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Termpaper, 2004, 17 Pages
Author: Sylvana Mengel
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: Ludwigshafen University of Applied Sciences
Tags: Normen, Handeln, Normative, Standards, Sozialer, Arbeit
Year: 2004
Pages: 17
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37418-7
File size: 272 KB
Entnormierung der Gesellschaft, alte und neue Werte. Dies sind nur einige Begriffe, mit denen man in jeder Zeitepoche konfrontiert wird. Aufgrund von Pluralisierung und Individualisierung, der Entstrukturierung der Lebensverhältnisse und der Zunahme unterschiedlicher Lebensstile ist eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und individuellen Werten und Normen unvermeidlich geworden.
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Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule für Sozial- und Gesundheitswesen
Ludwigshafen/Rhein
Hausarbeit zum Seminar Normative Standards Sozialer Arbeit
Wie können Normen
Menschliches Handeln regulieren?
Sommersemester 2004
Vorgelegt von
Sylvana Mengel
Inhalt
1 Einleitung 3
2 Begriffsbestimmung 4
2.1 Normen 4
2.2 Werte 4
2.3 Sozialisation 5
3 Wirkungsweise von Normen 5
3.1 Einfluss von Normen auf menschliches Handeln 5
3.2 Freie Anerkennung von Normen 6
3.3 Normenbefolgung trotz Nichtanerkennung 6
4 Gesellschaftliche Integration durch normative Orientierung 7
4.1 Talcott Parsons’ differenzierungstheoretische Überlegung 7
4.2 Beziehungen zwischen Gesellschaftsstruktur, Wertesystem und Erziehungspraxis 8
4.3 Das Gemeinschaftsgefühl als Bestandteil des ‚normalen’ Verhaltens 10
5 Faktoren der Veränderung gesellschaftlicher Entwicklung 11
5.1 Bildung 11
5.2 Unbehagen am Beispiel der Bildung 12
5.3 Erziehungsziele 13
5.4 Sozialisation und Internalisierung 13
6 Kants Vernunftkritik 14
7 Werte und Normenwandel der westlichen Kultur von der Agrargesellschaft über die Industrie- bis zur postindustriellen Wohlfahrtsgesellschaft 15
8 Schlussbetrachtung 16
Anhang 17
“Die Gesetze sollen die Tätigkeit der Menschen
nicht beseitigen, sondern nur leiten;
so wie die Natur die Ufer der Flüsse
nicht gemacht hat, um die Flüsse aufzuhalten,
sondern um ihnen die Richtung zu geben.“
Thomas Hobbes
1 Einleitung
Entnormierung der Gesellschaft, alte und neue Werte. Dies sind nur einige Begriffe, mit denen man in jeder Zeitepoche konfrontiert wird. Aufgrund von Pluralisierung und Individualisierung, der Entstrukturierung der Lebensverhältnisse und der Zunahme unterschiedlicher Lebensstile ist eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und individuellen Werten und Normen unvermeidlich geworden.
Durch die aus der Pisa-Studie gewonnenen Erkenntnisse hat der Wertebegriff auf dem Gebiet von Pädagogik und Sozialpädagogik wieder an Bedeutung gewonnen. Die europaweit durchgeführte Studie hat gezeigt, dass eine Rückkehr zu alten Werten wie bspw. Höflichkeit, Pünktlichkeit und Ordnung, wichtige Bedingungsfaktoren für einen optimalen Lernerfolg sind.
Bereits in sehr frühen Lebensphasen des Menschen entwickeln sich Werte, die relativ stabil sind. Was der Mensch im Erwachsenenalter für wichtig oder unwichtig hält, hängt unter anderem vom Erziehungsstil seiner Eltern ab.
Ein niedriger sozioökonomischer Status führt zu einer geringen Selbstbestimmtheit und einer hohen Konformität. Kinder, die in einer Gefühlskalten, kontrollierten und zurückhaltenden Umwelt aufgewachsen sind, bewerteten als Erwachsene Konformität und Sicherheit am Höchsten. Um sich geachtet zu fühlen, brauchen sie Anerkennung und Bestätigung durch andere (vgl. PSYCHOLOGIE HEUTE, 11/02, S.15, „Was uns wichtig ist“).
Im Zusammenhang mit der Pädagogik, besonders mit der Sonderpädagogik treffen wir immer dann auf den Begriff der Normen, wenn es darum geht zu beurteilen ob etwas normal oder abnormal ist. Hier dient der Normbegriff der Klassifizierung von Handlungen und Personen. Normen definieren Normalität.
Neben der Sozialen Arbeit setzen sich zahlreiche Wissenschaften, wie bspw. die Soziologie, die Politologie und die Psychologie mit der Werteproblematik auseinander. Zwischen der Gesellschaft und deren Werten besteht ein direkter Zusammenhang. Veränderungen in der Gesellschaft haben Veränderungen von Werten und Normen zur Folge. Ebenso bedeuten Modifikationen von Werten und Normen eine Veränderung der Gesellschaft.
Jedes Sozialsystem strebt nach der Erhaltung und der Integrität seines Wertesystems, um gegen ungewollte Veränderung und Zerstörung geschützt zu sein. Im Generationenwechsel wird die Stabilität des Gesellschaftssystems durch Konformität mit den dort geltenden Wertemustern gesichert und das Funktionieren durch Internalisierung der Wertmuster garantiert. Thomas Hobbes
„Schon heute ist Deutschland eine multikulturelle Gesellschaft.“ (DER SPIEGEL Nr.35 vom 30.08.99, S. 42, „Der Kinder-Crash“). In diesem Zusammenhang sind für die Inklusion und die Exklusion gesellschaftliche und subjektive, individuelle Normen von grundlegender Bedeutung.
2 Begriffsbestimmung
2.1 Normen
Normen sind allgemein geltende und in ihrer Allgemeinheit verständlich mitteilbare Vorschriften für menschliches Handeln. Sie orientieren sich direkt oder indirekt an weit verbreiteten Wertvorstellungen und beabsichtigen diese in die Realität umzusetzen.
Mittels Normen wird versucht, das menschliche Verhalten in Situationen festzulegen, in denen dieses nicht schon auf eine andere Weise genormt ist. Damit werden Erwartbarkeiten geschaffen. Diese werden durch Sanktionen abgesichert.
Vom durchschnittlichen Verhalten ausgehend, bezieht sich Norm als verpflichtende Verhaltenserwartung primär auf erwünschte Gleichförmigkeiten. Da Normen erlernt werden müssen, ist der Begriff eng mit dem der Sozialisation verbunden.
Normen verändern sich im Wandel der Zeit. Sie variieren ebenso innerhalb ein und derselben Gesellschaft. Die meisten Normen sind situationsbezogen.
Viele Normen sind als Gesetze oder Verordnungen formalisiert und ihre Durchsetzung wird mit staatlicher Sanktionsmacht garantiert (vgl. Hans Joas, „Lehrbuch der Soziologie“, 2001 Campus Verlag GmbH, Frankfurt/ Main, S. 74-76)
2.2 Werte
Werte sind eine von der Mehrheit einer Gruppe geteilte allgemeine Vorstellungen darüber, was gut oder schlecht, was wünschenswert oder nicht wünschenswert ist. Werte sind daher bestimmend für Lebensstile (vgl. Hans Joas, „Lehrbuch der Soziologie“, 2001 Campus Verlag GmbH, Frankfurt/ Main, S. 72).
Werte sind zudem die "ethischen Imperative", die das Handeln von Menschen leiten. Das bedeutet, dass sie die allgemeingültigsten Grundprinzipien, kultureller, religiöser und ethischer Natur sind, als auch die sozialen Leitbilder darstellen, die für die Handlungsorientierung und die Ausführung bestimmter Handlungen verantwortlich sind. Die in einer Gesellschaft vorherrschenden Wertorientierungen bilden somit das Grundgerüst der Kultur.
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