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Termpaper, 2005, 17 Pages
Author: Martina Göbbel
Subject: Economics / Business: Business Ethics, Corporate Ethics
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg
Tags: Bedeutung, Unternehmensethik, Rahmen, Controllings, Controlling
Year: 2005
Pages: 17
Grade: sehr gut bestanden
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37132-2
ISBN (Book): 978-3-638-76220-5
File size: 205 KB
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Abstract
Die folgende Arbeit stellt die Verflechtungen zwischen Unternehmensethik und strategischem Controlling dar und zeigt die Bedeutung der Unternehmensethik im Rahmen des strategischen Controllings auf. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Disziplinen Unternehmensethik und Controlling nicht kompatibel zu sein. Diese Arbeit betrachtet beide Gebiete und stellt den Zusammenhang zwischen dem strategischen Controlling als zweckrational handelnde Einheit auf der einen Seite und der Unternehmensethik als wertrational handelnde Einheit auf der anderen Seite dar (vgl. Weber 1980, S. 12). Im Rahmen dieser Arbeit wird auf das strategische Controlling eingegangen. Das operative Controlling, welches sich mit der kurzfristigen Planung, Steuerung und Kontrolle beschäftigt, bleibt unberücksichtigt, da sich sowohl die Unternehmensethik als auch das strategische Controlling mit der langfristigen Einflussnahme auf die (Unternehmens-) Umwelt beschäftigen.
Excerpt (computer-generated)
Bedeutung der Unternehmensethik
von: Martina Göbbel
Inhaltsverzeichnis
1 Wertewandel in der Gesellschaft und damit verbundene Folgen für Unternehmen 1
2 Begriffserläuterung 2
2.1 Strategisches Controlling 2
2.2 Unternehmensethik 4
3 Zum Verhältnis von Wirtschaft und Ethik 5
4 Bedeutung der Unternehmensethik für das strategische Controlling 6
4.1 Konzeptionelle Zusammenhänge zwischen strategischer Planung und ethischer Reflexion 6
4.2 Anforderungen an das strategische Controlling im Hinblick auf die marktwirtschaftliche Orientierung des Unternehmens 7
4.3 Einfluss von Unternehmensethik auf den strategischen Controllingprozess 9
5 Abschließende Betrachtung 11
Literaturverzeichnis 13
1 Wertewandel in der Gesellschaft und damit verbundene Folgen für Unternehmen
Unternehmen sehen sich heute neuen Herausforderungen gegenüber, die sie früher nicht zu bewältigen hatten. Aufgrund des gestiegenen Wohlstandes sind materielle Bedürfnisse weitgehend gedeckt, so dass Bedürfnisse wie Selbstverwirklichung, Höherbewertung von Freizeit und Natur sowie Bewahrung der eigenen Gesundheit stärker an Bedeutung gewinnen. Durch eine Verschiebung der Werte und eine steigende Sensibilität der Gesellschaft für unethisches Verhalten, rücken ethische und moralische Aspekte immer mehr in den Vordergrund (vgl. Inglehart 1989, S. 18ff.). Unternehmen müssen ethische Gesichtspunkte berücksichtigen, wenn Sie weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wollen, denn Glaubwürdigkeit und Integrität schaffen Vertrauen bei allen Stakeholdern1 des Unternehmens.
Bereits im Davoser Manifest2 von 1973 wurde festgehalten, dass ein Unternehmen Verantwortung trägt, nicht nur gegenüber den Kunden, den Anlegern und den Mitarbeitern, sondern auch gegenüber der Gesellschaft (vgl. o.V. 1992, S. 397f). Im Leitbild der „International Group of Controlling“ (IGC) heißt es „Controller gestalten und begleiten den Managementprozess der Zielfindung, Planung und Steuerung und tragen damit Mitverantwortung für die Zielerreichung“3. Will ein Unternehmen seine gesellschaftliche Verpflichtung wahrnehmen und ethische Aspekte in seiner Zielsetzung berücksichtigen, muss das Controlling, welches demnach Mitverantwortung für die Zielerreichung trägt, diese ethischen Aspekte bei der Entwicklung von Zielen, Strategien und Instrumenten einbeziehen.
Die folgende Arbeit stellt die Verflechtungen zwischen Unternehmensethik und strategischem Controlling dar und zeigt die Bedeutung der Unternehmensethik im Rahmen des strategischen Controllings auf. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Disziplinen Unternehmensethik und Controlling nicht kompatibel zu sein. Diese Arbeit betrachtet beide Gebiete und stellt den Zusammenhang zwischen dem strategischen Controlling als zweckrational handelnde Einheit auf der einen Seite und der Unternehmensethik als wertrational handelnde Einheit auf der anderen Seite dar (vgl. Weber 1980, S. 12). Im Rahmen dieser Arbeit wird auf das strategische Controlling eingegangen. Das operative Controlling, welches sich mit der kurzfristigen Planung, Steuerung und Kontrolle beschäftigt, bleibt unberücksichtigt, da sich sowohl die Unternehmensethik als auch das strategische Controlling mit der langfristigen Einflussnahme auf die (Unternehmens-) Umwelt beschäftigen.
2 Begriffserläuterung
2.1 Strategisches Controlling
Es gibt kaum eine andere Funktion im Unternehmen, die in ihrer Ausgestaltung stärker differenziert als das Controlling. Die Auffassungen reichen von der einfachen Informationsbereitstellung des Controllings bis hin zum Führungsinstrument Controlling (vgl. Eschenbach 1996, S. 49ff). Die in der Literatur beschriebenen Konzeptionen des Controllings sind vielfältig und geben den Aufgabenbereich des Controllings unterschiedlich wieder. Neben dem informationsorientierten Controllingansatz4, der durch Informationsbeschaffung, Planung und Kontrolle gekennzeichnet ist und dem koordinationsorientierten Ansatz5, der Planung und Kontrolle sowie das Führungssystem koordinieren soll, gibt es noch den rationalitätsorientierten Ansatz6. Dieser Controllingansatz beschreibt Rationalität als effiziente Verwendung von Mitteln bei gegebenem Zweck, wobei zweckrationales Handeln im Mittelpunkt steht, welches nicht durch Emotionen oder Traditionen beeinflusst wird. Beim rationalitätsorientierten Ansatz, der dieser Hausarbeit zugrunde liegt, stellt das Controlling die Rationalität der Führung sicher. Die Unternehmensführung soll durch zweckrationales Handeln die Unternehmensziele verfolgen (vgl. Weber/ Schäffer 1999, S. 731). Das Controlling soll hierfür die richtigen Inputdaten liefern, Fach- und Methodenwissen zielorientiert anwenden und Entscheidungen des Managements in Frage stellen (vgl. Schäffer 2004, S. 58f.).
[...]
1 „Stakeholder einer Organisation ist (...) jede Gruppe bzw. jede Person, die zur Erreichung der Organisationsziele beitragen kann oder von der Erreichung der Organisationsziele in irgendeiner Form betroffen ist.“ (Freeman 1984, S. 46)
2 Das Davoser Manifest ist ein Verhaltenskodex für das Management und wurde 1973 beim 3. Management- Symposium des European Management Forums (heute: World Economic Forum) in Davos von 400 Firmeninhabern und Top-Managern aus über 40 Ländern einstimmig angenommen.
3 o.V.: Controller Leitbild, Online im Internet: www.controllerverein.com/_cmsdata/_cache/cms_34.html, [05.04.2005]
4 vgl. hierzu Reichmann, T. 2001, S. 13
5 vgl. hierzu Horváth P. 2001 S. 118ff, Küpper H.-U. 2001, S.12ff
6 vgl. hierzu Weber J./ Schäffer U. 1999, S. 731
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