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Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 97
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 23  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2209 KB
Archivnummer: V38221
ISBN (E-Book): 978-3-638-37354-8
Anmerkungen :
Ziel dieser Studie ist die Darlegung des wirtschaftlichen Nutzens eines digitalen QMS. Im Gegenzug werden die Nachteile konventioneller Systeme aufgezeigt. Neben der Realisierung der DIN EN ISO 9000:2000 werden die Forderungen der Volkswagen-Checkliste zu einem ganzheitlichen QMS in die QMS9000 Datenbank integriert.

Zusammenfassung / Abstract

Ziel dieser Studie ist die Darlegung des wirtschaftlichen Nutzens eines digitalen QMS. Im Gegenzug werden die Nachteile konventioneller Systeme aufgezeigt. Neben der Realisierung der DIN EN ISO 9000:2000 werden die Forderungen der Checkliste zu einem ganzheitlichen QMS in die QMS9000 Datenbank integriert. So entsteht ein Kfz-branchenspezifisches QMS, welches neben der Sicherstellung der Rabatte beim Neuwagen-Einkauf z.B. auch Wettbewerbs-Vorteile bei der Vergabe von Großaufträgen liefert. Durch Prozessoptimierung wird der Verwaltungsaufwand für die Pflege des QMS auf ein Minimum reduziert (Abb. 1-2).

Textauszug (computergeneriert)

Diplomarbeit

- Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen -

Konzeption und Umsetzung einer
softwareunterstützten Realisierung der IS0 9000ff Rev. 2000

Diplomand

Rolf Mohr

Köln, Sommersemester 2002

 

Inhaltsverzeichnis

1 Motivation der vorliegenden Studie ... 8

2 Qualitätsmanagementsysteme  ... 12
2.1 Geschichtliche Entwicklung der Qualitätsnorm  ... 12
2.2 Motivation zur Einführung eines QMS  ... 15
2.3 Modell der European Foundation for Quality Management  ... 23
2.4 DIN EN ISO 9000ff ...  25
2.5 DIN EN ISO9001:2000  ... 27

3 Motive für ein digitales Managementsystem  ... 32
3.1 Hemmende Faktoren konventioneller Qm-Systeme  ... 32
3.2 Realisierung der ISO 9000:2000  ... 33

4 Softwarepaket QMS9000  ... 44
4.1 Ingenieursozietät Tette & Steden  ... 44
4.2 Softwaregrundlagen  ... 45
4.3 Historie und Aufbau von QMS9000  ... 47

5 Volkswagen–Zentrum Karlsruhe  ... 52
5.1 Historie des Unternehmens  ... 52
5.2 Produkte im Unternehmen ...  53
5.3 Gesetzliche Vorschriften ...  55

6 Projektrealisierung mittels QMS9000  ... 57
6.1 Projektplanung  ... 57
6.2 Bestandsaufnahme  ... 58
6.3 Konzepterarbeitung  ... 59
6.4 Ergebnispräsentation  ... 81

7 Zusammenfassung und Ausblick  ... 85
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse ...  85
7.2 Kosten und Nutzen für das Volkswagen-Zentrum ...  86
7.3 Ausblick  ... 89

Anhang
a). Eidesstattliche Erklärung
b). Lebenslauf
c). Abbildungsverzeichnis
d). Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis
e). Literaturverzeichnis
f). Qualitätsmanagementhandbuch
g). Prozessanweisungen
h). Formblätter

 

1 Motivation der vorliegenden Studie

In den letzten drei Semestern meines Studiums arbeitete ich in der Ingenieursozietät Tette & Steden (ITS). Dort beschäftigte ich mich mit Qualitätsmanagementsystemen (QMS), insbesondere mit dem von der ITS entwickelten Qm-Softwaresystem QMS9000. Diese Software wurde von erfahrenen Qm-Managern und Auditoren aus der Praxis heraus entwickelt, um Unternehmen den Umstieg auf die neue DIN EN ISO 9000:2000 zu erleichtern. Basierend aus den durch die Datenbank sich ständig aktualisierenden Daten wird dem Unternehmen die Sicherstellung kontinuierlicher Verbesserung (KVP) erleichtert (Abb. 1-1).

Abbildung 1-1: Vorteile durch digitales QMS1

[...]

Beim Marketing und Vertrieb der Software stieß ich bei vielen Firmen auf Widerstand. Der Nutzen von digitalem QMS wird in der Praxis oft nicht erkannt. Viele Firmen sehen in der DIN EN ISO 9000 eine unangenehme Formalität, die viel Aufwand bereitet und kaum Nutzen bringt. Es gelang mir schließlich, beim Volkswagen-Zentrum Karlsruhe Interesse für eine Diplomarbeitsstudie zu wecken.

Das Volkswagen-Zentrum Karlsruhe unterhält gegenwärtig ein QMS, dass den Anforderungen der Volkswagen-internen Checkliste „Händleraudit IIA“ entspricht. Hierbei handelt es sich um einen Forderungskatalog der Volkswagen AG unter der Schirmherrschaft des technischen Überwachungsvereins (TÜV). In regelmäßigen Abständen werden von Volkswagen-Auditoren Prüfungen durchgeführt, in denen ein Unternehmen max. 1000 Punkte erreichen kann. Nach dieser Punktzahl richten sich dann die Rabatte beim Neuwagen-Einkauf der Vertragshändler.

Ziel dieser Studie ist die Darlegung des wirtschaftlichen Nutzens eines digitalen QMS. Im Gegenzug werden die Nachteile konventioneller Systeme aufgezeigt. Neben der Realisierung der DIN EN ISO 9000:2000 werden die Forderungen der Volkswagen-Checkliste zu einem ganzheitlichen QMS in die QMS9000 Datenbank integriert. So entsteht ein Kfz-branchenspezifisches QMS, welches neben der Sicherstellung der Rabatte beim Neuwagen-Einkauf z.B. auch Wettbewerbs-Vorteile bei der Vergabe von Großaufträgen liefert. Durch Prozessoptimierung wird der Verwaltungsaufwand für die Pflege des QMS auf ein Minimum reduziert (Abb. 1-2).

Abbildung 1-2: Projektziele2

[...]

Jeder Kunde schätzt zunehmend die Qualitäts- und Leistungsfähigkeit seines Autohauses. Es gibt ihm die Sicherheit, dass seine Aufträge mit höchster Zuverlässigkeit ausgeführt werden.

Weder Automobilhersteller noch Händlerbetriebe sind heute und in Zukunft in der Lage, allein über die Qualität des verkauften Produktes Ihre Marktanteile dauerhaft zu sichern.


„Der Servicesektor wird zur tragenden Säule des Geschäftserfolges“

Durch die Konzeption und Umsetzung dieses Projektes wird dieser Entwicklung Rechnung getragen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig sichergestellt.

  1. Motivation der vorliegenden Studie
  2. Qualitätsmanagementsysteme
  3. Motive für ein digitales Managementsystem
  4. SoftwarepaketQMS9000
  5. Volkswagen-Zentrum Karlsruhe
  6. Projektrealisierung mittels QMS9000
  7. Zusammenfassung und Ausblick
    Anhang

 

2 Qualitätsmanagementsysteme

2.1 Geschichtliche Entwicklung der Qualitätsnorm

In den frühen fünfziger Jahren entwickelte sich das Gedankengut der neuzeitlichen Qualitätssicherung. Die Anfänge dieser neuen Unternehmensphilosophie entstanden in Japan. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Zerstörung der kompletten japanischen Wirtschaft entstand dort die ideale Chance für eine neue Managementausrichtung. Als weitere Voraussetzung für diese Neuorientierung gelten ebenfalls zwei besondere Wesensmerkmale der Japaner. Viele Japaner neigen zur Perfektion bis ins kleinste Detail. Wenn sie sich für einen Weg entscheiden, wird dieser mit Konsequenz zu Ende geführt.

Ein weiters Merkmal hat seinen Ursprung in der japanischen Erziehung. Er wird immer das „WIR“ vor das eigene „ICH“ gestellt. Genau diese Einstellungen wurden für das Qualitätsmanagement benötigt, denn es baut auf Teamwork und abteilungsübergreifendem (vernetzten) Denken und Handeln auf.


„Halbherzigkeit kann niemals zum gewünschten Erfolg führen“

Erst 30 Jahre später wurde die japanische Unternehmensstrategie von anderen Industrieländern übernommen, obwohl der Erfolg des japanischen Wirtschaftswunders überall deutlich sichtbar war. Der wesendliche Unterschied zu den anderen Wirtschaftsnationen war die japanische Einstellung zu Fehlern. Ziel war hierbei nicht nur die Einführung einer Endkontrolle, sondern die gezielte Reduzierung von Ausschuss durch ein System der Fehlervermeidung. Aufgrund des enormen Kosteneinsparpotenzials dominierte Japan in kürzester Zeit die Elektronik-, Optik- und Motorradindustrie. Im Juni 1980 stellte W.E. Deming in den USA seine Qualitätsphilosophien vor, die eng an die japanischen Vorbilder angelehnt waren. Seit diesem Zeitpunkt änderte sich die Ausrichtung der amerikanischen Wirtschaft komplett und schon bald waren die ersten Erfolge deutlich sichtbar.

[....]


1 Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Prof. Dr. Schmitz

2 Quelle: Eigene Darstellung

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