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Scholary Paper (Seminar), 2005, 41 Pages
Author: Odine Wulsch
Subject: Computer Science - Commercial Information Technology
Details
Tags: Mobile, Geschäftsprozesse, Supply, Chain
Year: 2005
Pages: 41
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 52 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37017-2
File size: 640 KB
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Excerpt (computer-generated)
Mobile Geschäftsprozesse in der Supply Chain
von: Odine Wulsch
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Definition der Supply Chain 2
3 Definition und Schwachstellen des Supply Chain Management 3
3.1 Definition 3
3.2 Schwachstellen in der Praxis 3
3.2.1 Allgemeine Probleme 3
3.2.2 Bereichsspezifische Probleme 4
4 Automatische Identifikationssysteme zur Schwachstellenreduzierung 7
4.1 Definition automatischer Identifikationssysteme 7
4.2 Barcode-System 8
4.3 Optical Character Recognition 9
4.4 Biometrische Verfahren 10
4.5 Kontaktbehaftete Chipkarten 10
4.6 Radio-Frequency-Identification System 11
5 Mobile Geschäftsprozesse in der Supply Chain 17
5.1 Definition mobiler Geschäftsprozesse 17
5.2 Mobile Geschäftsprozesse in der internen Supply Chain 18
5.2.1 Lager 18
5.2.2 Beschaffung 21
5.2.3 Produktion 21
5.2.4 Innerbetrieblicher Transport 24
5.3 Mobile Geschäftsprozesse in der externen Supply Chain 25
5.3.1 Zulieferer 25
5.3.2 Kunde 25
5.3.3 Außerbetrieblicher Transport 25
5.4 Einordnung in die Location Based Services 28
5.5 Erreichbare Mehrwerte 30
Literaturverzeichnis 32
Anhang A 37
Abkürzungsverzeichnis
Auto-ID = Automatische Identifikationssysteme
EAN-Code = European Article Number
EPC = Elektronischer Produktcode
FDX = Vollduplex-System
GPRS = General Packet Radio Service
GPS = Global Positioning System
GSM = Global System for Mobile Communications
HDX = Halbduplex-System
HF = High-Frequency-Feld
LBS = Location Based Service
LF = Low-Frequency-Feld
OCR = Optical Character Recognition
PDA = Personal Digital Assistant
RFID = Radio-Frequency-Identification
SCM = Supply Chain Management
SEQ = Sequentielles-System
UC = Ubiquitous Computing
UHF = Ultra-High-Frequency-Feld
WLAN = Wireless Local Area Network
1 Einleitung
Der Begriff der Logistik kommt ursprünglich aus dem militärischen Bereich. Hier geht es hauptsächlich darum, Ausrüstungen, Soldaten, Güter und Waffen zu beschaffen und zum richtigen Zeitpunkt, in richtiger Menge an den richtigen Ort zu transportieren. Eine gute Logistik war folglich eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Feldzug [Arnd04, S.26]. Aufgrund der wachsenden industriellen Arbeitsteilung und dem Aufbau standortteiliger Produktionsverbunde in den letzten zehn Jahren hat die Logistik wieder an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung wird verstärkt durch fortschreitende Globalisierung, zunehmenden internationalen Wettbewerb, verkürzte Produktlebenszyklen und verstärkte Kundenorientierung [Gabr03, S.30f.]. Die Logistik wird immer mehr zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für das Unternehmen, die im Rahmen einer geeigneten Strategie formuliert und umgesetzt werden muss. Das Supply Chain Management (SCM) gilt hierbei als hilfreicher Ansatz, der in amerikanischen Unternehmen bereits hohe Bedeutung erlangt hat und auch in Deutschland zunehmend verbreitet ist. Bisher jedoch können nicht alle Nutzenpotentiale des SCM voll ausgeschöpft werden, da entlang der gesamten logistischen Kette nach wie vor Schwachstellen auftreten. Eine Lösungsmöglichkeit für diese Schwachstellen sind mobile Geschäftsprozesse. Sie ermöglichen die Integration mobiler Arbeitsplätze in inner- und zwischenbetriebliche Prozesse, so dass eine einheitliche Prozesskette entsteht [TuPo04, S.189]. In der vorliegenden Arbeit werden die Schwachstellen entlang der gesamten Supply Chain und ihre jeweiligen Lösungsmöglichkeiten durch mobile Technologien dargestellt.
2 Definition der Supply Chain
Die Supply Chain, auch logistische Kette genannt, bildet den Informations-, Material- und Geldfluss über mehrere Unternehmen hinweg ab [Thal03, S.45]. Wie in Abbildung 1 ersichtlich, kann die Supply Chain in die vier Bereiche Zulieferer, Beschaffung, Produktion und Kunde untergliedert werden [Zill03, S.5].
Abbildung 1: Der Aufbau der Supply Chain [in Anlehnung an Zill03, S.5] [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Der Bereich der Zulieferer umfasst sämtliche Lieferanten, welche das produzierende Unternehmen mit Gütern für die Produktion beliefern. Die Beschaffung sorgt für den Einkauf und die Bereitstellung der für die Produktion benötigten Güter. Die Organisation des Produktionsprozesses und die Herstellung der Güter finden in der Produktion statt. Der Bereich des Kunden fasst jene Unternehmen zusammen, an die das produzierende Untenehmen seine Güter verkauft. Zwischen und innerhalb der jeweiligen Bereiche der Supply Chain werden Güter gelagert. „Lager stellen dabei die Bereiche im Unternehmen dar, in denen ein Bestand an beweglichen Sachmitteln, Fertigteilen oder Produktionsmittel für eine bestimmte Zeit eingelagert wird.“ [Klau01, S.155]
Der Materialfluss zwischen den einzelnen Bereichen der Supply Chain erfolgt durch außer- und innerbetriebliche Transporte. Innerbetriebliche Transporte befördern Güter innerhalb eines Standortes, eines Werkes oder einer Produktionsstätte. Außerbetriebliche Transporte verbinden den Lieferanten mit dem Unternehmen, sowie das Unternehmen mit dem Kunden, also alle an der Supply Chain beteiligten Unternehmen miteinander [Klau01, S.158f.]. Darüber hinaus kann zwischen der internen und der externen Supply Chain unterschieden werden. Die interne Supply Chain umfasst sämtliche innerhalb eines Unternehmens stattfindenden Prozesse, die externe Supply Chain das Zusammenwirken von Unternehmen, Lieferant und Kunde.
3 Definition und Schwachstellen des Supply Chain Management
3.1 Definition
Supply Chain Management (SCM) kann als Oberbegriff für die Ansätze zur Planung und Optimierung der Supply Chain in ihrer Gesamtheit verstanden werden. Durch den Einsatz des SCM sollen die Aktivitäten eines Unternehmens mit den anderen Akteuren der Supply Chain abgestimmt werden [Arnd04, S.12]. Als Hauptziele des SCM sind der Austausch von Daten und Informationen entlang der gesamten Supply Chain, die Verminderung der Lagerbestände, die Erhöhung der Planungsgenauigkeit und somit eine Senkung der Kosten zu nennen [Zill03, S.19]. Dadurch soll die Kundenorientierung, Produktivität und Liefertreue erhöht und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden [Buer03, S.15].
3.2 Schwachstellen in der Praxis
Nach einer Studie von Deloitte Consulting sind 42 Prozent der befragten Unternehmen nicht zufrieden mit den Resultaten, die sie durch den Einsatz des SCM erreichen [Vi-ol04, S.1]. Ein Grund für diese unzureichenden Ergebnisse sind die nach wie vor existierenden Schwachstellen entlang der gesamten Supply Chain [Logi04e, S.35]. Hierbei treten sowohl allgemeine Probleme entlang der gesamten Supply Chain, als auch b-reichsspezifische Probleme auf.
3.2.1 Allgemeine Probleme
Mangelnde Kommunikation bzw. der unzureichende Austausch von Informationen zwischen Untennehmen, Lieferanten und Kunden stellt das Hauptproblem in der Supply Chain dar [Logi04e, S.35]. Laut der oben erwähnten Studie von Deloitte Consulting leisten lediglich 20 Prozent der dort befragten Unternehmen einen Informationsaustausch mit ihren Lieferanten [Viol04, S.2]. Dafür verantwortlich sind unter anderem inkompatible Datenverarbeitungssysteme der Unternehmen, welche den Daten- und Informationsaustausch entlang der Supply Chain erschweren. Durch die unterschiedlichen Schnittstellen ergeben sich innerhalb eines als auch zwischen den Unternehmen Medienbrüche, die zu manuellen, d.h. menschlich erzeugten Lese- oder Schreibfehlern führen [Busc04, S.79]. Laut der Universität St. Gallen, sind 30 Prozent der Stammdaten eines Handels- und Industrieunternehmens fehlerhaft [Logi04a, S.48].
Eine weitere Schwachstelle ist die hohe Durchlaufzeit bei der Abwicklung von Kundenaufträgen. Die Wartezeiten während der Herstellung eines Materials liegen bei 95 Prozent der Materialdurchlaufzeit, d.h. in 95 Prozent der Zeit ruht das Material und wird nicht bearbeitet [Wass01, S.58].
3.2.2 Bereichsspezifische Probleme
Lager
Das Lager erfordert eine hohe Anzahl manueller Arbeitsschritte. Bei der Anlieferung von Waren müssen diese von den Mitarbeitern zuerst per Hand gezählt und mit dem Liefer- und Bestellschein abgeglichen werden [Metr04c, S.15]. Bei vielen Unternehmen ist es jedoch auf Grund der hohen Zahl der täglichen Anlieferungen nicht möglich, sämtliche Lieferungen zu überprüfen und mit dem Bestellschein abzugleichen. Identifizierte Abweichungen werden auf Grund des mangelnden Informationsflusses meist nicht an die Beschaffung weiter gegeben [Thal03, S.223]. Bei temperaturgeführter Ware ist es für Mitarbeiter am Wareneingang zudem schwer nachprüfbar, ob die temperatur-empfindliche Ware während des Transportes vorschriftsmäßig gelagert wurde. Trotz des Einsatzes von Temperaturprotokollen in LKWs und Infrarot-Oberflächenthermometer oder Stechthermometer beim Wareneingang werden aufgrund fehlerhafter Anwendung der Thermometer oftmals falsche Temperaturen ermittelt [Tief04, S.2]. Nach Beendigung der Anlieferung werden die neuen Informationen manuell in das Warenwirtschaftssystem übertragen. Diese Arbeitsschritte erfordern einen hohen Zeitaufwand und enthalten, aufgrund der Medienbrüche, ein hohes Fehlerpotential [Thal03, S.216]. Im folgenden Schritt wird die Ware zu ihrem Lagerplatz befördert. Hierbei ist dem Transporteur der Einlagerungsort nicht immer bekannt. Dies erhöht den Suchaufwand, verlängert die Wege und kann zur Lagerung am falschen Lagerort oder gar zur Lagerung im Gang führen. Das Widerauffinden der Ware wird in diesem Fall erheblich erschwert [Thal03, S.216].
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