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Scholary Paper (Seminar), 2005, 14 Pages
Authors: Sascha Vilovic, Benjamin Schramm
Subject: Sociology - Culture, Technology, Peoples / Nations
Details
Institution/College: University of Lüneburg
Tags: Geschichte, Telefons, Kultur, Technik
Year: 2005
Pages: 14
Grade: 1,6
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37166-7
File size: 268 KB
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Excerpt (computer-generated)
Geschichte des Telefons
von: Sascha Vilovic
Gliederung
1. Einleitung
2. Prä - Telegraphen Geschichte der Fernkommunikation
3. Post - Telegraphische Geschichte
4. Technik und Kulturdeterminismus – warum Telefon?
4.1 Das Transportkonzept
4.2 Das Radiokonzept
4.3 Das Verständigungskonzept
5. Die Psychologie des Telefons – die Telefongesellschaft
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
8. Internetverzeichnis
1. Einleitung
Seit dem der Mensch sesshaft ist beschäftigt ihn der Gedanke sich mit anderen Menschen über räumliche Distanzen auszutauschen. So entwickelten die verschiedenen Kulturen ihren Bedürfnissen angepasste Mittel zur Kommunikation. Trotz der zum Teil großen unterschiede dieser Kulturen ähnelten sich ihre Medien zur Kommunikation sehr. Nach dem die Informationen immer schneller und in immer größeren Mengen zwischen Menschen, Städten und Ländern ausgetauscht wurden, war man gezwungen die Kommunikationsmittel ständig zu verbessern. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung ist exponentiell. So hat sich im Laufe der letzten 150 Jahre mehr getan als in den 5000 Jahren zuvor.
Heute sind das Telefon, Internet, Chatrooms, Dsl, E-Mail, acess points und das Mobiltelefon gebräuchliche Begriffe die aus unserer Kultur nicht mehr wegzudenken sind. Aber wo hatte all dieses seinen Ursprung? In dieser Arbeit wollen wir speziell auf die technische und kulturelle Geschichte des Telefons eingehen. Es soll unter anderem ebenfalls die moderne Telefongesellschaft sowie der Einfluss des Telefons auf unsere Kommunikationsgeflogenheiten beleuchtet werden
2. Prä - Telegraphen Geschichte der Fernkommunikation
Alles fing damit an, dass Naturvölker, wie zum Beispiel die Yoruba in Westafrika, ein Bedürfnis entwickelten sich relativ zeitgleich über größere Entfernungen zu verständigen. Im Falle der Yoruba geschah dies durch Trommelstationen. Diese Art der Verständigung wurde von der Frühgeschichte bis noch ins 19. Jahrhundert verwendet. Die Übertragungsrate der Information über dieses Medium betrug damals schon eine Geschwindigkeit von 25 Minuten für 500 Kilometer. Der erhebliche Nachteil dieser Form der Kommunikation bestand in der relativ hohen Zahl der erforderten Trommelstationen und der notwendigen technischen Geschicklichkeit der Trommler, sowie topographischer Hindernisse wie beispielsweise Berge.1 Im 15 Jahrhundert entstanden im mamelukischen Ägypten das Brieftaubensystem und die Kamelpost, die pro 500 Kilometer je 10 bzw. 60 Stunden brauchten. Die Qualität der Übertragung hing jeweils stark von den körperlichen Beschaffenheiten der Tiere ab sowie den topographischen Gegebenheiten. Die Taube war zwar ungleich schneller, konnte jedoch nur im wesentlich geringeren Umfang Informationen befördern. Insbesondere für die Taube galt das Problem, dass das Abweichen von einer vorher festgelegten Route nicht möglich war2. Ein Jahrhundert später entstanden im Inka Reich das Chasqui (Stafetten Schnellläufer) System und in verschiedenen anderen Regionen der Welt Stafetten Reiter Systeme. Diese benötigten für 500 Kilometer 34 bzw. 90 Stunden um Informationen zu übermitteln. Auch hier galt als entscheidend die körperliche Konstitution der Läufer bzw. der Reiter und Pferde. Wiederum stellt sich zwar das eine System als schneller heraus, konnte dafür aber weniger Informationen vermitteln. Über die jeweilige Effektivität lässt sich also streiten.3 Mit dem modernen Telegraphen am ehesten vergleichbar wurde im 19 Jahrhundert in Frankreich der optische Telegraph entwickelt, der in 5 Minuten die Informationen über 500 Kilometer senden konnte. Das System bestand aus auf Türmen montierten Hohlspiegeln die eine Folge von Lichtsignalen nach einem bestimmten Code übermittelten. Somit bestand der Nachteil dieser Technik in der hohen Anzahl von aufwendigen, von qualifiziertem Personal besetzten Stationen, sowie dem Qualitätsverlust bei schlechten Sichtverhältnissen4.
Zum Ende des 19 Jahrhunderts entstand auf Geheiß Werner von Siemens der erste internationale elektrische Telegraphenverkehr, nämlich eine indo-europäische Leitung, die in ihrer endgültigen Form von London bis Japan und Australien reichte und noch bis 1930 in Betrieb war. Schon 1849 entstand in Deutschland die erste europäische Telegraphen Leitung und bis 1850 war das preußische Staatstelegraphennetz fertig gestellt. Dieses war der Beginn der modernen Kommunikationsära5.
3. Post - Telegraphische Geschichte
[...]
1 Jörg Becker, Fern-Sprechen, Vistas Verlag, Berlin 1994, S. 33
2 Jörg Becker, Fern-Sprechen, Vistas Verlag, Berlin 1994, S. 33
3 Jörg Becker, Fern-Sprechen, Vistas Verlag, Berlin 1994, S. 33
4 Jörg Becker, Fern-Sprechen, Vistas Verlag, Berlin 1994, S. 33
5 Jörg Becker: Andre Karbelaschwili, Fern-Sprechen, Vistas Verlag, Berlin 1994, S.43-45
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