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Referat (Ausarbeitung), 2004, 11 Seiten
Autor: Uwe Lammers
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen
Details
Tags: Okzidentaler, Rationalismus, Weber
Jahr: 2004
Seiten: 11
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-37053-0
Dateigröße: 284 KB
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Okzidentaler Rationalismus
Nach Max Weber
Lammers, Uwe
Abgabetermin: 13. 12. 2004
Gliederung
1. Einleitung 3
1.1 Kurzbiographie 3
1.2 Begriffsdefinitionen 3
2. Religion 4
2.1 Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus 5
3. Okzidentaler Kapitalismus 6
3.1 Rationalisierung des Rechts 7
3.2 Bürokratisierung 7
3.3 Herrschaftsformen 8
4. Idealtypen 9
5. Fazit 9
Literatur 10
1. Einleitung
1. 1 Kurzbiographie
Max Weber war kein Soziologe im eigentlichen Sinne. Eher könnte man ihn als Universalgelehrten protestantisch- lutherischer Prägung des Berliner Großbürgertums im ausgehenden 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts bezeichnen. Zu dessen Weltbild gehörte ein Glaube an staatliche Autorität sowie an den Liberalismus.1 Um den Menschen Karl Emil Maximilian Weber besser interpretieren zu können, ist es von Bedeutung, sich seinen frühen Lebensweg kurz anzuschauen. Dazu gehören u.a. das Studium der Rechtswissenschaften, Nationalökonomie, Agrargeschichte, Philosophie und Theologie. Examen, Promotion sowie Habilitation (1891) schloss Weber als Jurist ab. Zu den weiteren frühen Stationen des jungen Weber gehören u.a. die Mitgliedschaft zu einer studentischen Burschenschaft sowie eine Ausbildung zum Reserveoffizier der Armee. Erst 1909, als Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), nannte Weber sich selbst Soziologe, jedoch dies auch nur halbherzig.2
Im Kontext der Industrialisierung und Kapitalisierung seiner Zeit lässt sich nun sein Denken besser einordnen und in Reihenfolge bringen zu den wohl bekanntesten Begriffen seiner Prägung: neben dem der protestantischen Ethik nämlich ebenso den der Rationalisierung und des Rationalismus. Obgleich die Begriffsdefinitionen Rationalisierung und Rationalismus auch bei Weber selbst nicht eindeutig festgelegt sind.3 „Schicksal unserer Zeit“ nannte Weber es selbst oft und gebrauchte es als Oberbegriff für eine Entzauberung der Welt. Bürokratisierung, Industrialisierung, Spezialisierung, Versachlichung oder auch Entmenschlichung usw. wurden Schlagworte dieses Kontextes der Epoche des Rationalismus.4
1. 2 Begriffsdefinitionen
Zum weiteren Verständnis des Weberschen Wortkonstruktes „okzidentaler Rationalismus“, der begrifflich Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, hilft der erste Blick ins Fremdwörterbuch, der den Okzident als „(lat.) das Abendland, Europa“5 definiert. Eine weitere Definition von Wolfgang Schluchter, hilft den Rationalismus zu erläutern:
- Die Fähigkeit, Dinge durch Berechnung zu beherrschen, als Folge von empirischem Wissen und Können, also quasi ein wissenschaftliches Vorgehen im weiteren Sinne.
- Eine Systematisierung von Sinnzusammenhängen und die intellektuelle Bearbeitung der Gegenstände und Begriffe, welches quasi der innere Drang des Kulturmenschen ist.
- Ferner stellt der Rationalismus die Institutionalisierung von Sinnzusammenhängen dar.6
Weber geht dabei oft sehr dialektisch und kritisch an die Dinge heran; etwa wenn er von Teilordnungen spricht, die den Gesamtordnungen gegenüberstehen, die wechselseitig eine hohe Eigendynamik besitzen 7: „Interessen (materielle und ideelle), nicht: Ideen, beherrschen unmittelbar das Handeln der Menschen. Aber: Die Weltbilder, welche durch Ideen geschaffen wurden, haben sehr oft als Weichensteller die Bahnen bestimmt, in denen die Dynamik der Interessen das Handeln fortbewegte“ 8, ergänzte Weber seine eigenen Ausführungen in den Jahren 1919/ 20.
2. Religion
Die Grundlage von Webers Denken ist denn auch eine vergleichende Gegenüberstellung der durch die vorherrschenden und diversen Religionen bestimmten Weltbilder in Orient und Okzident. Er analysiert u.a. den Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, Hinduismus, das Judentum, den Katholizismus und Protestantismus auf ihr Verhältnis zur Rationalität hin. Daraus ergeben sich nach Weber unterschiedliche Ausprägungen des Weltbildes und der Herrschafts- sowie Rechtsverhältnisse, die wiederum entscheidend sind für Organisationsart, -form u. -grad einer Gesellschaft sowie ihrer Wirtschaft.
[...]
1 Vgl.: Kaesler, D.: Max Weber. In: Klassiker des Sozialismus. München. 1991. S. 190ff.
2 a.a.O., S. 204
3 Vgl.: Schluchter, W.: Rationalismus der Weltbeherrschung. Frankfurt/M. 1980. S. 10/ Vgl. auch Hauck, G.: Geschichte der soziologischen Theorie. Reinbek. 1984. S. 88
4 Vgl.: Kaesler, D.: a.a.O., S. 198
5 Vgl.: Fremdwörterbuch, Duden. Mannheim. 1997
6 Vgl.: Schluchter, W.: a.a.O., S. 10
7 Vgl.: Schluchter, W.: Die Entwicklung des okzidentalen Rationalismus. Tübingen. 1979. S. 20
8 a.a.O., S. 39, zitiert Weber
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