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Das Familienbrett nach Ludewig - Ein Skulpturverfahren für Forschung und Praxis

Termpaper, 2004, 22 Pages
Author: Dipl.-Kommunikationpsychologin Petra Bühler
Subject: Psychology - Diagnostics

Details

Event: Diagnostik II - Gruppendiagnostik
Institution/College: Neisse University Görlitz
Tags: Familienbrett, Ludewig, Skulpturverfahren, Forschung, Praxis, Diagnostik, Gruppendiagnostik
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 22
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 14  Entries
Language: German
Archive No.: V38352
ISBN (E-book): 978-3-638-37442-2
ISBN (Book): 978-3-638-79936-2
File size: 278 KB

Abstract

In dieser Arbeit wird zunächst kurz erklärt, was man sich unter Skulpturverfahren vorstellen kann, und das Familienbrett nach Ludewig wird innerhalb der gebräuchlichen Verfahren einordnen. Danach wird der theoretischen Hintergrund, der Aufbau und die Anwendung beschrieben sowie Gütekriterien, Grenzen des Verfahrens und Kritik. Zum Abschluß wird an zwei Beispielen die Anwendung in der Praxis veranschaulicht. Dafür wurden zwei Bereiche ausgewählt, die die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Familienbretts verdeutlichen: den klinischen Bereich mit einem Fallbeispiel aus der Entgiftungsberatung und der Bereich Organisationsberatung und Supervision.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule für Wirtschaft, Technik
und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH)

Das Familienbrett nach Ludewig - Ein Skulpturverfahren für Forschung und Praxis

Prüfungsleistung
im Studiengang Kommunikationspsychologie

Lehrveranstaltung: Diagnostik II

eingereicht von

Petra Bühler

Abgabedatum: 16.02.04

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ... 2

Einordnung des Familienbretts in die Skulpturverfahren ... 2

Theoretischer Hintergrund ... 4

Das Verfahren ... 5
   
Durchführung ... 6
    Interventionen ... 7
        Außensetzung ... 7
        Dynamisches Spielen ... 7
        Zusatzfiguren ... 8
        Vergleichende Konfrontation ... 8
        Zirkuläres Stellen ... 8
    Interpretation ... 8
    Dokumentation ... 10
    Gütekriterien ... 10

Beispiele aus der Praxis ... 11
   
Das Familienbrett in der Entgiftungsbehandlung ... 11
        Fallbeispiel ... 13
    Das Familienbrett in Organisationsberatung und Supervision ... 16

Grenzen und Kritik ... 19

Literaturverzeichnis ... 21

 

Einleitung

Wir haben in der Veranstaltung Diagnostik II bereits einige Verfahren kennengelernt, deren Gegenstand die Beziehungen in Gruppen ist, so z.B. das Genogramm, das Soziale Atom oder SYMLOG. Über Skulpturverfahren haben wir bisher nur wenig erfahren.

Ich werde deshalb, bevor ich mich näher mit dem Familienbrett befasse, zunächst kurz erklären, was man sich unter Skulpturverfahren vorstellen kann, und das Familienbrett innerhalb der gebräuchlichen Verfahren einordnen. Danach beschreibe ich den theoretischen Hintergrund, Aufbau und Anwendung sowie Gütekriterien, Grenzen und Kritik. Zum Abschluß möchte ich an zwei Beispielen die Anwendung in der Praxis veranschaulichen. Ich habe dafür zwei Bereiche ausgewählt, mit denen ich hoffe, den unterschiedlichen Interessensgebieten unseres Matrikels gerecht zu werden: den klinischen Bereich und die Organisationsberatung.

Einordnung des Familienbretts in die Skulpturverfahren

Unter Skulpturverfahren versteht man, daß Mitglieder einer Gruppe, z.B. einer Familie, ihre Beziehungsstruktur im Raum abbilden. Das Ziel dabei ist, die Gruppenstruktur und die Interaktionen der Gruppenmitglieder zu verdeutlichen. Frühe Formen dieser Aufstellungen waren das Rollenspiel und die Inszenierungen beim Psychodrama (Moreno, 1946). Diese Verfahren wenden vor allem Schulen an, die sich an Gestalttheorie und Humanistischer Psychologie orientieren, wie z.B. die wachstumsorientierte Familientherapie (Satir, 1964) und teilweise auch der strukturalistische Ansatz (Minuchin, 1974). Sie können - besonders auch auf nonverbaler Ebene - therapeutisch sehr wirksam sein, weil sie mit unmittelbarem affektivem Erleben verbunden sind und sprachgebundene Abwehrstrategien wegfallen.

Der Vorteil der Aktualisierung der dargestellten Situation bei Methoden mit realen Personen als Protagonisten kann aber auch zu einem Nachteil werden, da es wenig Möglichkeiten zur emotionalen Distanzierung gibt. Bei einer „realen“ Skulptur kann außerdem jedes Mitglied die Aufstellung nur aus dem Blickwinkel seiner Position verfolgen. In den letzten Jahrzehnten sind deshalb mehrere Techniken entstanden, mit denen man soziale Strukturen veranschaulichen kann, die aber mehr Möglichkeiten für eine emotionale Distanzierung bieten.

Je nach Schwerpunkt des jeweiligen Skulpturverfahrens wird dieses als strukturell , interaktionell oder projektiv kategorisiert. Arnold et al. ordnen das Familienbrett den strukturellen Verfahren zu. Meiner Meinung nach könnte es aber auch - je nach Zielsetzung - als projektives oder interaktionelles Verfahren bezeichnet werden.

[...]


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