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Soziale Arbeit im Krankenhaus

Scholary Paper (Seminar), 2005, 19 Pages
Author: Kai Flockenhaus
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Seminar: Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
Institution/College: Höhere Fachschule für Sozialarbeit am Anna-Zillken-Berufskolleg Dortmund
Tags: Soziale, Arbeit, Krankenhaus, Seminar, Soziale, Arbeit, Gesundheitswesen
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 19
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 4  Entries
Language: German
Archive No.: V37703
ISBN (E-book): 978-3-638-36975-6

File size: 110 KB


Excerpt (computer-generated)

Soziale Arbeit im Krankenhaus

von: Kai Flockenhaus

 


Inhaltsverzeichnis

1. Persönlicher Zugang

2. Einleitung

3. In welchem Bezug stehen Krankheit und Soziale Arbeit zueinander und wie wichtig ist die klinische Sozialarbeit?

4. Darstellung des Arbeitsfeldes

4.1. Tätigkeitsprofil
4.2. Methodische Ansätze

4.2.1. Soziale Beratung
4.2.2. Case - Management

4.3. Situationsanalyse

5. Handlungsfelder

5.1. Sozialarbeit in Rehabilitationskliniken
5.2. Sozialarbeit in Psychiatrieform

6. Resümee

7. Literaturverzeichnis
 


 

1. Persönlicher Zugang

Während meines ersten pflegerischen Praktikums in der Kinderklinik des Helios – Klinikum in Schwelm durfte ich einen Einblick in den Krankenhausalltag und somit in zahlreiche Bereiche erhalten. Leider kam es aus verschiedenen Gründen nicht zu einem Treffen mit der hausangestellten Sozialarbeiterin, womit mir ein tieferer Einblick in ihren Tätigkeitsbereich leider verwehrt blieb. Mit dem Seminarangebot „Gesundheitswesen“ sehe ich meine Chance dieses Arbeitsfeld nachträglich zu erforschen und mir somit zusätzliches Wissen neben den Erfahrungen der Praktikumszeit anzueignen.

2. Einleitung

Im Bereich des Gesundheitswesens bestehen viele Tätigkeitsbereiche. Die Soziale Arbeit im Krankenhaus stellt einen Teil davon da. Der klinische Aufenthalt ist oft mit schwerwiegenden körperlichen, seelischen oder sozialen Beeinträchtigungen verbunden. Aufgrund dessen besteht hier ein Handlungsfeld für die Sozialarbeit. Diese ist in den Krankenhäusern unter anderem ein wichtiger Bestandteil der ganzzeitlichen Patientenbetreuung geworden. Meine Seminararbeit soll den Teilbereich „klinische Sozialarbeit“ erforschen und einen dem Umfang angemessenen Einblick geben. Es soll zunächst der Bezug zwischen Krankheit auf der einen Seite soziale Arbeit auf der anderen Seite hergestellt werden. Dies ermöglicht eine bessere Darstellung der Tätigkeitsfelder und eine konkrete Bezugnahme auf Beiträge zur Krankheitsbewältigung.1

3. In welchem Bezug stehen Krankheit und Soziale Arbeit zueinander und wie wichtig ist die klinische Sozialarbeit?

Selbstverständlich ist die Soziale Arbeit mit Patienten nicht bei jeder stationären Behandlung notwendig. Vielmehr spielt sie bei Krankheiten eine Rolle, die komplikationsreich und mit sozialen Konsequenzen verbunden sind, da letztere Situationen den Heilungsprozess beeinflussen.2 Leidet ein Patient beispielsweise an einer chronischen Erkrankung, so ist es für den Heilungsverlauf von enormer Bedeutung, dass dem Hilfebedürftigen neben den heilenden Maßnahmen auch persönliche Hilfen zur Krankheitsbewältigung entgegengebracht werden. Ansen macht dies mit folgendem Satz deutlich: „Für die Soziale Arbeit sind die sozialen, ökonomischen, und psychischen Implikationen von Krankheiten relevant, um ein fachlich angemessenes Verständnis zu entwickeln und geeignete Interventionen planen und durchführen zu können.“3 Zudem folgt ein Hinweis darauf, dass zwischen der objektiven Krankheit (disease) und der subjektiven Krankheit (illness) unterschieden werden muss. Ansen differenziert somit strikt Krankheit und Kranksein. „Für den Patienten ist die Krankheit immer eine gelebte Erfahrung, während der Arzt dem Bericht des Patienten über seine Krankheit entnimmt, dass hier wahrscheinlich ein medizinisches Problem vorliegt, das einer biologischen Erklärung bedarf (Morris 2000).“4 Für die sozialarbeiterischen Tätigkeiten muss explizit das subjektive Krankheitserleben berücksichtigt werden. Es ist somit unerlässlich, dass die zuständigen SozialarbeiterInnen über ein vertieftes Wissen von Krankheit und ein verstärktes Verständnis von Gesundheit verfügen, um angemessene und wirkungsvolle Interventionsmaßnahmen anzuwenden.5

Meiner Meinung nach verdeutlicht der Autor H. Pauls die Wichtigkeit der klinischen Sozialarbeit mit folgendem Satz: „Die Gesellschaft wird niemals mit Medikamenten ausgleichen können, was an Störungen und Problemen aus Mangel an sozialer Zuwendung und psycho-sozialem Wohlbefinden entsteht.“6 Dies macht in meinen Augen deutlich, wie wichtig die Soziale Arbeit mit Patienten ist. Doch Pauls geht weiter indem er Melchinger zitiert und somit auf eine groß angelegte Untersuchung der Krankenkassen von 1999 aufmerksam macht, in der nachgewiesen wurde, dass sich aus ökonomischer Sicht eine klinische Sozialarbeit durchaus rentiert.7 Pauls belegt dies mit einer Summe aus der genannten Studie: „Es wurden durchschnittlich ca. DM 25.000,- pro Patient eingespart gegenüber der Vergleichsgruppe ohne Soziotherapie.“8 Dies verdeutlicht nach meinem Empfinden sehr eindringlich den Erfolg sowohl aus ökonomischer Sicht als auch aus Sicht der Sozialen Arbeit.

„Im Ergebnis können wir mit Mühlum (2001, 115f) festhalten, dass die Soziale Arbeit mit ihren Beiträgen zur Verbesserung der Lebensumstände und der Bewältigung von Problemen gesundheitsrelevant ist.“9 Um auf den Umfang der Seminararbeit Rücksicht zu nehmen, habe ich in diesem Punkt nicht ausführlich den Begriff „klinische Sozialarbeit“ erklärt. Dies soll im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung deutlich werden.

4. Darstellung des Arbeitsfeldes

[...]


1 Vgl. Ansen / Gödecker-Geenen / Nau, 2004, 11

2 Vgl. Ansen / Gödecker-Geenen / Nau, 2004, 13

3 Ansen / Gödecker-Geenen / Nau, 2004, 13

4 Ansen / Gödecker-Geenen / Nau, 2004, 13 - 14

5 Ansen / Gödecker-Geenen / Nau, 2004, 15

6 H. Pauls, 1

7 Vgl. H. Pauls, 1-2

8 H. Pauls, 2

9 Ansen / Gödecker-Geenen / Nau, 2004, 15


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