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Autor: Dr. Maria Dorn
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
Details
Tags: Außenpolitik, Eine, Partnerschaft
Jahr: 2001
Seiten: 18
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 188 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36524-6
Textauszug (computergeneriert)
Die Außenpolitik der BRD gegenüber den USA –
Eine schwierige Partnerschaft?
von: Maria Dorn
Inhaltsverzeichnis
I. Aktuelle Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen S. 3
II. Deutschland - USA: Eine schwierige Partnerschaft? S. 3
1. Außenpolitikanalyse und aktuelle Veränderungen der internationalen Politik S. 3
1.1 Analysemuster des außenpolitischen Wandels S. 4
1.2 Veränderungen bilateraler Beziehungen unter dem Aspekt der Globalisierung S. 5
1.3 Veränderungen in der internationalen Politik S. 6
2. Historischer Überblick der deutsch-amerikanischen Beziehungen seit 1945 S. 7
2.1 Adenauers Politik der Westintegration (1945-54) S. 7
2.2 Allianz des Misstrauens (1955-61) S. 8
2.3 Krisen der bilateralen Beziehungen (1962-69) S. 8
2.4 Neue bilaterale Agenda (1963) S. 9
2.5 “Abstimmung mit dem Westen, Verständigung mit dem Osten” (1969-81) S. 10
2.6 Der Nato-Doppelbeschluss S. 10
2.7 Die bilateralen Beziehungen vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung S. 11
3. Veränderungen der bilateralen Beziehungen in den 90er Jahren S. 12
3.1 Die Ära Kohl - Die Bonner Republik S. 12
3.2 Rot-Grüne Außenpolitik gegenüber den USA - Die Berliner Republik S. 13
3.3 Veränderungen und Spannungen vor dem Hintergrund der Irak-Krise S. 15
III. Zusammenfassung und Ausblick S. 16
IV. Literaturverzeichnis S. 18
I. Aktuelle Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen
„Es lassen sich nur schwer Szenarien ausmalen, in denen diese Komplementarität [der deutsch-amerikanischen Beziehungen] verblassen würde.“1 So beschreibt Josef Joffe noch im Jahre 1996 das deutschamerikanische Verhältnis. In seinem Leitartikel der Zeit vom Januar 2003 prophezeit er die „deutschamerikanische special relationship” als ein mögliches der „Opfer” der Irak- Krise2. Diese Kommentare spiegeln deutlich die Veränderungen im bilateralen Verhältnis zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika wieder. Steht die langjährige Partnerschaft dieser beiden Staaten vor dem Aus? Kann ein Weg aus dieser, nicht nur diplomatisch, schwierigen Situation gefunden werden?
In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwieweit sich diese Partnerschaft verändert hat, und welche Faktoren dabei berücksichtigt werden müssen. Vorab erfolgt eine knappe Zusammenfassung der Analysemuster des außenpolitischen Wandels. Im Anschluss daran soll die Geschichte der Partnerschaft seit dem Zweiten Weltkrieg und die aktuellen Veränderungen in der Außenpolitik Deutschland gegenüber den USA aufgezeigt werden.
II. Deutschland - USA: Eine schwierige Partnerschaft?
1. Außenpolitikanalyse und aktuelle Veränderungen der internationalen Politik
Vorab soll ein kurzer Überblick über verschiedene Methoden der Außenpolitikanalyse gegeben werden. Hierbei soll untersucht werden, welches Modell für die Veränderungen der deutschen Außenpolitik, insbesondere im Verhältnis gegenüber Amerika, am Besten geeignet ist. Auch die Entwicklungen in der internationalen Politik dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden.
1.1 Analysemuster des außenpolitischen Wandels
Monika Medick-Krakau stellt in ihrem Beitrag „Außenpolitischer Wandel: Diskussionsstand - Erklärungsansätze - Zwischenergebnis” verschiedene Methoden der Wandelanalyse gegenüber. Sie sieht außenpolitischen Wandel gekennzeichnet durch die Abhängigkeit des Begriffes vom jeweiligen Betrachter. Dieser trifft durch seine indivuiduelle Fragestellung, seine verwendeten Modellannahmen und analytischen Konzepte eine Entscheidung über die Auslegung des Begriffes3. Wandel muss zudem als „relationelles Konzept”4 gesehen werden. Er stellt einen temporären Vergleich mit engem Bezug zu den Komponenten Stabilität und Kontinuität der Außenpolitik dar. Desweiteren muss eine Differenzierung nach den einzelnen Nuancen des Wandels erfolgen. Drei Konzepte der Außenpolitikanalyse bilden die theoretischen Ansätze:
a) Der entscheidungs- und prozeßorientierte Ansatz,
b) der institutionalistische Ansatz und
c) der kognitive, ideen- oder lernorientierte Ansatz5.
Deborah Gerner hat den entscheidungs- und prozessorientierten Ansatz folgendermaßen erläutert: Außenpolitikanalyse ist das Zusammenspiel von „intentions, statements and actions of an actor - often, but not always a state - directed toward the external world and the response of other actors to these intentions, statements and actions.”6 Damit stellt sie die Berücksichtigung der politischen und gesellschaftlichen Konstitutionen dieses Ansatzes dar. Der institutionalistische Ansatz orientiert sich an Rollenkonzepten oder Typologien einzelner Gesellschaften mit staatlicher Organisation. Vertreter dieses Ansatzes sind, mit unterschiedlichen Auslegungen, Ernst Otto Czempiel, Rosecrance mit seinem macht- und handelsstaatlichen Rollenkonzept, sowie Maull, der die Zivilmacht als Rollenmuster eingeführt hat. Außenpolitik wird hierbei als „interessenorientiertes Ergebnis rationaler Mittelwahl”7 gesehen. Der dritte Ansatz stellt Handlungsnormen und kollektive Identitäten in den Vordergrund. Diese prägen nach Thomas Risse die Beweggründe, die Auswahl der Mittel und die Selbstsicht der staatlichen Gesellschaft gegenüber ihrer international geprägten Umwelt8.
Die deutsche Außenpolitik kann unter Einbeziehung der Kombination aus prozeßorientiertem und institutionalisiertem Ansatz untersucht werden. Nach der Wiedervereinigung haben sich in Deutschland sowohl die politischen als auch die gesellschaftlichen Strukturen verändert. Die parlamentarischen Organe, die auch hinsichtlich der Außenpolitikgestaltung eine Rolle spielen, haben sich vergrößert. Sie sehen sich außerdem mit neuen Aufgaben und Herausforderungen nach dem Zusammenbruch des Ost-West-Konfliktes konfrontiert.
Deutschland muss sich nach 1989 eine neue Rolle innerhalb des internationalen Systems suchen. Es ist größer und besonders aus Sicht der europäischen Nachbarländer gestärkter als zu Zeiten des Kalten Krieges. Eine Einfügung in die veränderte internationale Umwelt stellt die Bundesrepublik auch in Bezug auf ihr Verhältnis zu den USA vor neue Herausforderungen.
1.2 Veränderungen bilateraler Beziehungen unter dem Aspekt der Globalisierung
[...]
1 In: Kaiser, S. 119.
2 In: Die Zeit, Nr. 8, 2003, S. 1.
3 Vgl.: Medick-Krakau, S. 9ff.
4 In: Medick-Krakau, S. 10.
5 In: Medick-Krakau, S. 27.
6 In: Medick-Krakau, S. 10.
7 In: Medick-Krakau, S. 11.
8 Vgl.: Medick-Krakau, S. 12.
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