Geschlechtsspezifische Sozialisation

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Details

Titel: Geschlechtsspezifische Sozialisation
Autor: Mandy Hibbeler
Fach: Pädagogik - Päd. Soziologie
Veranstaltung: Vordiplomsprüfung
Institution/Hochschule: Hochschule Vechta (Institut für Erziehungswissenschaften)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: gut
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 209 KB
Archivnummer: V3684
ISBN (E-Book): 978-3-638-12274-0

Textauszug (computergeneriert)

 

Geschlechtsspezifische Sozialisation

von

Mandy Hibbeler

 

Gliederung

1. Einleitung

2. Sozialisation

2.1. Begriff
2.2. Die Rolle des Geschlechts als Teil der Persönlichkeit

3. Die Geschichte der Erziehungsratschläge von damals bis heute

4. Typisch männlich, typisch weiblich

4.1. Überblick über die Ergebnisse der empirischen Forschung
4.1.1. Sozialverhalten
4.1.2. Kognitive Fähigkeiten
4.1.3. Spezifische Eigenschaften der Geschlechter
4.1.4. Fazit

4.2. Die Rolle der Erziehung
4.2.1. Der Einfluss von Sozialisationsinstanzen
4.2.2. Die Familie
4.2.3. Öffentliche Einrichtungen

5. Geschlechtsspezifische Erziehung in verschiedenen Entwicklungsphasen
5.1. Neugeborenenstadium
5.2. Säuglingsalter
5.3. Kleinkindalter
5.4. Vorschulalter

6. Zusammenfassung und Resümee

7. Literaturverzeichnis

 

1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit der Diskussion um Unterschiede zwischen Mann und Frau, bzw. Mädchen und Jungen auseinander setzen. Leider geht diese Diskussion meistens einher mit der Abwertung des weiblichen und der Aufwertung des männlichen Geschlechts.
Mich interessiert hier ganz besonders die Frage, was ein Mädchen zu einer "weiblichen" Frau macht und was einen Jungen dazu bringt, sich "wie ein richtiger Mann" zu benehmen oder auch nicht. Erziehen wir es unseren Kindern an? Ist das alles eine Frage des biologischen Geschlechts? Oder doch eine Mischung aus beiden Faktoren? Im Folgenden möchte ich mich mit diesen Fragen beschäftigen.

2. Sozialisation

2.1. Begriffsklärung

Zu Beginn scheint es mir sinnvoll, Sozialisation als solches darzustellen. Helga Bilden gibt in ihrem Text folgende Definition:

Sozialisation oder Entwicklung verstehe ich als den Prozess, in dem aus einem Neugeborenen ein in seiner Gesellschaft handlungsfähiges Subjekt wird (und bleibt). Sie findet statt, indem das sich bildende Individuum zunehmend aktiv teilhat an den sozialen Praktiken, in denen sich die Gesellschaft produziert und verändert. (vgl.: Bilden, in Hurrelmann/Ulrich, S. 279)

Die Microsoft Encarta 2001 als universelles Nachschlagewerk gibt unter dem Stichwort "Sozialisation" folgende Erklärung:

Sozialisation, auch Sozialisierung oder Vergesellschaftung, Bezeichnung für den Prozess der Eingliederung eines Menschen in eine soziale Gruppe bzw. in die Gesellschaft. In diesem Sozialisationsprozess werden die Verhaltensweisen erlernt, die das Individuum zur Erfüllung sozialer Rollen und zum Erwerb seiner kulturellen Identität benötigt. In der auch als primäre Sozialisation bezeichneten frühkindlichen Sozialisation werden bereits unbewusst grundlegende Verhaltensweisen für die Entwicklung des Menschen zu einer soziokulturellen Persönlichkeit erlernt. Als bewusst erziehende Sozialisations- instanzen gelten Familie, Schule, Betrieb und andere gesellschaftliche Institutionen.

Beide Definitionen sagen also, dass es für das Individuum darum geht, eine Persönlichkeit zu entwickeln. Als allgemein psychologischer Begriff meint Persönlichkeit die Summe der Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster einer Person, also das, was die einzelne Person ausmacht, sie von anderen Menschen unterscheidet. (vgl. Microsoft Encarta 2001, Stichwort "Persönlichkeit")
Dies möchte ich als Grundlage für meine weiteren Darstellungen nehmen.

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