Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Anonym
Fach: Romanistik - Italienische u. Sard. Sprache, Literatur, Landeskunde
Details
Tags: Roberto, Benigni, Leben
Jahr: 2000
Seiten: 21
Note: 1,5
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 134 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12281-8
Textauszug (computergeneriert)
Roberto Benigni - Das Leben ist schön
I. Einleitung S. 3
II. Zum Problem der Darstellung der Shoah im Film S. 4
III. Roberto Benignis: "La vita è bella" S. 7
III.1. Inhaltsangabe S. 7
III.2. Eine Komödie Im Konzentrationslager? S. 9
IV. Analyse von "La vita è bella" S. 12
IV.1. Komische und burleske Elemente S. 12
IV.2. Elemente des Märchens S. 14
IV.3. Zur Darstellung des Faschismus S. 16
V. Schlußwort S. 18
Bibliographie S. 20
I. Einleitung
"For the last three months, I have had a recurring nightmare. Somehow, I am sitting in the audience at the Academy Awards ceremony. Two glamorous figures (...) stand at the podium. They are about to announce the award for "Best Foreign Language Film". The hall falls silent. "And the winner is..." They pause; the suspense slowly builds. "Life is Beautiful, Roberto Benigni, director". The crowd goes wild. I wake up screaming . . ." (Stuart Liebman)
1999 wurde dieser Alptraum eines amerikanischen Filmrezensenten wahr. "La vita è bella", in Italien der nach "Titanic" erfolgreichste Film des Jahres 1997, wurde in den beiden darauffolgenden Jahren von zahlreichen internationalen Filmjurys mit Preisen überhäuft: er erhielt 1998 in Cannes den Großen Preis der Jury, in Jerusalem den "Jewish Experience Award und ein Jahr danach schließlich drei Oscars des Academy Award .
In zahlreichen Ländern waren vor der Premiere Sondervorführungen anberaumt worden, um die Meinungen der jüdischen Gemeinden einzuholen; die Reaktionen fielen durchweg positiv aus. Selbst der Vorsitzende der amerikanischen Anti Defamation League , Abraham Foxman, ein Überlebender der Shoah, lobte Benignis Film. Er hatte die Idee einer Komödie im Konzentrationslager für so abstoßend gehalten, daß er sich zunächst weigerte, ihn anzuschauen, änderte aber nach der Vorführung seine Meinung:
" The film is so poignant, it is so sensitive, it is so informed by creative genius (...) I give it a whole-hearted endorsement."
Trotz - oder gerade wegen - dieses weitgehend positiven Echos löste "La vita è bella" auch zahlreiche Kontroversen aus. Die Zitate Foxmans und Liebmans (als einem entschiedenen Gegner von Holocaust-Filmen) stehen für zwei unterschiedliche Positionen im breiten Spektrum der Meinungen zu "La vita è bella", die sich - wie im folgenden Abschnitt erläutert werden soll - in ähnlicher Form schon in den Diskussionen über frühere Holocaust- Verfilmungen ausmachen ließen und die die Probleme einer filmischen Umsetzung der Shoah verdeutlichen. Anschließend soll anhand der Darstellung der charakteristischen Elemente von Benignis Film untersucht werden, welche Antworten er auf diese Probleme gibt.
II. Zum Problem der Darstellung der Shoah im Film
Bald nach dem Ende des Holocaust setzte die Diskussion über die Art seiner Darstellung in der Literatur ein. Die Autoren, die zu den Überlebenden der Vernichtungslager gehörten, standen vor dem Dilemma, Zeugnis abzulegen für Erlebnisse, deren Ausmaß an Schrecken den Gebrauch jeder tradierten literarischen Form von vornherein ausschlossen. Neben authentischen Zeugenberichten entstand so eine neue Art von Literatur, deren Ziel es war, eine Form zu finden, die den Erlebnissen in den Vernichtungslagern möglichst gerecht werden sollte.
[...]
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: