Der Einfluss des Fernsehkonsums auf die Gesundheit von Kindern close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Kategorie: Examensarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 141
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 78  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 978 KB
Archivnummer: V38062
ISBN (E-Book): 978-3-638-37246-6
ISBN (Buch): 978-3-638-70550-9

Zusammenfassung / Abstract

Mit Hilfe von empirischen Untersuchungen und Studien erfolgt eine Betrachtung der Auswirkungen des Fernsehkonsums auf den Körper, das Gesundheitsverhalten als auch auf die Gefühlswelt, das soziale Verhalten und die geistige Entwicklung von Kindern. Einleitend wird ein Überblick gegeben über das aktuelle Konsumverhalten und die Fernsehmotive von Kindern. Dieses erste Kapitel beinhaltet den Stellenwert des Fernsehens unter den Freizeitbeschäftigungen, die Verweildauer vor dem Fernseher sowie Gründe für den Fernsehkonsum von Kindern. Außerdem soll geklärt werden, ob die familiäre und soziale Situation einen Einfluss auf das Fernsehverhalten nimmt. Den Abschluss dieses einführenden Kapitels bildet eine Auseinandersetzung mit dem Verständnis der Fernsehinhalte in Abhängigkeit vom Alter des Zuschauers. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen. Dabei geht es zunächst um Abläufe während des Zuschauens, also um Aufmerksamkeit und um den Einfluss auf die Augen. Es folgen dann die langfristigen Auswirkungen auf den Körper, die Psyche, die kognitive Entwicklung sowie das Verhalten. Bei den psychischen Auswirkungen geht es insbesondere um das Thema Angst, bei den kognitiven und körperlichen Auswirkungen liegen die Schwerpunkte auf der Sprachentwicklung, der Schreib- und Lesekompetenz bzw. dem Bewegungsverhalten. Der dritte Teil gibt einen Ausblick auf eine sinnvolle Fernseherziehung in der Schule und im Elternhaus. Dabei wird zunächst jeweils die aktuelle Situation beleuchtet. Im Anschluss soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie man das Fernsehen bei richtigem Umgang positiv nutzen und in das Leben der Kinder integrieren kann. Den Abschluss der Arbeit bildet ein praktischer Teil, nämlich Interviews mit Kindern im Alter von 8 –10 Jahren zu zwei in der Forschung bisher eher weniger behandelten Fragestellungen. Mit Hilfe von Befragungen wurde eruiert, ob Kinder im Grundschulalter ein Bewusstsein über Fernsehwirkungen besitzen, d.h. ob sie über die Folgen von Fernsehkonsum reflektieren. Weiterhin sollte herausgefunden werden, ob und in welcher Form im Elternhaus und in der Schule eine Fernseherziehung stattfindet.

Textauszug (computergeneriert)

Wissenschaftliche Hausarbeit für das Lehramt an Grundschulen

eingereicht dem Amt für Lehrerausbildung
-Erste Staatsprüfung-

Der Einfluss des Fernsehkonsums auf die Gesundheit von Kindern

Fach: Biologie

Abgabetermin: 13. Dezember 2004

Verfasserin: Kirsten Schüler

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 5
1.1 Vorwort ... 5
1.2 Thema der Arbeit- Zielsetzung ... 6
1.3 Aufbau ... 8

2 Aktuelle Erkenntnisse zum Fernsehkonsum und Fernsehmotiven von Grundschulkindern ... 10
2.1 Quantitative Daten zum Fernsehkonsum von Kindern ... 10
2.1.1 Der Stellenwert des Fernsehens unter den Freizeitbeschäftigungen ... 11
2.1.2 Verweildauer vor dem Fernseher ... 14
2.2 Fernsehvorlieben und Motive ... 15
2.2.1 Was sehen Kinder im Fernsehen ? ... 15
2.2.2 Warum sehen Kinder fern? ... 20
2.2.3 Was wollen Kinder aus dem Fernsehen lernen? ... 28
2.3 Durch welche Faktoren wird der Fernsehkonsum beeinflusst? ... 30
2.3.1 Allgemeine soziale Rahmenbedingungen ... 31
2.3.2 Familienformen ... 31
2.3.3 Fernsehrestriktionen der Eltern ... 33
2.3.4 Vorbildfunktion der Eltern ... 33
2.3.5 Herkunftsmilieu (Sozialer Status) ... 34
2.4 Verständnis der Fernsehinhalte ... 37
2.4.1 Kognitive, soziale und moralische Entwicklung des Kindes ... 38
2.4.2 Fernsehverständnis in Abhängigkeit von der Altersstufe ... 39

3 Auswirkungen auf die Gesundheit ... 44
3.1 Abläufe während des Fernsehkonsums ... 45
3.1.1 Visuelle Leistungen und der Einfluss auf das Sehvermögen ... 45
3.1.2 Visuelle und auditive Wahrnehmung und Aufmerksamkeit ... 46
3.2 Langfristige psychische Auswirkungen des Fernsehkonsums ... 49
3.2.1 Emotionen und Fernsehen ... 50
3.2.2 Macht Fernsehen ängstlich? ... 52
3.3 Langfristige Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung ... 58
3.3.1 Einfluss auf das Vorstellungsvermögen ... 59
3.3.2 Wissen Fernsehkinder mehr? ... 59
3.3.3 Einfluss der Intelligenz auf die Verarbeitung von Fernsehinformationen ... 62
3.3.4 Macht Fernsehkonsum sprachlos? ... 63
3.3.5 Lesen vs. Fernsehen ... 65
3.3.6 Auswirkungen auf die Schreib- und Lesekompetenz ... 66
3.3.7 Fernsehkonsum im Zusammenhang mit Schulleistungen ... 72
3.4 Langfristige Auswirkungen auf das Verhalten ... 73
3.4.1 Hyperaktivität oder Trägheit - Folgen von erhöhtem Fernsehkonsum? ... 74
3.4.2 Verändertes Freizeitverhalten ... 75
3.4.3 Ersetzt Fernsehen eigenes Erleben? ... 77
3.4.4 Exkurs: Macht Fernsehgewalt gewalttätig ? ... 78
3.5 Langfristige Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit ... 80
3.5.1 Verändertes Bewegungsverhalten durch Fernsehkonsum? ... 80
3.5.2 Verändertes Ernährungsverhalten durch Fernsehkonsum? ... 87
3.5.3 Übergewicht infolge von Bewegungsmangel und falscher Ernährung ... 88
3.5.4 Auswirkungen auf die Gesundheit im Erwachsenenalter ... 89

4 Ausblick: Fernseherziehung als Gesundheitserziehung ... 92
4.1 Öffentliche Fernsehreglementierung ... 93
4.2 Fernseherziehung im Elternhaus ... 95
4.2.1 Aktuelle Situation ... 95
4.2.2 Regeln für eine sinnvolle Fernseherziehung ... 97
4.3 Schulische Fernseherziehung ... 102
4.3.1 Aktuelle Situation in der Schule ... 103
4.3.2 Ausgewählte Praxisbeispiele für Medienarbeit mit Kindern ... 107

5 Interviews mit Kindern ... 112
5.1 Daten über die Interviewpartner ... 112
5.2 Ablauf der Interviews ... 113
5.3 Auswertung der Interviews ... 114
5.3.1 Verhalten der Kinder beim Interview ... 115
5.3.2 Fernsehverhalten ... 115
5.3.3 Bewusstsein über Fernsehwirkungen ... 117
5.3.4 Fernseherziehung im Elternhaus ... 123
5.3.5 Fernseherziehung in der Schule ... 126
5.3.6 Allgemeine Auswertung ... 127

6 Abschlussbemerkungen ... 129

7 Literaturverzeichnis ... 132
7.1 Bücher ... 132
7.2 Aufsätze aus Büchern ... 135
7.3 Zeitschriften ... 137
7.4 Internet ... 140

 

1 Einleitung
1.1 Vorwort
„Früher war alles besser!“ Wie oft hört man diesen Satz oder hat ihn vielleicht selbst schon gedacht?

Früher, da spielten die Kinder noch draußen, kletterten auf Bäume, stauten Bäche, machten sich dreckig und sammelten in der Natur Erfahrungen aus erster Hand, während die Kinder heute in Betonwüsten leben und ihre Zeit mit Fernsehschauen, Computerspielen und Rumhängen verbringen. Die heutigen Kinder haben weniger soziale Kontakte, Eltern, die keine Zeit für sie aufwenden können, sie versagen in der Schule, wie uns die PISA- Ergebnisse vor Augen halten, sie werden aggressiv, sind faul, antriebslos und unkonzentriert, undankbare Egoisten mit hohen Ansprüchen.

„Was soll nur aus unseren heutigen Kindern werden?“ fragen Medien, Eltern, Lehrer und Politiker.

Aber war es nicht schon immer so, dass man frühere Zeiten verherrlichte und sich Sorgen machte über die Kinder und Jugendlichen? Oder steht es wirklich so schlimm um unsere Kinder?
Untersuchungen haben gezeigt, dass unsere Sorgen durchaus nicht unbegründet sind. Es steht nicht gut um die Gesundheit der Kinder.

„Gemessen an den Indikatoren der Morbiditäts- und Mortalitätsstatistiken hat sich in den westlichen Industrienationen die gesundheitliche Lage der Kinder innerhalb einer Generation erheblich verbessert“. (Settertobulte 1997, S.3) Infektionskrankheiten sind leichter zu heilen und selbst genetische Defekte können erfolgreich behandelt werden, jedoch ergeben sich „neue Gesundheitsrisiken aus sich verändernden Lebensweisen und Umweltbedingungen“. (Settertobulte 1997, S.3) Es wird ein Anstieg verzeichnet an Diabetes Typ II bei Jugendlichen, sowie Herz-Kreislaufkrankheiten , Allergien und Unfällen.

Viele Schulanfänger leiden unter Haltungsschäden, motorischen Störungen, Rückenschmerzen und Übergewicht. Aus einer Münchener Schuleingangsuntersuchung geht hervor, dass nur 30% der Schulanfänger in der Lage sind, auf Anhieb einen Purzelbaum zu machen. 60% der Kinder haben bereits Haltungsschäden, 44% klagen über gelegentliche Rückenschmerzen, 40% haben Koordinationsschwächen, und 20% sind übergewichtig. (vgl. http://www.Familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/ a_Kindliche Entwicklung/ s596.html)

Auch psychische und kognitive Probleme wie Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Sprachstörungen, Ängste und Lernstörungen nehmen zu.
1996/1997 wurde im Raum Bielefeld der „Bielefelder Grundschulsurvey“ durchgeführt, in dem Viertklässler und ihre Eltern nach Gesundheitsbeeinträchtigungen und gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen befragt wurden. Während sich im Bereich Hygiene keine auffälligen Befunde ergaben, waren Ernährungs-, Bewegungsverhalten und Fernsehgewohnheiten alarmierend. (vgl. Settertobulte 1997)

1.2 Thema der Arbeit- Zielsetzung
In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird ein besonderes Augenmerk auf den Fernsehkonsum der Kinder gerichtet.
Fernsehen- ein Thema mit dem sich jeder in irgendeiner Form auskennt. Fast jeder kennt solche Situationen: man ist erschöpft, hatte einen langen anstrengenden Tag, kommt nach Hause und möchte einfach nur abschalten, sich ablenken. Man schaltet den Fernseher ein, zappt wahllos durch die Programme bis man etwas Interessantes gefunden hat. Wird das Dargebotene langweilig, so zappt man einfach weiter. Man ist zu müde zum Lesen, man möchte sich von den alltäglichen Sorgen distanzieren, man sucht Zerstreuung: Fernsehen als Helfer bei Langeweile oder Sorgen, als Gesellschaftsersatz, als Begleitung zum Essen.

Wir meinen zu wissen, dass Talkshows niveaulos, Serien unrealistisch, Reportagen übertrieben, Nachrichtensendungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern seriös und Filme und Sendungen oft leichte Kost, brutal oder sexistisch sind. Kaum einer macht sich allerdings Gedanken, ob Fernsehen ungesund oder schädlich sein könnte.
Fernsehen gehört aber heutzutage nicht nur zum Leben der Erwachsenen dazu, sondern ist auch ein fester Bestandteil im Leben der Kinder geworden.
Bei einer Umfrage des TV-Senders FoxKids (Premiere World) wurden Kinder zwischen 6 und 13 Jahren gefragt, was sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden, wobei der Fernseher unangefochten auf Platz eins der Antworten lag. (vgl. www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-4780,FF.html)
„Mindestens ein Fernsehapparat steht in mehr als 98% aller deutschen Haushalte und in etwa jedem 5. deutschen Kinderzimmer. Der Fernsehkonsum nimmt über die Jahre hinweg zu und liegt im Durchschnitt bei etwa 2 Stunden pro Tag“ . (Spitzer 2003, S.113) Angesichts solcher Zahlen ist es nicht verwunderlich, wenn schon vom „Familienmitglied Fernseher“ gesprochen wird.

Welche Auswirkungen hat dieser hohe Fernsehkonsum auf die kindliche Entwicklung? Ist der Fernsehkonsum ein Faktor für den schlechten Gesundheitszustand der Kinder? Welche Spätfolgen sind zu erwarten bei Kindern, die zuviel Fernsehen? Ist Fernsehen wirklich so gefährlich, ja vielleicht sogar eine Droge, wie A. Quattrocchi feststellt: „Genau, Fernsehen ist eine Droge. Die Droge unserer Zeit. Eine leichte oder eine schwere Droge? Sie ist leicht, weil sie nicht tötet, aber schwer, weil sie abhängig macht. Wie sehr, das liegt ganz an euch. Schaut euch doch einmal an: Starrer, glasiger Blick, herunterhängender Unterkiefer, halboffener Mund, stundenlang klebt ihr vor dem Bildschirm, für euch selbst und für eure Umgebung verloren. Tag für Tag, alles in euch aufnehmend, vom Fernsehquiz über Film zum Sport, wahllos alles. Ja, der Fernsehsüchtige macht wie der Drogenabhängige kaum noch Unterschiede, jede Droge ist ihm recht.“ (Quattrocchi 1994, S.8)

Oder ist die Aufregung um das Fernsehen eine reine „Panikmache“? Dr. Wilhelm Kleine, Professor an der Sporthochschule Köln hält viele Untersuchungen für unzulänglich und pauschalisierend: „ Die Auseinandersetzung über die Lebens- und Bewegungswelt von Kindern leidet über weite Strecken geradezu unter der Absolutsetzung subjektiver Sichtweisen, der Simplifizierung von Sachverhalten und der Bevorzugung von „Wenn- Dann- Schemata“: Viel Fernsehen impliziert wenig Bewegung, Fernsehen macht aggressiv, Landkinder bewegen sich mehr als Stadtkinder.“ (Kleine 1997, S.487)

Die möglichen Auswirkungen des Fernsehkonsums auf den Gesundheitszustand sollen in dieser Arbeit umfassend beleuchtet werden. Das bedeutet, dass der Begriff „Gesundheit“ nicht nur auf das rein Körperliche bezogen wird, sondern ganzheitlich zu verstehen ist und somit auch den geistigen und emotionalen Zustand beinhaltet.
Mit Hilfe von empirischen Untersuchungen und Studien erfolgt eine Betrachtung der Auswirkungen auf den Körper, das Gesundheitsverhalten als auch auf die Gefühlswelt, das soziale Verhalten und die geistige Entwicklung von Kindern.

Leider gibt es zu einigen Fragestellungen noch recht wenige Untersuchungen. Zu der Frage etwa, ob Fernsehkonsum einen Einfluss auf das Ernährungsverhalten hat, liegen noch keine deutschen Untersuchungen vor.
Über bestimmte Einzelbereiche wie etwa die Auswirkungen von Gewalt im Fernsehen oder Werbung findet man zahlreiche Literatur, während hingegen die generellen Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung in der Forschung bisher eher vernachlässigt wurden.
Auch sind die Untersuchungsergebnisse manchmal widersprüchlich, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass eine Untersuchung ein bestimmtes erwünschtes Ergebnis forcieren soll.

1.3 Aufbau
Um die Folgen des Fernsehkonsums auf die Gesundheit diskutieren zu können werde ich zunächst einen Überblick geben über das aktuelle Konsumverhalten und die Fernsehmotive von Kindern. Dieses Kapitel beinhaltet den Stellenwert des Fernsehens unter den Freizeitbeschäftigungen, die Verweildauer vor dem Fernseher sowie Gründe für den Fernsehkonsum der Kinder. Außerdem soll geklärt werden, ob die familiäre und soziale Situation einen Einfluss nimmt auf das Fernsehverhalten. Den Abschluss dieses einführenden Kapitels bildet eine Auseinandersetzung mit dem Verständnis der Fernsehinhalte in Abhängigkeit vom Alter des Zuschauers.

Im zweiten Teil meiner Arbeit beschäftige ich mich dann genauer mit den gesundheitlichen Auswirkungen. Dabei geht es zunächst um Abläufe während des Zuschauens, also um Aufmerksamkeit und um den Einfluss auf die Augen. Es folgen dann die langfristigen Auswirkungen auf den Körper, die Psyche, die kognitive Entwicklung sowie das Verhalten.
Bei den psychischen Auswirkungen geht es insbesondere um das Thema Angst, bei den kognitiven und körperlichen Auswirkungen liegen die Schwerpunkte auf der Sprachentwicklung, der Schreib- und Lesekompetenz bzw. dem Bewegungsverhalten.

Der dritte Teil gibt einen Ausblick auf eine sinnvolle Fernseherziehung in der Schule und im Elternhaus. Dabei wird zunächst jeweils die aktuelle Situation beleuchtet. Im Anschluss soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie man das Fernsehen bei richtigem Umgang positiv nutzen und in das Leben der Kinder integrieren kann.

Den Abschluss der Arbeit bildet ein praktischer Teil, nämlich Interviews mit Kindern im Alter von 8 –10 Jahren zu zwei in der Forschung bisher eher weniger behandelten Fragestellungen.
Mit Hilfe von Befragungen wurde eruiert, ob Kinder im Grundschulalter ein Bewusstsein über Fernsehwirkungen besitzen, d.h. ob sie über die Folgen von Fernsehkonsum reflektieren.
Weiterhin sollte herausgefunden werden, ob im Elternhaus und in der Schule eine Fernseherziehung stattfindet und wenn ja in welcher Form.

2 Aktuelle Erkenntnisse zum Fernsehkonsum und Fernsehmotiven von Grundschulkindern
Dieser erste Teil der Arbeit soll einen Überblick bieten über das aktuelle Fernsehkonsumverhalten von Kindern. Dabei geht es um den Stellenwert des Fernsehens unter den Freizeitbeschäftigungen, die Frage nach dem Ausmaß des Konsums, also wie viele Stunden und zu welchen Zeiten Kinder fernsehen. Es wird versucht zu klären warum Fernsehen gerade auch für Kinder eine so beliebte Tätigkeit ist, welche Motive es dafür gibt und was Kinder bevorzugt anschauen.
Außerdem wird der Einfluss der familiären Situation auf das Fernsehverhalten analysiert.
Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Thema „Altersabhängiges Verständnis“. Hier wird dargestellt, in welchem Alter Kinder welche Inhalte verstehen und vor allem wie sie diese verstehen.
Dieses erste große Kapitel bildet eine Grundlage für den Hauptteil dieser Arbeit, in dem der Frage nach dem Einfluss des Fernsehkonsums auf die Gesundheit nachgegangen wird.

[...]

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/38062/