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Details

Institut: VWA Arnsberg
Tags: Innerbetriebliche, Leistungsverrechnung
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 18
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 230 KB
Archivnummer: V36917
ISBN (E-Book): 978-3-638-36419-5

Textauszug (computergeneriert)

Innerbetriebliche Leistungsverrechnung

von: Katja Krämer

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

2. Begriff und Abgrenzung innerbetrieblicher Leistungen  2

3. Verfahren der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung  5

3.1 Nicht-exakte Verfahren ohne Hilfskostenstellen 6

3.1.1 Kostenartenverfahren  6
3.1.2 Kostenstellenausgleichsverfahren 7
3.1.3 Kostenträgerverfahren 8

3.2 Nicht-exakte Verfahren mit Hilfskostenstellen 9

3.2.1 Anbauverfahren  9
3.2.2 Stufenleiterverfahren  10

3.3 Exakte Verfahren mit Hilfskostenstellen 11

3.3.1 Simultanes Gleichungsverfahren 11
3.3.2 Iterationsverfahren  12

4. Fazit  13

Literaturverzeichnis 14
 

 

1. Einleitung

Die Kosten- und Leistungsrechnung als Teilgebiet des internen Rechnungswesens dient als Instrument zur mengen- und wertmäßigen Erfassung des Verzehrs von Produktionsfaktoren und der Leistungserstellung.1 Eine saubere und korrekte Kalkulation ist für ein marktwirtschaftlich orientiertes Unternehmen unerlässlich. Nach dem Verursacherprinzip versucht man mit Hilfe der gewonnenen Informationen die Kosten möglichst genau den Kostenträgern zuzurechnen, wodurch eine Erfolgsermittlung einzelner Produkte oder des gesamten Sortiments sowie eine Rentabilitätskontrolle gewährleistet werden und letztendlich eine Entscheidung auf der Basis dieser Daten getroffen werden kann.2 Dafür ist zunächst erforderlich, dass die Kosten- und Leistungsrechnung innerhalb der Kostenartenrechnung herausstellt, welche Produktionsfaktoren in der betrachteten Periode verbraucht bzw. in Anspruch genommen wurden, um dann im Rahmen der Kostenstellenrechnung Auskunft darüber geben zu können, wo und in welcher Höhe innerhalb des Betriebes den Endprodukten nicht zurechenbare Kosten entstanden sind. Die in der Kostenartenrechnung ermittelten Kosten können aber nur unter der Berücksichtigung, dass Kostenstellen sowohl Leistungen für den Absatzmarkt erbringen, als auch solche, die wieder im Betriebsprozess eingesetzt werden, sinnvoll diesen zugerechnet werden. Anschließend ist durch die Kostenträgerrechnung eine Verteilung der angefallenen Kosten auf die einzelnen Leistungen möglich.3

Über die Art und Weise der Verrechnung der in der Kostenartenrechnung erfassten innerbetrieblichen Leistungen muss eine Entscheidung getroffen werden. Diesbezüglich wurden unterschiedliche Verfahren und Methoden entwickelt, die sich in verschiedenen Punkten, wie z.B. der Handhabung, der Genauigkeit ihrer Ergebnisse und dem zu ihrer Durchführung nötigen Arbeitsaufwand, voneinander unterscheiden. Im Rahmen dieser Hausarbeit werden neben einer Charakterisierung innerbetrieblicher Leistungen mögliche Verrechnungsverfahren vorgestellt und bewertet.

2. Begriff und Abgrenzung innerbetrieblicher Leistungen

Ein Betrieb erstellt in aller Regel neben seinen marktorientierten Leistungen, sog. Markt- oder Absatzleistungen, auch Leistungen, die innerhalb des Betriebes wieder verbraucht werden. Diese werden in der Literatur „innerbetriebliche Leistungen“ genannt, wobei es sich sowohl um materielle als auch immaterielle Leistungen handeln kann.4

Der Begriff der derivativen Produktionsfaktoren wird von einigen Autoren mit den innerbetrieblichen Leistungen gleichgesetzt, wohingegen Produktionsfaktoren, die vom Beschaffungsmarkt bezogen und unverändert in die Produktion eingehen als originäre Produktionsfaktoren bezeichnet werden. Die Primärkosten einer Unternehmung bzw. einer Kostenstelle, welche im Rahmen der primären Grundrechnung erfasst werden, entsprechen somit dem bewerteten Verzehr originärer Produktionsfaktoren, die Sekundärkosten dem mit Hilfe von Verrechnungspreisen bewerteten Verzehr der derivativen Produktionsfaktoren. Die sekundären Kosten gehen in die sekundäre Grundrechnung ein, in der dann die innerbetriebliche Leistungsverrechnung erfolgt.5 Vor allem die Hilfskostenstellen, auch Vorkosten- oder Nebenkostenstellen genannt, sind es, die innerbetriebliche Leistungen erstellen. Aber auch Hauptkostenstellen erbringen u.U. Leistungen für andere Kostenstellen, insbesondere dann, wenn es zum Eigenverbrauch von Zwischen- oder Endprodukten kommt.6 Im Allgemeinen lassen sich innerbetriebliche Leistungen in aktivierbar und nicht aktivierbar einteilen. Können innerbetriebliche Leistungen über mehrere Rechnungsperioden hinweg genutzt werden, so handelt es sich um aktivierbare Leistungen, z.B. Gebäude, Anlagen und Werkzeuge. Diese Eigenleistungen werden wie Außenaufträge als Kostenträger kalkuliert und in der Bilanz zu Herstellkosten aktiviert, wodurch die leistenden Kostenstellen entlastet werden. Die durch die Nutzung dieser Leistungen entstehenden Kosten in den Folgeperioden gehen dann in die Kostenrechnung der entsprechenden Periode ein.7

Viele innerbetriebliche Leistungen sind aber nicht aktivierungsfähig, weil sie in der Rechnungsperiode, in der sie erstellt werden, auch verbraucht werden. Sie müssen dann in der Periode ihrer Entstehung als Kosten verrechnet werden, was als innerbetriebliche Leistungsverrechnung bezeichnet wird. Dabei treten allerdings Schwierigkeiten auf, weil die Anzahl der sich beliefernden Kostenstellen schwankt und der Leistungsaustausch regelmäßig oder auch unregelmäßig erfolgen kann. 8

[...]


1 vgl. Hummel/ Männel (1990), S. 7f.

2 vgl. Wöhe/ Döring (1996), S. 1277

3 vgl. Zimmermann (1998), S. 27, 67

4 vgl. Haberstock/ Breithecker (1998), S. 141

5 vgl. Schweitzer/ Küpper (1991), S. 169

6 vgl. Coenenberg (1993), S. 81

7 vgl. Hummel/ Männel (1990), S. 193

8 vgl. Olfert (1999), Kostenrechnung, S. 165

Kommentare

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