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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 12
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 94 KB
Archivnummer: V37694
ISBN (E-Book): 978-3-638-36966-4
ISBN (Buch): 978-3-638-76218-2

Zusammenfassung / Abstract

„Beim Ausnehmen eines Kabeljaus für das Abendessen hat eine norwegische Familie eine leicht zerdrückte Cola-Dose ans Tageslicht befördert.“ Mit diesem Satz beginnt eine der etwa 750 Meldungen , die der Basisdienst der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am 20. Februar 2004 gesendet hat. An diesem Tag haben Hunderte für das Ressort „Vermischtes“ zuständige Redakteure diesen Satz an ihren Computerbildschirmen überflogen und oftmals in nur wenigen Augenblicken entschieden, ob sie die Meldung verwenden wollen oder nicht. Die ersten ein bis drei Sätze, die den so genannten Lead-Absatz bilden, sind entscheidend für Erfolg oder Misserfolg eines Nachrichtentextes. Der Lead-Absatz bestimmt über die Abdruckchancen eines Artikels. Doch wie muss der Einstieg eines Agenturtextes beschaffen sein, damit Zeitungsredakteure ihn beachten und auswählen? Die folgende Arbeit soll einen Überblick über die wichtigsten Merkmale eines guten Lead-Absatzes geben. Anhand von Beispielen werden Aufbau und Funktion analysiert. Zum Schluss wird aufgezeigt, welche Gefahren die Konzentration auf den Lead-Absatz birgt.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Hamburg

Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Hauptfach: Politische Wissenschaft
1. Fachsemester

Seminararbeit zum Thema:

Der Lead-Absatz –
Die Nachricht in der Nachricht

eingereicht von:
Ulrike Wronski

Abgabe: 29.02.2004

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Der erste Eindruck  S. 1

2. Die Funktionen des Lead-Absatzes  S. 2

3. Der Aufbau einer Nachricht  S. 3

3.1 Die ,W-Fragen’ im Lead-Absatz  S. 4

3.2 Die Formen des Lead-Absatzes  S. 6

4. Die Nachteile einer hierarchischen Gliederung  S. 8

5. Fazit  S. 9

Literaturverzeichnis  S. II

 

 

1. Der erste Eindruck

„Beim Ausnehmen eines Kabeljaus für das Abendessen hat eine norwegische Familie eine leicht zerdrückte Cola-Dose ans Tageslicht befördert.“ (Deutsche Presseagentur 2004a: Kabeljau) Mit diesem Satz beginnt eine der etwa 750 Meldungen1, die der Basisdienst der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am 20. Februar 2004 gesendet hat. An diesem Tag haben Hunderte für das Ressort „Vermischtes“ zuständige Redakteure diesen Satz an ihren Computerbildschirmen überflogen und oftmals in nur wenigen Augenblicken entschieden, ob sie die Meldung verwenden wollen oder nicht.

Die ersten ein bis drei Sätze, die den so genannten Lead-Absatz bilden, sind entscheidend für Erfolg oder Misserfolg eines Nachrichtentextes. Der Lead-Absatz bestimmt über die Abdruckchancen eines Artikels. Doch wie muss der Einstieg eines Agenturtextes beschaffen sein, damit Zeitungsredakteure ihn beachten und auswählen? Die folgende Arbeit soll einen Überblick über die wichtigsten Merkmale eines guten Lead-Absatzes geben. Anhand von Beispielen werden Aufbau und Funktion analysiert. Zum Schluss wird aufgezeigt, welche Gefahren die Konzentration auf den Lead-Absatz birgt.

Der Begriff Lead wird in der Fachliteratur und im Sprachgebrauch der Journalisten unterschiedlich verwendet. Mal ist der erste Satz, mal der erste Absatz einer Agenturnachricht gemeint. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird hier der erste Satz als Lead-Satz bezeichnet und die ersten zwei oder drei Sätze einer Meldung als Lead- Absatz. Siegfried Weischenberg bezeichnet den Lead-Absatz als (Nachrichten-) Vorspann (vgl. Weischenberg 2001: 109ff.). Dieses Synonym wird verwendet, wenn Weischenbergs Ausführungen wiedergegeben werden.

Wenn im Folgenden die Kunden der Nachrichtenagenturen erwähnt werden, dann wird exemplarisch von Zeitungsredaktionen und deren Lesern die Rede sein. Die dabei getroffenen Aussagen lassen sich zu großen Teilen jedoch auch auf andere Kunden der Nachrichtenagenturen wie Rundfunk, Fernsehen oder Internet und deren Hörer, Zuschauer und Leser übertragen.

2. Die Funktionen des Lead-Absatzes

Wir leben in einer so genannten Informationsgesellschaft, in der Informationen im Überfluss produziert werden – dank digitaler Übertragungstechnik nahezu unabhängig von Zeit und Raum. Auffassungsmöglichkeit und Zeit des Einzelnen sind jedoch begrenzt. Niemand kann alle verfügbaren Informationen aufnehmen. Wer wirklich jede Zeile seiner Tageszeitung lesen will, ist mindestens einen halben Tag lang beschäftigt. Das Internet quillt über vor Informationen, ein Großteil davon ist überflüssig, viele Quellen sind fragwürdig. Alle paar Minuten werden im Fernsehen und im Radio die aktuellsten „News“ verkündet.

[...]


1 „dpa-Basisdienst [...] Gesendet werden rund 750 Meldungen und Berichte täglich.“ [http://www.dpa.de/de/produkte/wort/basisdienst.html, gefunden am 23.02.2004, 15 Uhr]

 

 

 

Kommentare

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