Moderne Förder- und Kommissioniersysteme. Ein Überblick close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Veranstaltung: Materialwirtschaft
Institution/Hochschule: Berufsakademie Mannheim
Tags: Moderne, Förder-, Kommissioniersysteme, Materialwirtschaft
Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 47
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 34  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 515 KB
Archivnummer: V38381
ISBN (E-Book): 978-3-638-37460-6
ISBN (Buch): 978-3-638-71387-0

Zusammenfassung / Abstract

Hart umkämpfte Märkte und die Globalisierung fordern bei immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen von Wettbewerbern schnelle und flexible Handlungen auf sich verändernde Marktbedingungen. Nur so können Vorteile am Markt erzielt werden. Die Anforderungen und Wünsche des Kunden verändern sich. Zu der immer mehr abnehmenden Markentreue der Kunden kommen die hohen Ansprüche hinsichtlich Qualität und technischer Funktionalität von Produkten hinzu. Der Kunde fordert kurze Lieferzeiten und verlangt mehr, als nur aus einer vorgegebenen Variantenauswahl sein Produkt auszuwählen. Der Trend geht zur Herstellung kundenindividueller Produkte und der damit einhergehenden Variantenvielfalt. Durch diesen Trend reduziert sich die Größe der Fertigungslose, so dass sich die Zahl der abzuwickelnden Produktionsaufträge und somit der gesamte materialflusstechnische Aufwand erheblich steigen.1 Die Erfüllung dieser Anforderungen stellt hohe Ansprüche an moderne Förder- und Kommissioniersysteme als Teile des Materialflusssystems. Unternehmen müssen zwischen automatisierten und manuellen Lösungen entscheiden. Die richtige Wahl und die Planung solcher Systeme sind nicht einfach. Zielsetzung Ziel dieser Studienarbeit ist es neben der allgemeinen Einführung in Förder- und Kommissioniersysteme, jeweils eine detaillierte Darstellung von zwei modernen Kommissioniersystem und einem Fördersystem zu geben. In den letzten Jahren wurden diese Systeme immer wieder modifiziert und versucht, diese an neue Anforderungen der Kunden und Marktbedingungen anzupassen. Neuentwicklungen und Funktionserweiterungen bei bestehenden Systemen stehen an der Tagesordnung. Neben Funktionsprinzipien, Einsatzgebieten sowie Vor- und Nachteilen sollen sowohl ein automatisierter Bereich als auch zwei manuelle Bereiche in Materialflussabläufen aufgezeigt werden. Diese Darstellungen sollen als kleine Entscheidungshilfe bei der Auswahl des geeigneten, individuell benötigten Förder- oder Kommissioniersystems dienen.

Textauszug (computergeneriert)

Moderne Förder- und Kommissioniersysteme

von: Deniz Cetin

 


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Einleitung und Zielsetzung  1

2 Einführung in die Kommissioniertechnik  2

2.1 Aufgaben und Ziele von Kommissioniersystemen 2
2.2 Der Materialfluss im Rahmen der Kommissionierung  3
2.3 Gestaltungsmöglichkeiten der Kommissionierung  4
2.4 Kommissionierzeit und - leistung  5
2.5 Rationalisierungsreserven durch Analyse der Kommissionierzeit  6

3 Das Kommissioniersystem Pick-to-Light 7

3.1 Das Prinzip von Pick-to-Light  7
3.2 Einsatzmöglichkeiten des Pick-to-Light-Systems bei Schnell-, Mittel- und Langsamdrehern  8
3.3 Vor- und Nachteile in der Kommissionierung 8

4 Das Kommissioniersystem Pick-by-Voice 12

4.1 Ablauf der Kommissioniervorgänge mit Pick-by-Voice  12
4.2 Implementierung des sprachgesteuerten Kommissioniersystems 13
4.3 Produktivität und Investitionskostenosten im Vergleich 14
4.4 Vor- und Nachteile im Einsatz von Pick-by-Voice  16
4.5 Praxiseinsätze von Pick-by-Voice und deren Effekte 18

5 Innerbetriebliche Transport - und Fördersysteme  19

5.1 Aufgaben von Fördersystemen  19
5.2 Gestaltungsziele von Fördersystemen 20
5.3 Einteilung der Fördermittel in Stetigförderer und Unstetigförderer  21

6 Fahrerlose Transportsysteme  22

6.1 Definition und Einsatzgebiete von Fahrerlosen Transportsystemen  22
6.2 Komponenten einer FTS-Anlage  24
6.3 Vor- und Nachteile von Fahrerlosen Transportsystemen  27

7 Ausblick  29

Literaturverzeichnis VI

Anhangverzeichnis  X

Anhang  XI

 

Abkürzungsverzeichnis

ERP = Enterprise Resource Planning
FTF = Fahrerlose Transportfahrzeuge
FTS = Fahrerlose Transportsysteme

 

Vorwort

Die vorliegende Studienarbeit mit dem Thema „Moderne Förder- und Kommissioniersysteme“ entstand im Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie Mannheim im Fach Materialwirtschaft auf Vorschlag von Herrn Professor Dr. Helmut Wannenwetsch. Die Umsetzung fand während des 5. Theoriesemesters statt. Mein besonderer Dank gilt Herrn Professor Dr. Helmut Wannenwetsch von der Berufsakademie Mannheim für seine stets kompetente Beratung.

Die Arbeit gliedert sich grundlegend in zwei Teilbereiche, zum einen in die allgemeine Einführung in die Kommissionier- und Fördertechnik, zum anderen in die detaillierte Darstellung der ausgewählten Förder- und Kommissioniersysteme. Für die theoretische Darstellung der ausgewählten Kommissioniersysteme gab es nur in begrenztem Maße die Möglichkeit, sich über Literaturstudien die entsprechenden Kenntnisse anzueignen. Aus diesem Grund war ich auf die Unterstützung von Herstellerfirmen derartiger Systeme angewiesen, die mich mit Informationsmaterial in Form von Broschüren und Katalogen versorgten und teilweise per Schriftverkehr oder Telefon zur Verfügung standen. An dieser Stelle gilt mein Dank an all diese Personen für ihre tatkräftige Unterstützung. Des Weiteren gilt mein Dank Herrn Stefan Schmidt vom Fraunhofer Institut und Herrn Volker Kirsten vom Verein Deutscher Ingenieure, die mir nützliche Literaturhinweise nannten und Frau Julia Boppert vom Lehrstuhl Fördertechnik Materialfluss Logistik der Technischen Universität München, die mir zahlreiche Vorlesungsskripte zur Verfügung gestellt und meine Fragen kompetent beantwortet hat. Weiterer Dank gilt schließlich meiner Verlobten und meinen Familien in Rendsburg und Walldorf.

1 Einleitung und Zielsetzung

Hart umkämpfte Märkte und die Globalisierung fordern bei immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen von Wettbewerbern schnelle und flexible Handlungen auf sich verändernde Marktbedingungen. Nur so können Vorteile am Markt erzielt werden. Die Anforderungen und Wünsche des Kunden verändern sich. Zu der immer mehr abnehmenden Markentreue der Kunden kommen die hohen Ansprüche hinsichtlich Qualität und technischer Funktionalität vo n Produkten hinzu. Der Kunde fordert kurze Lieferzeiten und verlangt mehr, als nur aus einer vorgegebenen Variantenauswahl sein Produkt auszuwählen. Der Trend geht zur Herstellung kundenindividueller Produkte und der damit einhergehenden Variantenvielfalt. Durch diesen Trend reduziert sich die Größe der Fertigungslose, so dass sich die Zahl der abzuwickelnden Produktionsaufträge und somit der gesamte materialflusstechnische Aufwand erheblich steigen. 1 Die Erfüllung dieser Anforderungen stellt hohe Ansprüche an moderne Förder- und Kommissioniersysteme als Teile des Materialflusssystems. Unternehmen müssen zwischen automatisierten und manuellen Lösungen entscheiden. Die richtige Wahl und die Planung solcher Systeme sind nicht einfach. Zielsetzung

Ziel dieser Studienarbeit ist es neben der allgemeinen Einführung in Förder- und Kommissioniersysteme, jeweils eine detaillierte Darstellung von zwei modernen Kommissioniersystem und einem Fördersystem zu geben. In den letzten Jahren wurden diese Systeme immer wieder modifiziert und versucht, diese an neue Anforderungen der Kunden und Marktbedingungen anzupassen. Neuentwicklungen und Funktionserweiterungen bei bestehenden Systemen stehen an der Tagesordnung. Neben Funktionsprinzipien, Einsatzgebieten sowie Vor- und Nachteilen sollen sowohl ein automatisierter Bereich als auch zwei manuelle Bereiche in Materialflussabläufen aufgezeigt werden. Diese Darstellungen sollen als kleine Entscheidungshilfe bei der Auswahl des geeigneten, individuell benötigten Förder- oder Kommissioniersystems dienen.

2 Einführung in die Kommissioniertechnik

Die Kommissionierung ist eine der wichtigsten logistischen Aufgaben im Lagerbereich. Untersuchen haben gezeigt, dass die Kommissionierkosten bis 50% und mehr der gesamten Lagerkosten betrage n können. Abnehmer verfolgen immer öfter die Just- in-time-Strategie, so dass Lieferanten gezwungen sind, immer häufiger Sendungen mit kleineren Mengen je Artikel sehr schnell abzufertigen. Der so entstehende Kosten- und Leistungsdruck zwingt Hersteller dazu, die körperliche Auftragsabwicklung im Lager kritisch zu untersuchen. 2 In Anhang 1, Seite XI sind die Auswahlkriterien für Kommissioniersysteme zusammengefasst.

2.1 Aufgaben und Ziele von Kommissioniersystemen

Kommissionieren beinhaltet das Zusammenstellen bestimmter Teilmengen (Artikel) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Anforderungen. Der Auftrag kann sowohl produktionsorientiert sein, wie z.B. die Kommissionierung die für die Fertigung notwendigen Rohmaterialien entspreche nd dem Fertigungsauftrag im Beschaffungslager, oder er kann absatzorientiert sein, wie z.B. das Zusammenstellen von Fertigerzeugnissen für einen Kundenauftrag. 3

„Die Kommissionierung stellt einen arbeitsintensiven, zumeist personalintensiven und im Allgemeinen kostenintensiven Bereich eines Lager- und Warenverteilzentrums dar und erfährt dadurch besondere Beachtung bei Planung und Betrieb solcher Systeme.“4 Effiziente und leistungsstarke Kommissioniersysteme erlangen eine immer größere Bedeutung im heutigen Warenfluss. Anhand der Kennzahlen der Warenverteilzentren des Versandhandels und Pharmagroßhandels lässt sich der Stellenwert und die Problematik moderner Kommissioniersysteme eindrucksvoll messen. Im Versandhandel werden täglich bis zu 180.000 Sendungen aus einem ca. 160.000 Artikel umfassenden Sortiment kommissioniert, im Pharmagroßhandel, der im wesentlichen die Apotheken mehrmals täglich aus einem Sortiment von ca. 100.000 Artikeln versorgt, werden Reaktionszeiten (der Zeitraum zwischen Auftragseingang und Versand) erreicht, die zwischen 20 und 45 Minuten liegen. 5 Die notwendigen Einzelschritte in diesem Kommissioniervorgang erfordern einen hohen Koordinations- und Steuerungsaufwand, so dass in der Ablaufgestaltung der Kommissionierung ein erhebliches Rationalisierungspotential liegt.6

2.2 Der Materialfluss im Rahmen der Kommissionierung

Bei der Gestaltung des Materialflusses eines Kommissioniersystems steht zunächst die Frage im Vordergrund, wie Kommissionierer und Artikel zur Durchführung der Vereinzelung räumlich und zeitlich effizient zusammengeführt werden können.7 Die physische Kommissionierung setzt sich aus den folgenden vier Grundfunktionen mit seinen jeweiligen Realisierungsmöglichkeiten zusammen, die in folgender Tabelle erläutert werden. Im Anhang 5, Seite XIII werden Vor- und Nachteile der Bereitstellungsprinzipien aufgezeigt. Eindimensional: Der Kommissionierer bewegt sich nur auf einer Höhenebene, bspw. im Bodenlager, und ist somit in seiner Greifhöhe eingeschränkt. Zweidimensional: Der Kommissionierer bewegt sich mit Hilfe von Kommissioniergeräten oder Leitern auch in der Vertikalen. Entnahme manuell/automatisch Manuell: Der Vorgang wird durch eine Arbeitsperson per Hand (teilweise unterstützt mit Hilfsmitteln) vollzogen. Automatisch: Entnahme ohne Eingriff des Menschen mit Hilfe maschineller Einrichtungen, z.B. Robotertechnik. Abgabe zentral/dezentral Zentral: Zum Abschluss des Kommissioniervorgangs wird die Ware in einen Sammelbehälter übergeben. Dezentral: Die Ware wird zum Abschluss einem Fördersystem übergeben, welches den Sammelbehälter zur Auftragssammelstelle bringt.

Abbildung 1: Materialfluss in der Kommissionierung8 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

2.3 Gestaltungsmöglichkeiten der Kommissionierung

[...]


1 Vgl. Günthner, W. A./Wilke, M. (Internet), „Materialflusstechnologie – Anforderungen und Konzepte für wandelbare Materialflusssysteme“, 2004, Seite 1.

2 Vgl. Bito Lagertechnik Bittman GmbH, „Kommissionieren: Systembeispiele + Praxisbeispiele“, 2004, S. 2.6.

3 Vgl. Heinrich, M., 2002, Seite 337.

4 Ten Hompel, M./Schmidt, T., 2003, Seite 35.

5 Vgl. Jünemann, R./Schmidt, T., 2000, Seite 211.

6 Vgl. Schulte, C., Logistik, 1999, Seite 201.

7 Vgl. Ten Hompel, M./Schmidt, T., 2003, Seite 35.

8 Nach Bichler, K./Krohn, R., 2001, Seiten 254ff. sowie Ehrmann H., 1999, Seiten 351ff.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/38381/