Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Der japanische Buddhismus - Entstehung und Entwicklung der japanischen Tendai- ... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Der japanische Buddhismus - Entstehung und Entwicklung der japanischen Tendai- Sekte

Scholary Paper (Seminar), 2001, 15 Pages
Author: Thomas Marx
Subject: Orientalism / Sinology - Japanology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 15
Grade: 1
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V38207
ISBN (E-book): 978-3-638-37347-0
ISBN (Book): 978-3-638-95612-3
File size: 138 KB
Notes :
Doppelter Zeilenabstand


Abstract

Einleitung Die Religion des Buddhismus ist im Westen hauptsächlich in zwei Ausprägungen, dem tibetanischen und dem Zenbuddhismus, bekannt. Der Vielfalt dieser Religion ist man sich kaum bewusst. Besonders trifft dies auf den Buddhismus in Japan zu. Wenige Werke beschäftigen sich eingehend und ausschließlich mit der Entwicklung und den speziell japanischen Ausprägungen dieser Religion. Diese Arbeit handelt von der sogenannten Tendai-Sekte, ihrem Erscheinen, Werdegang und ihren Einflüssen auf den japanischen Buddhismus. Wurzeln des Buddhismus Es ist unumgänglich, auf die Ursprünge des Buddhismus und den Urheber selbst zurückzublicken, will man die Besonderheiten der japanischen Ausprägungen verstehen. Der Buddhismus geht auf einen (das Land war kein Einheitsstaat) indischen Königssohn mit Namen Siddharta Gautama zurück. Er wurde um das Jahr 560 vor Christus geboren. Er verließ seine Heimat und entsagte allen weltlichen Ehren und Annehmlichkeiten um sich in Askese und Versenkung den Mysterien menschlicher Existenz zu nähern. Seine Erkenntnis von der vierfachen Wahrheit1 lautet wie folgt: - Das Leben ist Leiden - Das Leiden wurzelt in der Begierde - Nicht zu begehren bedeutet nicht zu leiden, d.h. der Kreislauf der Wiedergeburt ist durchbrochen - Dieses Ziel erreicht man mit Hilfe des heiligen, achtteiligen Pfades


Excerpt (computer-generated)

Der japanische Buddhismus - Entstehung und
Entwicklung der japanischen Tendai- Sekte
日本の仏教

von: Thomas Marx

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 3

Wurzeln des Buddhismus 3

Die Anfänge des Buddhismus in Japan 5

Die Heian-Zeit und das Aufkommen der Tendai-Sekte 6

Die Lehren der Tendai-Sekte 7

Die Konsolidierung der Tendai-Sekte 9

Die Weiterentwicklung der Tendai-Sekte nach Saichos Tod 10

Die Tendenzen des Buddhismus zwischen der Heian und der Kamakura Zeit 12

Schlussbetrachtung 13


 

Einleitung

Die Religion des Buddhismus ist im Westen hauptsächlich in zwei Ausprägungen, dem tibetanischen und dem Zenbuddhismus, bekannt. Der Vielfalt dieser Religion ist man sich kaum bewusst. Besonders trifft dies auf den Buddhismus in Japan zu. Wenige Werke beschäftigen sich eingehend und ausschließlich mit der Entwicklung und den speziell japanischen Ausprägungen dieser Religion. Diese Arbeit handelt von der sogenannten Tendai-Sekte, ihrem Erscheinen, Werdegang und ihren Einflüssen auf den japanischen Buddhismus.

Wurzeln des Buddhismus

Es ist unumgänglich, auf die Ursprünge des Buddhismus und den Urheber selbst zurückzublicken, will man die Besonderheiten der japanischen Ausprägungen verstehen. Der Buddhismus geht auf einen (das Land war kein Einheitsstaat) indischen Königssohn mit Namen Siddharta Gautama zurück. Er wurde um das Jahr 560 vor Christus geboren. Er verließ seine Heimat und entsagte allen weltlichen Ehren und Annehmlichkeiten um sich in Askese und Versenkung den Mysterien menschlicher Existenz zu nähern. Seine Erkenntnis von der vierfachen Wahrheit1 lautet wie folgt:

- Das Leben ist Leiden
- Das Leiden wurzelt in der Begierde
- Nicht zu begehren bedeutet nicht zu leiden, d.h. der Kreislauf der Wiedergeburt ist durchbrochen
- Dieses Ziel erreicht man mit Hilfe des heiligen, achtteiligen Pfades

Und der achtfache Pfad der Tugend besteht aus:
- rechtem Glauben, rechtem Denken, rechtem Reden, rechtem Handeln, rechtem Leben, rechtem Streben, rechtem Gedenken, rechtes Sich-versenken

Diese beiden Teile bilden die Grundlage des Buddhismus. Es ist dem Menschen nun möglich den ewigen Kreislauf der Wiedergeburten in eine leidvolle Existenz zu durchbrechen und das Nirwana, d.h. das Nichtexistieren von Wünschen und Begierden und folglich Leiden, zu erreichen. Am Anfang eine atheistische Religion wurde die Gestalt des Buddha (Ehrentitel: der Erleuchtete) schnell vergöttlicht. Zwei Ausrichtungen2 entstanden, als sich der Buddhismus als `Kirche´ etablierte, basierend auf einer großen Menge Schriften, den sogenannten drei Pitakas, verfasst lange nach Siddhartas Tod. Hinayana (kleines Fahrzeug): Diese Lehre hält stärker an den ursprünglichen Lehren des Buddha fest und betrachtet ihn zwar als verehrungswürdigen Menschen, aber nicht als Gott. Mahayana (großes Fahrzeug): Hier wird der Buddha vergöttlicht und zahlreiche andere Buddhas neben ihm in einem regelrechten Pantheon. Es kommt zu ritualisierten Gottesdiensten, Beichten, Messen, etc. Der, hier für uns interessante, Mahayana-Buddhismus verbreitete sich schnell über Indien nach China und von dort nach Korea. Und endlich, gegen 538 nach Chr. (oder 552 n. Chr.) erreichte er, als Geschenk des koreanischen Königreiches Paekche, auch die japanischen Inseln.

Die Anfänge des Buddhismus in Japan

Es war der Regent Shotoku Taishi (574- 622 n. Chr.), selbst ein hochgebildeter Mann, der den Buddhismus enorm förderte und zu seiner Verbreitung in Japan beitrug3. Der Buddhismus bot ein ethisches Konzept, das er für das japanische Volk als wünschenswert erachtete. Tempel und Glaubensrichtungen entstanden und etablierten sich, ohne dabei die urjapanische Religionsform des Shintoismus zu verdrängen. Es entstand vielmehr mit der Zeit eine Art Symbiose bzw. ein Nebeneinander beider Systeme (Ryobu-Shinto). Der Buddhismus trug auch zur Etablierung einer dauerhaften Hauptstadt bei. Bisher wurde, da nach shintoistischer Überzeugung der Tod eines Herrschers einen Ort verunreinigte, der Herrschaftssitz häufig gewechselt. In der Nara-Zeit (ab 710 n. Chr.) existierten in der Hauptstadt sechs buddhistische Schulen, d.h. Glaubenskonzepte, die gänzlich aus Korea und China importiert waren:

[...]


1 Störig, Hans, Joachim, kleine Weltgeschichte der Philosophie, 1995, Seite 53

2 Störig, Seite 53

3 Eliot, Charles, Japanese buddhism, 1964, Seite 191

4 Hall, John, W, Das japanische Kaiserreich, 1968, Seite 66


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/38207/der-japanische-buddhismus-entstehung-und-entwicklung-der-japanischen
please wait Please wait