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Autor: Esther Geißdörfer
Fach: Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse
Details
Tags: Aufstieg, Fall, Illustrierten
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: gut (2,0)
Literaturverzeichnis: ~ 21 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 152 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36589-5
ISBN (Buch): 978-3-638-77242-6
Zusammenfassung / Abstract
Im Kiosk, beim Arzt, im Supermarkt, auf der Straße, im Flugzeug, in Schaufenstern, beim Friseur... Überall sehen wir sie – die Illustrierten. Doch was versteckt sich eigentlich genau hinter diesem Begriff? Warum sind die buntbedruckten Zeitschriften so beliebt? Seit wann gibt es die Illustrierten? Und vor allem: wie lange werden sie sich auf dem großen Markt der Bilder noch etablieren können? Forschungsdefizite sind ein charakteristisches Merkmal bei der Behandlung von Illustrierten. Denn diesem Zeitschriftentyp haftet das Etikett der Trivialität und Unseriösität an. Doch warum brillieren Illustrierte häufig mit Top-Auflagen? Nur weil sie den Unterhaltungs- Bedürfnissen ihrer Leser gerecht werden? Menschen sind seit jeher neugierig. Diese natürliche Eigenschaft wird von den Illustrierten weitgehend befriedigt. Andererseits ist kaum eine Zeitschrift so anspruchslos und auflagenkonzentriert, wie die Illustrierte. Die Folge auf dem überfüllten Markt ist die allmähliche Verdrängung durch Spezialzeitschriften und Fernsehmagazine. In den folgenden Punkten wird der unerforschten Gattung der Illustrierten auf den Grund gegangen. Der Weg dieser Zeitschrift von Holzschnitten über Kupferstiche bis hin zu den ersten Fotos wird verfolgt, und die Entwicklung der Illustrierten zum Massenmedium nachvollzogen. In der Zeit von 1725 bis heute erlebte diese Zeitschriftengattung viele Hochs und Tiefs, die im Folgenden aufgeführt und begründet werden. Vielleicht können wir nach eingehender Untersuchung dieser Zeitschrift eine Zukunftsaussicht für die Illustrierte auf dem Markt voller Konkurrenz wagen...
Textauszug (computergeneriert)
Otto-Friedrich Universität Bamberg
Proseminar: Pressesystem
Fachsemester: 02
Aufstieg und Fall der klassischen Illustrierten
von: Esther Geißdörfer
1 Einleitung 3
2 Definition: Illustrierte 4
2.1 Zum Begriff „Illustrierte“ 4
2.2 Charakteristik der Illustrierten 4
2.3 Faszination Bild 5
2.4 Verhältnis Bild – Text 6
3 Die klassischen Illustrierten 6
3.1 „Quick“ 6
3.2 „Stern“ 7
3.3 „Bunte“ 7
3.4 „Neue Revue“ 7
4 Die Entwicklung der Illustrierten 7
4.1 Vorläufer der Illustrierten Zeitschriften 7
4.2 Familienblätter 8
4.3 Blütezeit im 19. Jahrhundert 9
4.4 Die Illustrierte im Nationalsozialismus 9
4.5 Etablierungszeit nach 1950 9
4.6 Wachstumsphase von 1957 bis 1972 11
4.7 Von der Regressionsphase (1972-1988) bis heute 13
5 Zunehmende Konkurrenz seit den 90er Jahren 14
5.1 Konkurrenz am Zeitschriftenmarkt 14
5.2 Konkurrenz durch das Fernsehen 14
6 Ausblick 15
7 Literaturnachweis 16
1 Einleitung
Im Kiosk, beim Arzt, im Supermarkt, auf der Straße, im Flugzeug, in Schaufenstern, beim Friseur... Überall sehen wir sie – die Illustrierten. Doch was versteckt sich eigentlich genau hinter diesem Begriff? Warum sind die buntbedruckten Zeitschriften so beliebt? Seit wann gibt es die Illustrierten? Und vor allem: wie lange werden sie sich auf dem großen Markt der Bilder noch etablieren können? Forschungsdefizite sind ein charakteristisches Merkmal bei der Behandlung von Illustrierten. Denn diesem Zeitschriftentyp haftet das Etikett der Trivialität und Unseriösität an. Doch warum brillieren Illustrierte häufig mit Top-Auflagen? Nur weil sie den Unterhaltungs- Bedürfnissen ihrer Leser gerecht werden? Menschen sind seit jeher neugierig. Diese natürliche Eigenschaft wird von den Illustrierten weitgehend befriedigt. Andererseits ist kaum eine Zeitschrift so anspruchslos und auflagenkonzentriert, wie die Illustrierte. Die Folge auf dem überfüllten Markt ist die allmähliche Verdrängung durch Spezialzeitschriften und Fernsehmagazine.
In den folgenden Punkten wird der unerforschten Gattung der Illustrierten auf den Grund gegangen. Der Weg dieser Zeitschrift von Holzschnitten über Kupferstiche bis hin zu den ersten Fotos wird verfolgt, und die Entwicklung der Illustrierten zum Massenmedium nachvollzogen. In der Zeit von 1725 bis heute erlebte diese Zeitschriftengattung viele Hochs und Tiefs, die im Folgenden aufgeführt und begründet werden. Vielleicht können wir nach eingehender Untersuchung dieser Zeitschrift eine Zukunftsaussicht für die Illustrierte auf dem Markt voller Konkurrenz wagen...
2 Definition: Illustrierte
2.1 Zum Begriff „Illustrierte“
Das kleine Journalisten Lexikon definiert den Begriff „Illustrierte“ folgendermaßen: „Ein bebildertes Druck-Medium, das nicht täglich, sondern periodisch erscheint.“ Es wird auf besserem Papier gedruckt, als Tageszeitungen, wodurch eine farbige Darstellung in guter Qualität möglich ist.
Die Illustration dient als „Mittel zur Veranschaulichung publizistischer Aussagen im Text“.1 Der Begriff „Illustration“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Erhellung oder anschauliche Darstellung. Dies kann ein Foto, eine Fotomontage, eine Zeichnung oder eine Grafik sein, die „erläuternden, ergänzenden, schmückenden oder instruierenden Charakter haben“ 2.
2.2 Charakteristik der Illustrierten
Zu den klassischen Illustrierten zählt man heute die „Bunte“, die „Neue Revue“ und den „Stern“. Sie gehören dem Typus der allgemeininteressierenden Publikumszeitschriften an. Somit liegen sie weder einer thematischen noch einer Zielgruppenspezialisierung zu Grunde. Sie erscheinen in der Regel wöchentlich. Die breitgefächerten Themen sollen einen heterogenen und großen Leserkreis unterhalten. Dabei ist die Illustrierte regional ungebunden. Thematisch umfasst sie alle Lebensbereiche. Hauptsächlich widmet sie sich menschlichen Problemen, Prominenten und individuellen Schicksalen. In zunehmendem Maße behandelt diese Zeitschrift aber auch politische Themen. Der Typ der klassischen Illustrierten in Abgrenzung zu anderen Pressemedien ist in folgendem Schaubild als Definitionsweg verdeutlicht:3 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.3 Faszination Bild
Günter Graf stellt fest, dass sich die Illustrierte „in ihrer publizistischen Tätigkeit in erster Linie auf das Bild [stützt]. (...) Damit hat sie die glänzende technische Möglichkeit ausgenutzt, den Leser und Betrachter in der ganzen Welt zum Augenzeugen der Geschehnisse zu machen, ihn Länder und Meere überspringen und ihn nicht erst auf dem Umweg über den Verstand, sondern direkt über die Sinne des Neuen teilhaftig werden zu lassen.“4 Bilder haben den Menschen schon immer fasziniert. Prähistorische Zeichnungen beweisen, dass das Bild älter als die Schrift ist5. Haacke stellt fest, dass Menschen schon immer nicht nur gerne „gelauscht“, sondern auch „zugeschaut“ haben: „Die Freude am Bild (...) ist ein Teil der allgemeinen menschlichen Neugierde, die Tugend und Laster zugleich ist.“6
[...]
1 Dtv Wörterbuch zur Publizistik. S. 136.
2 vgl. Meyers Enzyklopädisches Lexikon. 9. Aufl. Band 12. S. 470.
3 vgl. Hilgenstock, Sabine: Die Geschichte der BUNTEN. S.19.
4 Graf, Günther: Die Illustrierten Zeitschriften. S. 183ff.
5 vgl. Hagemann, Walter: Dankt die Presse ab? S. 99.
6 Haacke, Wilmont: Die Zeitschrift – Schrift der Zeit. S. 135.
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