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Autor: Katja Günther
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Details
Tags: Werkzeuge, Realisierung, Business, Intelligence
Jahr: 2004
Seiten: 32
Note: 1.3
Literaturverzeichnis: ~ 39 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 583 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36534-5
ISBN (Buch): 978-3-638-72406-7
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand
Zusammenfassung / Abstract
Business Intelligence ist ein umfassendes Konzept, das unterschiedlichste Aufgaben für unterschiedliche Benutzer erfüllen soll. Jede Lösung muss speziell auf das Unternehmen und die zu erfüllenden Aufgaben angepasst werden. Dabei kommen je nach Anforderung unterschiedliche Komponenten zum Einsatz. Die Seminararbeit gibt einen einführenden Überblick über Werkzeuge und Methoden des Business Intelligence. Weiterführende Informationen bietet die im Literaturverzeichnis aufgeführte Fachliteratur.
Textauszug (computergeneriert)
MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT HALLE-WITTENBERG
-Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät-
Institut für Wirtschaftsinformatik und Operations Research
Seminar „Allgemeine Wirtschaftsinformatik“
8. Fachsemester
Werkzeuge zur Realisierung des Business Intelligence
von: Katja Günther
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
1.1 Grundlagen 1
1.2 Zielsetzungen und Anforderungen 3
2 Methoden und Werkzeuge 3
2.1 Datensammlung 3
2.1.1 Datenintegration 4
2.1.2 Datenspeicherung 6
2.2 Datenaufbereitung 11
2.2.1 OLAP 12
2.2.2 Data Mining 16
2.3 Informationsdarstellung 18
3 Architektur 21
3.1 Allgemeine Architektur 21
3.2 Anbieterarchitekturen 21
4 Schlußwort 23
1 Einleitung
1.1 Grundlagen
Diese Seminararbeit setzt sich im Folgenden mit Werkzeugen zur Realisierung von Business Intelligence auseinander. Der Begriff Business Intelligence (BI) wird in der letzten Zeit immer mehr zum Schlagwort. Kaum eine Ausgabe aktueller IT-Zeitschriften, in denen man nicht wenigstens einen Artikel zum Thema Business Intelligence findet. Marktforschungsunternehmen, wie die Meta Group oder BARC überbieten sich in der Durchführung immer neuer Studien zum Thema. Immer mehr Anbieter sprießen hervor und auch große Unternehmen, wie Microsoft, Oracle oder Intel propagieren ihre Produkte neuerdings als „besonders geeignet“ für Business Intelligence.
Dabei ist der Begriff zwar neu, das Konzept aber nicht: „Bereits in den 60er Jahren tüftelten IT-Hersteller jeglicher Coleur an Ansätzen, Führungskräfte bei ihren Entscheidungen durch zielgerichtete Informationsverarbeitung zu unterstützen – alleine die technisch limitierten Möglichkeiten ließen jegliches Engagement im Sande verlaufen.“ [IT-Fokus, S. 24] Diese frühen Informationssysteme wurden als Management Informationssysteme (MIS) bezeichnet. Im Laufe der Jahre prägten sich verschiedene Bezeichnungen für ähnliche Systeme, wie z.B. Führungsinformationssystem (FIS), Vorstandsinformationssystem (VIS), betriebliches Navigationssystem (BNS), Decision Support System (DSS), Executive Information System (EIS). [Fank] Die bekanntesten Bezeichnungen sind DSS, FIS und EIS. Bei näherer Betrachtung zeigen sich unterschiedliche Schwerpunkte dieser drei Systeme. EIS haben die Hauptaufgabe vorhandene Informationen verdichtet aufzubereiten, während FIS bereits mit analytischen Funktionalitäten ausgestattet sind. Den Höhepunkt, bezogen auf den Funktionalitätsumfang, erreichen diese Systeme in den DSS, welche höhere Anforderungen an den Anwender stellten. [Fank] Nach dieser Einteilung kann man Business Intelligence in den Bereich der FIS bzw. DSS einordnen. Wenn im Folgenden von entscheidungsunterstützenden Systemen gesprochen wird, ist also auch das Konzept des Business Intelligence gemeint.
In der Literatur und im Internet findet man die verschiedensten Definitionen für den Begriff Business Intelligence. Das Business Application Research Center (BARC) definiert BI „als die entscheidungsorientierte Sammlung und Aufbereitung von Daten zur Darstellung geschäftsrelevanter Information“ und bezeugt, dass es eine „immer stärkere strategische Bedeutung für Unternehmen“ erlangt. [BARC] Das [Net-Lexikon] trifft den Punkt, indem es schreibt „Business Intelligence ist ein verhältnismäßig junger und uneinheitlich verwendeter Begriff. Allgemein umfasst der Begriff die analytischen Prozesse und Werkzeuge, um Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in handlungsgerichtetes Wissen zu transformieren. Es werden unternehmensinterne und -externe Daten als Quellen herangezogen.“ Die Gartner Group, welche den Begriff 1989 prägte, definiert: „Business Intelligence ist the process of transforming data into information and, through discovery into knowledge“ [Gartner]. Martin Köster formuliert eine gängige Definition, wie folgt: „Business Intelligence beschreibt analytische Prozesse, die sowohl die Bereitstellung quantitativer und qualitativer Daten als auch die Aufdeckung relevanter Zusammenhänge und die Kommunikation der gewonnenen Erkenntnisse zur Entscheidungsunterstützung umfassen. Vorhandene Unternehmens- und Geschäftsdaten werden also in handlungsanleitendes Wissen umgeformt.“ [Köster] Eine weitgehend anerkannte und oft zitierte Definition stammt von [Grothe/Gentsch] und lautet, wie folgt: „Business Intelligence bezeichnet den analytischen Prozess, der – fragmentierte – Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in handlungsgerichtetes Wissen über die Fähigkeiten, Positionen und Ziele der betrachteten internen oder externen Handlungsfelder (Akteure und Prozesse) transformiert.“
Durch die immer schneller fortschreitende Veränderung der Marktsituation werden Unternehmen gezwungen, ihre Entscheidungsprozesse mit ebenso großer Geschwindigkeit durchzuführen. Diese müssen auf soliden und präzisen Analysen aller Unternehmensdaten aufsetzen. Besonders große Konzerne können diese ohne technische Unterstützung kaum noch bewältigen. An diesem Punkt setzt Business Intelligence an. [IT-Fokus, S. 25] Mit Hilfe einer zielgerichteten und im allgemeinen mehrdimensionalen Analyse der -meist fragmentiert - vorliegenden Datenmengen aus unterschiedlichsten unternehmensinternen und -externen Quellen und ihrer Auswertung lässt sich eine Strategie ableiten, die einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten einbringt. [IT-Fokus, S. 25]
BI-Marktbeobachter unterscheiden laut [IT-Fokus, S. 25] drei unterschiedliche Adressaten für Business Intelligence-Systeme: den Informationskonsumenten, der eher grobgranulare Informationen, wie z. B. monatliche Berichte für seinen Aufgabenbereich, benötigt, den Knowledge-Worker, der tiefergehende Informationen, wie z. B. Zahlen zum Umsatz oder Verkauf in einem bestimmten Land oder einer Region, benötigt und den Analysten, der die intensivsten Auswertungen benötigt. Ursprünglich als Führungs- (FIS) oder Managementinformationssystem (MIS) eingeordnet, adressiert Business Intelligence nicht mehr nur das Management eines Unternehmens. Nutzer sind vielmehr „alle Personen, die einen Informationsbedarf zu Geschäftsprozessen, Marktgeschehen oder anderen entscheidungsrelevanten Sachverhalten haben. Dies schließt auch andere Beteiligte in der Prozesskette ein, wie beispielsweise Kunden oder Lieferanten, die mit relevanten Daten versorgt werden. [BARC]
Im Einzelnen wird Business Intelligence in drei Prozessphasen untergliedert, die in den Daten der Unternehmung verborgene Zusammenhänge finden, daraus Wissen entwickeln und die Ergebnisse an die entsprechenden Quellen weitergeben sollen:
• Bereitstellung quantitativer und qualitativer, strukturierter oder unstrukturierter Basisdaten
• Entdeckung relevanter Zusammenhänge, Muster und Musterbrüche oder Diskontinuitäten gemäß vorbestimmter Hypothesen oder hypothesenfrei
• Teilung und Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse zur Stützung von Maßnahmen und Entscheidungen (Kommunikation) [sapbwst]
Business Intelligence kommt beispielsweise zu Leistungsmessung interner Geschäftsprozesse zum Einsatz und ist dadurch ein wichtiges Instrument für das Controlling (z. B. in einem Balanced-Scorecard-Ansatz). Weiterhin kann es das Management der Kundenbeziehungen (CRM) unterstützen, z. B. durch die Identifizierung von Kundensegmenten. Die Identifizierung von Einsparpotentialen im Einkauf anhand der Analyse von Lieferantenbeziehungen oder die Informationsbereitstellung in Lieferketten im Rahmen des Supply-Chain-Management (SCM) sind ebenfalls Einsatzbereiche des Busines Intelligence. [BARC]
Business Intelligence ist ein umfassendes Konzept, das unterschiedlichste Aufgaben für unterschiedliche Benutzer erfüllen soll. Jede Lösung muss speziell auf das Unternehmen und die zu erfüllenden Aufgaben angepasst werden. Dabei kommen je nach Anforderung unterschiedliche Komponenten zum Einsatz.
Die Seminararbeit gibt einen einführenden Überblick über Werkzeuge und Methoden des Business Intelligence. Weiterführende Informationen bietet die im Literaturverzeichnis aufgeführte Fachliteratur.
1.2 Zielsetzungen und Anforderungen
„Im Grunde genommen verfolgt BI stets das Ziel, Perspektiven und Erkenntnisse zu sammeln, um anschließend geschäftskritische Entscheidungen schneller und effizienter treffen zu können“, fasst Dr. Heinz Häfner, Vice President für die Produktlinie Business Intelligence bei SAP zusammen [IT-Fokus, S. 25].
Dabei müssen die entscheidungsunterstützenden Systeme nach [BARC] besondere Anforderungen erfüllen:
• Daten müssen aus heterogenen, unternehmensinternen sowie –externen Daten integriert werden, um eine Verknüpfung von Informationen zu ermöglichen.
• Daten müssen über einen langen Zeitraum gespeichert werden, um Trends erkennen und Vorhersagen berechnen zu können.
• Daten sollen in verschiedenen Verdichtungsstufen in einem Informationsmodell zur Verfügung stehen, welches Entscheidungsrelevante Sachverhalte in Ihrem Kontext darstellen kann.
• Anwenderwerkzeuge müssen intuitiv bedienbar sein und kurze Antwortzeiten auch bei komplizierten Anfragen bieten.
• Es müssen sowohl verschiedene Aufgabenbereiche als auch unterschiedliche Anwenderkreise abgedeckt werden.
2 Methoden und Werkzeuge
Analog der Einteilung in die drei Prozessphasen, kann man die an BI beteiligten Komponenten auch nach Ihren Aufgaben unterteilen. Die erste Aufgabe ist die Datensammlung. Darauf folgt die Datenaufbereitung und als dritte die Informationsdarstellung.
2.1 Datensammlung
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