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Autor: Constanze Kreutzberg
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Tags: Realisierung, Marketings, Anbieter
Jahr: 2005
Seiten: 16
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 29 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 227 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36339-6
Textauszug (computergeneriert)
Realisierung eines lokalen Marketings
internationaler Anbieter
von: Constanze Kreutzberg
6. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangssituation 1
2. Notwendigkeit von Differenzierung 2
3. Anpassung der Werbung 2
3.1. freiwillige Anpassungen 2
3.1.1. Sprache 2
3.1.2. Symbolik 3
3.1.3. Farben 4
3.1.4. Religion 4
3.2. Zwingende Anpassungen 5
4. Produktanpassung 5
4.1. Produktkern 5
4.1.1. Zwingende Produktkernanpassungen 6
4.1.1.1. Regierungsregulationen 6
4.1.1.2. Elektronische Standards 6
4.1.1.3. Maßeinheiten 7
4.1.2. Freiwillige Produktkernanpassung 7
4.1.2.1. Umweltbedingungen 7
4.1.2.2. Physische Beschaffenheit 8
4.1.2.3. Verbrauchergewohnheiten 8
4.2. Produktname 9
4.3. Verpackung 9
4.3.1. Zwingende Anpassungen der Verpackung 10
4.3.2. Freiwillige Anpassungen der Verpackung 10
5. Produktinnovation 11
6. Kulturfreie vs. kulturgebundene Produkte 11
7. Fazit 12
8. Quellenverzeichnis 13
1. Ausgangssituation
Ein wichtiges Charakteristikum heutiger Märkte ist ihre starke Sättigung. Etwa dreiviertel aller Märkte weltweit, besonders in den Industriestaaten, gelten als gesättigt. Dadurch herrscht ein starker Konkurrenzdruck zwischen Anbietern ausgereifter, weitgehend identischer Produkte. Der eigene Marktanteil kann nur noch auf Kosten anderer Unternehmen ausgeweitet werden.1 International agierenden Unternehmen stellt sich die Frage, ob sie sich für eine Standardisierung oder eine Differenzierung ihres Marketings entscheiden, um auf den umkämpften Märkten erfolgreich zu sein.2
Der Standardisierungsansatz stellt den traditionellen Glauben an einen heterogenen Markt und den daraus resultierenden Differenzierungsansatz in Frage. Gemäß des Standardisierungsansatzes haben sich durch eine bessere und schnellere Kommunikation Kunst, der Zugang zu Medien, Geschmacksrichtungen, Ansichten, religiöse Überzeugungen, Kulturen, Lebensbedingungen, Sprachen und dadurch letztendlich die Werbung und die Produkte weltweit angenähert. Bei allen Unterschieden zwischen den Menschen, seien doch die grundlegenden körperlichen und psychischen Bedürfnisse gleich. Daher hänge der Erfolg eines Produktes und dessen Werbung weniger von der Geografie eines Landes ab, sondern viel mehr von (gemeinsamen) Motivationsmustern der Menschen.3 Darüber hinaus bringt eine Standardisierung des Marketings erhebliche Vorteile mit sich. Derartige Vorteile sind zum Beispiel die Erzielung eines globalen Images, Nutzung von länderübergreifenden Ressourcen aber insbesondere Kostenvorteile. Einsparmöglichkeiten ergeben sich hauptsächlich in der Produktion (economy of scale) und in der Werbemittelgestaltung.4 Im Rahmen dieser Hausarbeit soll nun anhand zweier Komponenten des Marketing- Mix, Produktpolitik und Kommunikationspolitik5, gezeigt werden, warum international agierende Unternehmen trotz der aufgezeigten Vorteile eines standardisierten Marketings, darüber hinaus auch differenzieren und somit lokales Marketing betreiben.
2. Notwendigkeit von Differenzierung
Aufgrund der Tatsache, dass die Märkte heterogen sind d.h. dass sie sich hinsichtlich bestimmter Merkmale wie z.B. Kultur, Weltanschauung, Geschmäcker oder religiöser Überzeugungen unterscheiden6 – worauf im Folgenden noch näher eingegangen wird –, kann durch die fehlende Kenntnis fremder Märkte und die fehlende Anpassung von Produkten oder einer Werbebotschaft an diese Märkte, der Kommunikationsprozess erheblich gestört werden und damit die Effizienz des Marketings gemindert werden. Zwar sind die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen in verschiedenen Ländern die gleichen7, jedoch ist die Art und Weise, wie man diese befriedigt, aufgrund kultureller Unterschiede verschieden. Daher ist es oft nötig Produkte und Werbung länderspezifisch zu differenzieren.8
3. Anpassung der Werbung
Bei einer Anpassung der Werbung an länderspezifische Gegebenheiten ist zwischen zwingenden Anpassungen, wie rechtlichen Beschränkungen, und freiwilligen Anpassungen zu unterscheiden. Die freiwilligen Anpassungen, wie Anpassungen in Sprache, Symbolik, Farben, religiösen Bezügen etc. sind nötig, damit die Werbebotschaft den Empfänger erreicht und er diese auch versteht.
3.1. freiwillige Anpassungen
3.1.1. Sprache
Die Sprache - es gibt mehr als 6000 Sprachen weltweit10 - stellt die größte Kommunikationsbarriere in der Werbemittelgestaltung dar. Beispiele, in denen falsche Übersetzungen oder unbeachtete Differenzen in der Bedeutung eines Begriffs in anderen Sprachen für Verwirrung, Unverständnis oder sogar Able hnung sorgten, sind zur Genüge bekannt.11 So wurden Reisende auf einem dänischen Flughafen mit einem Werbeplakat verwirrt, auf dem zu lesen war: „We take your baggage and send it in all directions!“. Ganz banal scheint dagegen die Notwendigkeit zur Differenzierung aufgrund des unterschiedlichen Platzbedarfes zum Ausdrücken eines Sachverhaltes. Das Englische benötigt meist die wenigsten Wörter, im Französischen ist mit etwa einem Drittel mehr zu rechnen. Dies kann unter Umständen ein Anzeigelayout zerstören.13 Dafür bietet das Chinesische oder das Französische wesentlich mehr Feinheiten um leichte Nuancen in Situationen und Gefühlen zum Ausdruck zu bringen, die ins Englische nicht übertragen werden können.14
3.1.2. Symbolik
[...]
1 vgl. Kroeber- Riehl, W./ Esch, F.-R. (2000) S. 18
2 vgl. Kloss, I. (2003) S. 366
3 vgl. Onkvisit, S./ Shaw, J.J. (2004) S. 457
4 vgl. Onkvisit, S./ Shaw, J.J. (2004) S. 457
5 Der Begriff „Kommunikationspolitik“ ist in dieser Arbeit nur auf Werbung beschränkt. Verkaufsförderung, Public Relations und Sponsoring werden nicht berücksichtigt.
6 vgl. Jain, C.J. (2001) S. 391, Quack, H. (1995) S. 76
7 so die Vertreter des Standardisierungsansatzes, vgl. 1. Ausgangssituation
8 vgl. Geier, Ph. (1986) S. 24; Keegan, W.J./ Green, M.C. (2003) S. 502; de Mooij, M./ Hofstede, G. (2002) S. 63
9 vgl. Keegan, W.J./ Green, M.C. (2003) S. 527ff
10 vgl. Onkvisit, S./ Shaw, J.J. (2004) S. 160
11 vgl. Kotler, P./ Bliemel, F. (2001) S. 641
12 vgl. Joensen, S. (1997) zitiert nach Hollensen, S. (2001) S. 518
13 vgl. Kloss, I. (2003) S. 247; Wells, W./ Burnett, J./ Moriarty, S. (1995) S. 748
14 vgl. Kloss, I. (2003) S. 247; de Mooij, M. (1994) S. 255
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