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Die Theodizee von Leibniz: Vorrede und Fabel

Scholary Paper (Seminar), 2000, 11 Pages
Author: Dr. phil. Annika Krüger
Subject: Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 11
Grade: gut
Bibliography: ~ 1  Entries
Language: German
Archive No.: V3710
ISBN (E-book): 978-3-638-12292-4
ISBN (Book): 978-3-638-74590-1
File size: 156 KB

Abstract

Leibniz sagt, dass die Religion auf Zeremonien zusammengeschrumpft ist, die Gottesverehrung ersticke an den äußeren Formen, und dass das göttliche Licht durch die verschiedenen Meinungen der Menschen verdunkelt werde. Das Ziel der Religion von den ersten Verkündern wie Moses und Jesus Christus vertreten, nämlich das Abhalten von der Annährung an das Übel, sei nicht mehr vorhanden oder wenigstens nicht zu entdecken. Tatsächliche Frömmigkeit besteht aus Empfindungen und praktischer Ausübung, die äußere Hülle der Gottesverehrung zeigt sich in zeremoniellen Handlungen, die den tugendhaften Handlungen gleichen sollen, und in Glaubensformeln, die wie "Schatten der Wahrheiten" sind, die sich an die wahre Erleuchtung annähern. Thema ist die Vorrede sowie die Fabel am Ende der Leibnizschen Theodizee. Leibniz versteht diese Fabel als klare Zusammenfassung des vorher Erörterten und Widerlegung anderer Sichtweisen.


Excerpt (computer-generated)

Die Theodizee von Leibniz : Vorrede und Fabel

von Annika Krüger

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Literaturverzeichnis 1

2. Vorrede zur Theodizee

2.1. Hintergründe zur Religion 1

2.2. Streitfragen 3

3. Fabel am Schluss der Theodizee 8

4. Zusammenfassung 9

1. Einleitung und Literaturverzeichnis

Ich habe in dieser Arbeit die Vorrede der Theodizee von Gottfried Wilhelm Leibniz und die an den Schluss der Theodizee gestellten Fabel zum Thema.
Ich werde die Vorrede der Theodizee zusammenfassen und die philosophisch wichtigsten, die herausragenden Punkte von Leibniz hervorheben. Die Fabel am Ende seiner Theodizee versteht Leibniz als klare Zusammenfassung des vorher Erörterten und Widerlegung anderer Sichtweisen. Aus diesem Grund werde ich auch nicht die Geschichte der Fabel selbst, sondern die eigentliche Aussage referieren.
Im vierten Teil versuche ich, die philosophischen Ambitionen und Meinungen von Leibniz in der Theodizee zusammenzufassen und auf den Punkt zu bringen.

Verwendete Literatur:
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Die Theodizee. Übers. von Artur Buchenau. Essay von Morris Stockhammer. Verlag von Felix Meiner: Hamburg, 1976

2. Vorrede zur Theodizee

2.1 Hintergründe zur Religion

Leibniz stellt gleich zu Anfang klar, dass die echte Frömmigkeit niemals Erbteil der Menge sein kann, denn dies würde eine menschliche Schwachheit sein. Das Innerliche verlange nach Erörterung, während das Äußere, die äußeren Formen der Gottesverehrung, sich aufdränge und das Innere, die wahre Frömmigkeit, nur nachahme. Frömmigkeit besteht aus Empfindungen und praktischer Ausübung, die äußere Hülle der Gottesverehrung zeigt sich in zeremoniellen Handlungen, die den tugendhaften Handlungen gleichen sollen, und in Glaubensformeln, die wie "Schatten der Wahrheiten" (1) sind, die sich an die wahre Erleuchtung annähern.
Leibniz ist der Meinung, dass die Religion auf Zeremonien zusammengeschrumpft ist, die Gottesverehrung ersticke an den äußeren Formen (1) und dass das göttliche Licht durch die verschiedenen Meinungen der Menschen verdunkelt werde. Das Ziel der Religion von den ersten Verkündern wie Moses und Jesus Christus vertreten, nämlich das Abhalten von der Annährung an das Übel, sei nicht mehr vorhanden oder wenigstens nicht zu entdecken.

[...]


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