevante Prozesse der Energiebereitstellung bei Ausdauerbelastung ... 24
2.2.1 Energiebereitstellung im Muskel ... 24
2.2.2 Sauerstoffgewinnung und -transport im kardio-pulmonalen System ... 34
2.2.3 Regeneration nach der Ausdauerbelastung ... 39
2.3 Adaptationserscheinungen im Organismus ... 41
2.3.1 Energiebereitstellung im Muskel ... 41
2.3.2 Herz-Kreislauf-System ... 43
2.4 Zusammenfassende Übersicht: Aerobe Ausdauer  ... 48

3 FÖRDERUNG DER AEROBEN AUSDAUER IN DER GRUNDSCHULE ... 52
3.1 Gründe für eine Förderung ... 52
3.1.1 Voraussetzungen der Kinder  ... 52
3.1.2 Auftrag der Schule  ... 54
3.1.3 Auswirkungen auf die Psyche ... 55
3.1.4 Auswirkungen auf das Lernen  ... 57
3.2 Förderung im Sportunterricht des 1. und 2. Schuljahres  ... 58
3.2.1 Grundsätzliche Prinzipien der Unterrichtsgestaltung  ... 58
3.2.2 Wahl der Belastungsmethode  ... 62
3.2.3 Testverfahren zur Überprüfung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit ... 66
3.2.4 Motivationsanreize ... 70
3.2.5 Vorschläge zur Förderung der aeroben Ausdauer im Verlauf eines Schuljahres  ... 73
3.3 Möglichkeiten der Förderung außerhalb des Sportunterrichts ... 88
3.4 Zusammenfassende Übersicht: Förderung der aeroben Ausdauer in der Grundschule  ... 94

4. FAZIT  ... 98

LITERATURVERZEICHNIS  ... 99

ANHANG ... I-XXXIV

 

Vorwort

Die Möglichkeiten zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch aerobes Ausdauertraining sind für mich aus verschiedenen Gründen als Thema meiner Prüfungsarbeit interessant.

Zum einen betreibe ich in meiner Freizeit selbst Ausdauersport und kann dessen wohltuende Effekte auf Körper und Geist immer wieder neu erfahren. Vor allem nach langem Sitzen am Schreibtisch lockert Ausdauerbelastung die verspannte Muskulatur und befreit das Gehirn von Denkblockaden. Neben den gesundheitlichen Vorteilen, die durch Ausdauertraining hervorgerufen werden, finde ich diese beiden Aspekte besonders wichtig. Auch Kinder im Grundschulalter sollten davon profitieren können. Daher ist es meiner Meinung nach von großer Bedeutung, ihnen die Grundlagen des Trainings zu vermitteln und sie so zu einem bewegten Leben zu ermutigen. 

Als Übungsleiterin des Kinderturnens in unserem Sportverein weiß ich aber auch, dass die Kinder für Ausdauerbelastungen trotz der positiven Auswirkungen nicht sehr zu begeistern sind, wenn es dabei um Dauerläufe geht. Das Finden von Möglichkeiten für ein kindgerechtes Ausdauertraining ist deshalb von besonderem Interesse für mich, nicht zuletzt weil ich sie in der Praxis direkt umsetzen kann.

Einleitung

Die vorliegende Arbeit dient der näheren Betrachtung und Untersuchung der aeroben Ausdauer als einem Aspekt zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Kindern im Grundschulalter. Sie beschäftigt sich eingehend mit der Frage, wie das Training der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit für Kinder der ersten beiden Schuljahre interessant und effektiv gestaltet werden kann, um die jungen Sportler in der Schule wie auch außerhalb zum gesundheitsfördernden Sporttreiben zu motivieren.

Die aerobe Ausdauer als wichtiger Bestandteil sportlicher Betätigung steht bereits sehr lange im Fokus der sportwissenschaftlichen Forschung und wird von den verschiedenen Disziplinen der Sportwissenschaft, vor allem der Sportmedizin und Trainingswissenschaft, untersucht.
Entsprechend vielfältig ist Literatur zu diesem Thema vorhanden. Das Ausdauertraining mit Kindern wird darin jedoch meist unter leistungssportlichen Aspekten betrachtet.
Die vorliegende Arbeit hingegen setzt sich mit schulischer, das heißt breitensportlicher Ausdauerförderung auseinander.

Im ersten Kapitel wird zunächst die körperliche Leistungsfähigkeit definiert, anschließend werden ihre Komponenten sowie deren Bedeutung für die Grundschule beschrieben und durch Trainingsbeispiele im Anhang ergänzt. Den Abschluss bildet ein Überblick über die Faktoren, welche die körperliche Leistungsfähigkeit beeinflussen und wie sich dies auf den Menschen auswirkt.

Das zweite Kapitel besteht aus einer näheren Betrachtung der aeroben Ausdauer. Nach der einleitenden Definition folgt eine Beschreibung der während einer Ausdauerbelastung ablaufenden physiologisch relevanten Prozesse der Energiebereitstellung mit dem Schwerpunkt der Energiebreitstellung im Muskel und des Sauerstofftransports im kardiopulmonalen System. Danach werden die Anpassungen des Organismus an Ausdauerbelastungen mit dem gleichen Schwerpunkt untersucht.

Wie die aerobe Ausdauer in der Grundschule gefördert werden kann, wird im dritten Kapitel abschließend dargestellt. Nach einer Begründung der Eignung des Ausdauertrainings in der Primarstufe – unter Berücksichtigung biologischer, psychischer und bildungspolitischer Faktoren - werden Grundgedanken zur Gestaltung eines solchen Trainings hinsichtlich Unterrichtsprinzipien, Belastungsmethode, Testverfahren und Motivation formuliert und in Vorschlägen zur Integration der Ausdauer innerhalb eines ganzen Schuljahres angewendet. Zum Schluss wird auf Möglichkeiten zur Förderung der Ausdauer außerhalb des Sportunterrichts hingewiesen.

1 Körperliche Leistungsfähigkeit

1.1 Definition

In der Literatur finden sich verschiedene Definitionen der körperlichen Leistungsfähigkeit:
BLASER/WALTHER1 verstehen darunter „eine in der Lerntätigkeit und durch körperliche Entwicklung entstandene zeitweilig habituelle Funktionspotenz“, während HIRTZ2 sie als einen „funktionellen Zustand des physiologischen und sensomotorischen Systems“ beschreibt, der „an die Leistungsbereitschaft gebunden ist“.

Die Leistungsfähigkeit an sich wird von HAAG/HAAG definiert als „Fähigkeit des Menschen, Leistung zu erbringen“3, wobei mit ‚Leistung’ „meistern einer motorischen Aufgabe“ sowie „Prozess und erreichbares Ergebnis sportlicher Aktivitäten“4 gemeint ist.

Die körperliche Leistungsfähigkeit lässt sich demnach zusammenfassend definieren als einen durch Lerntätigkeit und Entwicklung beeinflussten funktionellen Zustand des physiologischen und sensomotorischen Systems, der an die Leistungsbereitschaft gebunden ist und angibt, inwieweit ein Mensch in der Lage ist, motorische Aufgaben zu meistern.

[....]


1 Zitiert in KOPELMANN, P. (2000) S. 23

2 Zitiert in KOPELMANN, P. (2000) S. 24

3 HAAG / HAAG (2003) S. 359

4 HAAG / HAAG (2003) S. 358

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