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Autor: Jochen Ade
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Tags: Gegenstand, Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Activity, Based, Costing, Prozesskostenrechnung, Horvath, Rahmen, Gemeinkostenmanagements
Jahr: 2004
Seiten: 31
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1187 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36491-1
ISBN (Buch): 978-3-638-70509-7
Dieser Studienarbeit habe ich im November 2004 an der Berufsakademie Stuttgart eingereicht. Die Arbeit wurde mit der Note "sehr gut" (1,3) bewertet. Viel Spaß beim Download!!
Zusammenfassung / Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sehr praxisorientiert mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden des Activity Based Costing und dessen hierzulande als Prozesskostenrechnung bekanntgewordener Variante. Im Rahmen dieser Studienarbeit wurden Vorteile und Problematiken beider Systeme der Vollkostenrechnung hinreichend analysiert und aufgezeigt.
Textauszug (computergeneriert)
Berufsakademie Stuttgart
Fachbereich Wirtschaft / Fachrichtung Handel
Gegenstand, Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Activity Based Costing und der
Prozesskostenrechnung nach Horváth im Rahmen des Gemeinkostenmanagements
vorgelegt am 29. November 2004
Ausbildungsbereich: Wirtschaft
Studienjahrgang: 2002 / Studienhalbjahr: 5
Von Jochen Ade
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Activity Based Costing und Prozesskostenrechnung 2
2.1 Hintergründe prozessorientierter Kostenrechnungssysteme 2
2.2 Entwicklung des ABC 3
2.3 Entwicklung der PKR im deutschsprachigen Raum 4
3. Gegenstand und Funktionsweise prozessorientierter Kostenrechnungssysteme.5
3.1 Activity Based Costing (ABC) 5
3.1.1 Das ABC als Teil eines Kostenrechnungssystems 5
3.1.2 Zielsetzungen des ABC 7
3.1.3 Aufbau des ABC 8
3.2 Prozesskostenrechnung (PKR) nach Horváth 12
3.2.1 Die PKR als Teil eines Kostenrechnungssystems 13
3.2.2 Zielsetzungen der PKR 13
3.2.3 Aufbau der PKR 15
4. Kritische Würdigung prozessorientierter Kostenrechnungssysteme 18
5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von ABC und PKR 20
5.1 Gemeinsamkeiten 20
5.2 Unterschiede der Systeme 20
6. Fazit 23
Anhang 24
Abbildungen 24
Literaturverzeichnis 28
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Systeme der Rechnungslegung (siehe S. 24)
Abb. 2: Aufbau und Ablauf des ABC nach Cooper und Kaplan (siehe S.
Abb. 3: Aktivitäten und Prozesskostentreiber (siehe S. 25)
Abb. 4: Ablaufschritte zur Einführung der Prozesskostenrechnung (siehe
Abb. 5: Prinzip der Hauptprozessverdichtung (siehe S. 26)
Abb. 6: Anwendungsbereiche verschiedener prozessorientierter Kostenrechnungskonzeptionen (siehe S. 26)
Abb. 7: Unterschiede zwischen ABC und PKR (siehe S. 27)
1. Einleitung
Spätestens seit der Veröffentlichung des Artikels „Prozesskostenrechnung - Der neue Weg zu mehr Kostentransparenz und wirkungsvolleren Unternehmensstrategien“1 im Jahre 1989 wird in der deutschen Unternehmenspraxis intensiv über prozessorientierte Kostenrechnungssysteme und deren Nutzen diskutiert.
Die Autoren Horváth und Mayer entwickelten mit der Prozesskostenrechnung eine „auf den Gedanken von Cooper und Kaplan basierende Konzeption, die auf der traditionellen deutschen Kostenarten- und Kostenstellenrechnung aufbaut“.2 Die Ursprünge aller auf Prozessen basierenden Kostenrechnungssysteme liegen jedoch in den USA und werden dort im Allgemeinen unter dem Begriff „Activity Based Costing“ zusammengefasst.
Ausgangspunkt zur Entwicklung prozessorientierter Kostenrechnungsmethoden war die zunehmende Unzufriedenheit der Industriebetriebe mit den Ergebnissen der traditionellen Kostenrechnung. Da die Verfahren der Voll- bzw. Teilkostenrechnung, die einer Produkteinheit direkt zurechenbaren variablen Einzelkosten in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellen, und sämtliche Gemeinkosten anhand von prozentualen Gemeinkostenzuschlagsätzen auf Produkte geschlüsselt bzw. mit Deckungsbeiträgen verrechnet werden, können die anfallenden Gemeinkosten nicht auf ihre Ursache und Herkunft hin untersucht werden. Folglich ist eine willkürfreie Zuordnung der zunächst fixen Gemeinkosten auf einzelne Kostenträger nach dem Verursachungsprinzip unmöglich. Bedingt durch eine in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende Verschiebung der Kostenstruktur von Einzelkosten hin zu den Gemeinkosten „waren die Aussagen der bestehenden Kostenrechnungssysteme sowohl für die Steuerung als auch für die Entscheidungsfindung wenig hilfreich bis kontraproduktiv“3
Ursächlich für die Dominanz der Gemeinkosten ist der Anstieg der „vorbereitenden, planenden, steuernden und überwachenden Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung, Beschaffung und Logistik, Produktionsplanung und –steuerung, Qualitätssicherung und – prüfung sowie Auftragsabwicklung, Vertrieb, und Service“.4
Prozessorientierte Kostensysteme kommen heute nicht mehr ausschließlich in der Industrie zum Einsatz, da sich in nahezu allen Branchen das Verhältnis zwischen Einzel- und Gemeinkosten in Richtung letzteren verschiebt bzw. bereits verschoben hat. Im Handel beispielsweise erfordert die verschärfte Wettbewerbssituation je nach Vertriebsform und Strategie des Handelsunternehmens unterschiedliche Maßnahmen. Diese könnten sich u.a. in regelmäßig wechselnden Sortimenten, Verbesserung von Beratung und Service, Expansion ins Ausland, Erforschung der relevanten Beschaffungs- und Absatzmärkte etc. äußern. Erforderlich werden daher gemeinkostenverursachende „indirekte Leistungsbereiche, wie Marktforschung und Marketing, ausgedehnten internationalen Einkaufsaktivitäten mit entsprechender Vorbereitung durch Marktforschung, Lieferantenverhandlungen und Qualitätskontrollen“5.
In den nun folgenden Abschnitten wird die Entwicklung diverser Verfahren zur prozessorientierten Gemeinkostenverrechnung dargestellt. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen jedoch das von Cooper und Kaplan konzipierte Activity Based Costing (ABC) sowie die Prozesskostenrechnung (PKR) nach Horváth. Diese beiden Ansätze sollen dabei auf ihren Gegenstand sowie auf ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin untersucht werden.
2. Activity Based Costing und Prozesskostenrechnung
2.1 Hintergründe prozessorientierter Kostenrechnungssysteme
Bevor die Hintergründe und Entwicklungen des Activity Based Costing (ABC) und der Prozesskostenrechnung (PKR) genauer erörtert werden, sollen die Begriffe vorab in aller Kürze erläutert werden.
Unter „Activity Based Costing“ versteht man im Allgemeinen das von Cooper und Kaplan, in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA vorgestellte System, welches „die fixen Gemeinkosten nicht mehr über die Lohnstunden, sondern über in Anspruch genommene Aktivitäten den Produkten zurechnet“.6
Die „Prozesskostenrechnung“ dagegen ist eine „an den speziellen Problemstellungen und Gegebenheiten des deutschen Rechnungswesens ansetzende, aktivitätsorientierte Rechnung“,7 die im Gegensatz zum ABC die Gemeinkosten indirekter Leistungsbereiche, wie Einkauf, Logistik oder Arbeitsvorbereitung in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellt. Sowohl das Activity Based Costing, als auch die Prozesskostenrechnung unterscheiden sich von den klassischen Kostenrechnungssystemen dadurch, dass die Höhe des Gemeinkostenanteils, welcher auf ein herzustellendes Produkt verrechnet wird nicht von dessen variablen Einzelkosten, wie beispielsweise Material- oder Fertigungseinzelkosten, abhängt. Stattdessen werden bei der Verrechnung der Gemeinkosten, die zur Beschaffung, Herstellung und Absatz eines Produktes notwendigen, Prozesse sowie deren Intensität berücksichtigt.
Dabei existieren in der praktischen Anwendung einige Unterschiede zwischen ABC und PKR, beide Ansätze verwenden jedoch bei der Verrechnung von Gemeinkosten Mengenbezugsgrößen (z.B. Anzahl der Bestellungen im Bereich Einkauf) anstatt von Wertbezugsgrößen wie beispielsweise Materialeinzelkosten eines Produktes. Diese Tatsache ermöglicht erstmals die Berücksichtigung von Variantenvielfalt und Komplexität verschiedener Erzeugnisse in der kostenorientierten Kalkulation. Auf diesen und weitere Vorteile der Systeme wird in dieser Arbeit noch intensiv eingegangen. In den nun folgenden Abschnitten werden die historischen Entwicklungen prozessorientierten Kostenrechnungssysteme im anglo-amerikanischen und deutschen Raum betrachtet.
2.2 Entwicklung des ABC
Lange Zeit dominierten das Absorption Costing (eine Form der starren Vollkostenrechnung) und das Standard Costing (kann mit der Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis verglichen werden) das interne Rechnungswesen von amerikanischen Industrieunternehmen.8 Aufgabe dieser Systeme der traditionellen Vollkostenrechnung war hauptsächlich die Dokumentation der angefallenen Kosten und deren Verrechnung auf die hergestellten Erzeugnisse im Rahmen einer kostenorientierten Preisfindung.
[...]
1 Horváth P. / Mayer R., 1989, S. 214
2 Stoi R., 1998, S. 15
3 Horváth P., 2003, S. 551
4 Coenenberg A.G., 1997, S. 220
5 Müller-Hagedorn L., 1998, S. 592
6 Horváth P., 2003, S. 551
7 Horváth P., 2003, S. 551
8 Stoi R., 1999, S. 8
Kommentare
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05.09.2005 01:31:15
Also, muss schon zugeben, dass es sich hier um eine exzellente Arbeit handelt. Habe diese Arbeit bei nem Freund der sie downgeloadet hat gelesen und nen Teil davon in meine Diplomarbeit übertragen. Fachlich, stilistisch und inhaltlich einwandfrei.