Besonderheiten und Strategien der Internationalisierung von Dienstleistungen

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Details
Autor: Sebastian Poncé
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Veranstaltung: Dienstleistungsmarketing
Institution/Hochschule: Universität Potsdam
Jahr: 2004
Seiten: 22
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 20 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 156 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36593-2
ISBN (Buch): 978-3-638-65390-9
Über die Typologisierung von internationalen Dienstleistungen abgrenzend zu den den nationalen Dienstleistungen bzw. dem internationalen Gütermarketing liegt der Schwerpunkt insbesondere auf den kulturellen Besonderheiten von internationalen Dienstleistungen. Abschließend wird auf die Strategien, die bei der Internationalisierung von Dienstleistungen zu beachten sind, eingegangen.
Zusammenfassung / Abstract
Globalisierung – das Schlagwort der Jahrtausendwende. Ob Global Village, die Bundeswehr in Afghanistan, chinesisches Bier in Deutschland, Coca-Cola bei einem Massai – Krieger in Kenia, Globalisierungsgegner etc., die Welt scheint in allen Bereichen des täglichen Lebens näher zueinander gerückt sein. Im Bereich des Marketings liegt das Interesse eher auf der Verschmelzung der Märkte – des Güter- und des Dienstleistungsmarktes (vgl. Frenkel 2000, S. 120). Der Fokus dieser Arbeit beschäftigt sich mit der weltweiten Verknüpfung der Dienstleistungsmärkte und welche Auswirkung es auf das Marketingmanagement hat. „Internationales Dienstleistungsmarketing umfasst die Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen internationalen Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten eines Dienstleistungsunternehmen“ (Meffert / Bruhn 2000, S. 461). Es werden die Besonderheiten identifiziert und untersucht, die bei der Internationalisierung von Dienstleistungen auftreten. Diese Unterschiede zum klassischen Marketing sind auf die spezifischen Merkmale von Dienstleistungen zurückzuführen. Sie sind immateriell, die Notwendigkeit der Leistungsfähigkeit bei ihrer Erstellung muss gegeben sein und der externe Faktor wird integriert (vgl. Meffert / Bruhn 2000, S. 51). Die vorliegende Arbeit ist gegliedert in drei inhaltliche Schwerpunkte. Zunächst wird sich mit der Systematisierung von Dienstleistungen beschäftigt. Es gibt einen Überblick über die Entwicklung des weltweiten Dienstleistungshandels und in welcher Form Dienstleistungen handelbar sind. Daran anschließend erfolgt die Darstellung zweier Ansätze zur Typologisierung von Dienstleistungen. Auf die Wesensmerkmale von Dienstleistungen wird im darauf folgenden Kapitel eingegangen. Es werden die Motive der Internationalisierung identifiziert und auf die Besonderheiten des kulturellen Umfelds eingegangen. Die Internationalisierungsstrategien werden als letzter Schwerpunkt behandelt. Es werden Strategien vorgestellt, die für Dienstleistungen bei der Internationalisierung von zentraler Bedeutung sind. Diese beantworten die Fragen nach der geeigneten Marktwahl, der Markteintrittsform und der Marktbearbeitung.
Textauszug (computergeneriert)
Besonderheiten und Strategien der
Internationalisierung von Dienstleistungen
von: Sebastian Poncé
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Systematisierung von internationalen Dienstleistungen 2
2.1. Internationaler Handel mit Dienstleistungen 2
2.1.1. Art und Umfang 2
2.1.2. Handelbarkeit von Dienstleistungen 3
2.2. Typologisierung intern ationaler Dienstleistungen 4
2.2.1. Typologie nach Vanderm erwe / Cha dwick (1991) 4
2.2.2. Typologie nach Sam pson / Snape (1985) 5
3. Wesensmerkmale bei der Internationalisierung von Dienstleistungen 6
3.1. Triebkräfte der Intern ationalisierung 6
3.1.1. Veränderungen der Rahm enbedingungen 7
3.1.2. Unternehm ensspezifische Einflussfaktoren 8
3.1.3. Bewertung der Triebkräfte 9
3.2. Besonderheiten des kult urellen Umfelds 10
3.2.1. Kulturelle A npassungsnotwendigkeiten anhand der Interaktionsintensität 10
3.2.2. Kulturdim ensionen nach Hofstede 11
4. Strategien zur Internationalisierung von Dienstleistungen 12
4.1. Internationale Marktw ahlstrategie 12
4.2. Internationale Markteintrittsstrategie 13
4.3. Internationale Marktb earbeitungsstrategie 14
5. Zusammenfassung 15
6. Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Globalisierung – das Schlagwort der Jahrtausendwende. Ob Global Village, die Bundeswehr in Afghanistan, chinesisches Bier in Deutschland, Coca-Cola bei einem Massai – Krieger in Kenia, Globalisierungsgegner etc., die Welt scheint in allen Bereichen des täglichen Lebens näher zueinander gerückt sein. Im Bereich des Marketings liegt das Interesse eher auf der Verschmelzung der Märkte – des Güter- und des Dienstleistungsmarktes (vgl. Frenkel 2000, S. 120). Der Fokus dieser Arbeit beschäftigt sich mit der weltweiten Verknüpfung der Dienstleistungsmärkte und welche Auswirkung es auf das Marketingmanagement hat. „Internationales Dienstleistungsmarketing umfasst die Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen internationalen Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten eines Dienstleistungsunternehmen“ (Meffert / Bruhn 2000, S. 461). Es werden die Besonderheiten identifiziert und untersucht, die bei der Internationalisierung von Dienstleistungen auftreten. Diese Unterschiede zum klassischen Marketing sind auf die spezifischen Merkmale von Dienstleistungen zurückzuführen. Sie sind immateriell, die Notwendigkeit der Leistungsfähigkeit bei ihrer Erstellung muss gegeben sein und der externe Faktor wird integriert (vgl. Meffert / Bruhn 2000, S. 51).
Die vorliegende Arbeit ist gegliedert in drei inhaltliche Schwerpunkte. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Systematisierung von Dienstleistungen. Es gibt einen Überblick über die Entwicklung des weltweiten Dienstleistungshandels und in welcher Form Dienstleistungen handelbar sind. Daran anschließend erfolgt die Darstellung zweier Ansätze zur Typologisierung von Dienstleistungen. Auf die Wesensmerkmale von Dienstleistungen wird im dritten Kapitel eingegangen. Es werden die Motive der Internationalisierung identifiziert und auf die Besonderheiten des kulturellen Umfelds eingegangen. Die Internationalisierungsstrategien werden als letzter Schwerpunkt behandelt. Es werden Strategien vorgestellt, die für Dienstleistungen bei der Internationalisierung von zentraler Bedeutung sind. Diese beantworten die Fragen nach der geeigneten Marktwahl, der Markteintrittsform und der Marktbearbeitung.
2. Systematisierung von internationalen Dienstleistungen
2.1. Internationaler Handel mit Dienstleistungen
Der internationale Handel wird nach der Standarddefinition des Internationalen Währungsfonds nach dem so genannten Standort- oder auch Wohnsitzprinzip bestimmt, d.h. wenn Wirtschaftssubjekte, die ihren Wohnsitz in unterschiedlichen Ländern haben, gleichartige ökonomische Werte austauschen, liegt internationaler Handel vor. Auf den Warenhandel angewandt, gilt es nur zu klären, wann ein Wirtschaftssubjekt als Inländer bezeichnet werden kann. Beim Dienstleistungshandel gestaltet sich es sich schwieriger, da sich der Handelsvorgang aufgrund der allgemeinen Merkmale von Dienstleistungen nur bedingt an der Grenzüberschreitung physisch greifbarer Objekte aufzeigen lässt (vgl. Koehler 1999, S. 36 f). Versuche diesen Handelsvorgang zu klassifizieren, wird in Kapitel 2.1.2. vorgenommen.
2.1.1. Art und Umfang
Die weltweiten Ausfuhren von kommerziellen Dienstleistungen wuchsen seit 1980 um durchschnittlich 6,9 Prozent jährlich und betrugen 2002 1570 Milliarden US-Dollar. Damit stieg der Handel mit Dienstleistungen schneller als der mit Gütern (5,6 Prozent durchschnittlich) und verbesserte sich auf etwa 20 Prozent des gesamten Warenhandels weltweit. (vgl. WTO 2003, S. 9). Durch die Eigenschaften von Dienstleistungen bauen viele Anbieter eine Präsenz im Ausland in Form einer Tochtergesellschaft auf. Diese Umsätze tauchen nicht in dieser Statistik auf, lagen aber 1998 bei etwa 2000 Milliarden US-Dollar (vgl. WTO 2003, S. 9).
Abbildung 1: Dienstleistungen – Exporte und Anteil am Welthandel von 1980 – 2002 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Derzeit findet der internationale Dienstleistungshandel vor in allem West-Europa, Nordamerika und Asien statt, die 2002 insgesamt 88 Prozent der weltweiten Exporte von Dienstleistungen ausmachten (vgl. WTO 2003, S. 39). Obwohl der Dienstleistungshandel seit 1992 bei etwa 20 % am Gesamthandel stagniert, gibt es Veränderungen in der Struktur des Dienstleistungshandels. Die beiden Klassiker Reisen und Transport verloren 2002 2 % bzw. 5 % im Vergleich zu 1990, wobei sich andere kommerzielle Dienstleistungen auf 46 % steigern konnte (vgl. WTO 2003, S. 9).
2.1.2. Handelbarkeit von Dienstleistungen
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