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Bergbahnen im Alpenraum

Scholary Paper (Seminar), 2004, 42 Pages
Author: Stephan Fischer
Subject: Tourism

Details

Event: Schwerpunkt Management von Verkehrsträgern
Institution/College: University of Applied Sciences Kempten
Tags: Bergbahnen, Alpenraum, Schwerpunkt, Management, Verkehrsträgern
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 42
Grade: 1
Bibliography: ~ 42  Entries
Language: German
Archive No.: V38672
ISBN (E-book): 978-3-638-37667-9

File size: 671 KB


Excerpt (computer-generated)

F A C H H O C H S C H U L E  K E M P T E N
Studienschwerpunkt Tourismus
Sommersemester 2004

Bergbahnen im Alpenraum

Lehrfach: Schwerpunkt Verkehrsträger

Verfasser: 

Stephan Fischer

Eingereicht am: 27.04.2004

 

I. Inhaltsverzeichnis ...  I

II. Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis  ...  II

III. Managementzusammenfassung

1. Einleitung ...  5

2. Merkmale der Bergbahnen ...  6
2.1 Geschichte und Technik ...  6
2.2 Lift- und Bergbahnsysteme  ...  9

3. Wirtschaftliche Bedeutung der Bergbahnen ...  12
3.1 Zahlen, Daten, Fakten ...  13
3.2 Zusatzleistungen im Winter- und Sommerbetrieb ...  14
3.3 Touristische Wertschöpfung durch Bergbahnen ...  18

4. Kundenorientierung der Bergbahnbranche ...  22
4.1 Kundenanforderungen an Bergbahnen ...  22
4.2 Marketing für Bergbahnen ...  23

5. Schlussbemerkung ...  26

IV. Anhang ...  III

V. Literaturverzeichnis  ...  XV

 

II. Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis

Abbildungen im Text:
Abb. 2.2/1 Bahn- und Liftsysteme  ...  5
Abb. 3.3/1 Wertschöpfung im Überblick ...  12
Abb. 3.3/2 Touristische Wertschöpfungskette ...  13
Abb. 3.3/3 Touristische Wertschöpfung bei Bergbahnen ...  14

Abbildungen im Anhang:
Abb. 3.1/1 Internationaler Vergleich der Gebietsdaten ...  III
Abb. 3.1/2 Internationaler Vergleich der Wirtschaftsdaten ...  IV
Abb. 3.3/4 Multiplikatorwirkung durch Bergbahnen ...  V
Abb. 4.2/1 Anteil der Tagesgäste am gesamten Bruttoumsatz ...  V

Abkürzungen

[...]

 

III. Managementzusammenfassung

  • Der erste Nachweis für Seiltransportanlagen für Personen und Güter findet sich auf Zeichnungen aus China (ca. 250 v.Chr.).
  • Wichtige "Erstlingswerke" in der Zeit bis zum ersten Weltkrieg waren: der erste Schrägaufzug 1804 bei Bad Gastein, die erste Personenluftseilbahn 1866 bei Schaffhausen, die erste Zahnradbahn 1870 am Vierwaltstädter See (Rigi-Bahn), die erste Standseilbahn der Schweiz 1877 in Lausanne, der erste Schlittenlift 1907 am Bödele bei Dornbirn sowie die erste Pendelbahn in Österreich (1908) auf die Raxalpe.
  • Wichtige Bergbahnen zwischen den Weltkriegen waren: die Pendelbahn Meran-Hafling (1923), die erste Schwebebahn in Frankreich (Chamonix,1924), die Zugspitzbergbahnen (1926) und der erste Doppelbügelschlepplift in Davos (1934).
  • Nach dem zweiten Weltkrieg begann eine Boomphase für Seilbahnen (besonders in den 60er und 70er Jahren). Es entstanden Sesselbahnen, die sich von Einer- und Zweier- bis hin zu Achtersesselbahnen entwickelten. Interessante technische Neuerungen der letzten Jahre waren die "Funitels" (die erste 1990 in Val Thorens), die drehbare Luftseilkabine in Engelberg (1992) und die weltgrößte Pendelbahn in Samnaun (1995).
  • Es gibt drei Hauptarten von Bergbahnen: Adhäsionsbahnen, Zahnradbahnen und Seilbahnen. Letztere lassen sich in Standseilbahnen, Seilschwebebahnen und Schleppaufzüge untergliedern. Die derzeit modernsten Seilbahnen sind die "Funitels".
  • Es gibt in den Alpenländern rund 1.300 Bergbahnunternehmen. Diese befördern ungefähr 1,5 Milliarden (Mrd.) Personen im Jahr, womit sie 2,6 Mrd. Euro erwirtschaften. Dafür benötigen sie 46.000 Beschäftigte.
  • Die Kernaufgabe der Bergbahnen ist der Personentransport. Heute bieten sie zusätzliche Leistungen in den Bereichen Sicherheit, touristische Infrastruktur, Landschaftspflege und Umweltschutz sowie Erlebnisangebote an.
  • Den Bergbahnen kommt wirtschaftliche Bedeutung zu. Sie sind die Leitbranche des Bergtourismus, tragen zur touristischen Wertschöpfung bei, sind Arbeitgeber und sichern vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweigen eine Existenzgrundlage.
  • Die Bergbahnen spielen bei der touristischen Wertschöpfungskette eine besondere Rolle. Durch ihre Leistungen ergeben sich für die Region Multiplikatoreffekte bezüglich Arbeitsplätzen und Einkommen. In Orten mit Bergbahnen hängen 40 bis 52 Prozent des Einkommens aus dem Tourismus indirekt oder direkt mit dem Vorhandensein der Bergbahnen zusammen. Sie erfüllen damit einen wichtigen Gemeinnutzen.
  • Aktuelle Kundenanforderungen an Bergbahnen sind: Sicherheit, Pisten- und Rettungsdienst, gutes Preis - Leistungs- Verhältnis, Sauberkeit, freundliche Mitarbeiter, Informationen, Komfort, Schnelligkeit des Services und gute Erreichbarkeit der Bergbahnen. Die Kunden werden immer anspruchsvoller. Sie wollen Erholung, erwarten Abwechslung und suchen nach Erlebnissen.
  • Für das Marketing der Bergbahnen ergeben sich Besonderheiten aus der Führungsfunktion in der Region. Es bilden sich Marketingkooperationen. Weitere, zu beachtende Marktgegebenheiten sind ein hoher Anteil an Tagesgästen und die Preissensibilität der Nachfrage. Die Bergbahnbranche orientiert sich vermehrt am Kunden und entwickelt sich vom Transport- zum Erlebnisanbieter.

 

1. Einleitung

Diese Arbeit soll es den Bergbahnen im Alpenraum gleich tun: wie vom Gipfel einer Bergstation soll sie einen Überblick verschaffen, mit Ein- und Aussichten in die Welt der Bergbahnbranche. Welche Bedeutung die Bergbahnen insgesamt haben wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Bereiche Geschichte, Technik, Ökonomie und Ökologie stehen hier an oberster Stelle.

Was wir heute als eine Selbstverständlichkeit betrachten - die Bergbahnen im Alpenraum - wurde vor etwa Hundert Jahren von "einigen zu weich besaiteten Seelen als eine Entweihung der Natur mit einem Klagelied besungen"1. Dieser kurze Blick in die Vergangenheit zeigt schon den Unterschied zu heute auf. Die Ehrfurcht vor der Natur und die Allmacht der Technik standen im Vordergrund. Wurden in der Pionierzeit die Fahrgäste quasi wie die ersten Flugpassagiere als Helden gefeiert, so sind heute die fast 14.000 Aufstiegsanlagen der Alpenländer für Millionen von Menschen zu einem normalen Verkehrsmittel geworden. Ende des ersten Kapitels werden die unterschiedlichen Arten von Aufstiegshilfen im Alpenraum vorgestellt. In Kapitel zwei dreht sich alles um die wirtschaftliche Bedeutung der Bergbahnen. Zu Beginn des Kapitels werden in einer Tabelle sechs wichtige Alpenländer gegenübergestellt. Es zeigen sich Größenordnungen und Verhältnisse, sowohl gebietsspezifischer als auch wirtschaftlicher Art. Des Weiteren spielen in Kapitel drei die Leistungen der Bergbahnen eine große Rolle. Wenn es um die wirtschaftliche Bedeutung der Bergbahnen geht, darf das Thema Wertschöpfung nicht fehlen. Zuerst einmal wird diesbezüglich eine Bergriffsanalyse durchgeführt und die allgemeine touristische Wertschöpfungskette erklärt und bildlich dargestellt. Anschließend verdeutlicht eine Studie die Wertschöpfungskette in touristischen Regionen mit Bergbahnen.

Galt in früherer Zeit noch die technische Meisterleistung des Personentransports als die Hauptattraktion der Bergbahnen, kann heute nur noch mit einem inszenierten Gesamtangebot am Berg Anreiz geschaffen werden. Welche Rolle hier die Nachfrageseite bei der Bildung des Erlebnisraumes Berge spielt und wie die Bergbahnbranche darauf reagiert, ist Aufgabe des Kapitels vier. Nach einem kurzen Ausblick in die Zukunft sollen dann anhand der Schlussbemerkung die aufgeworfenen Fragen beantwortet werden.

2. Merkmale der Bergbahnen

In diesem Abschnitt der Arbeit sollen zunächst die historischen Entwicklungen der Bergbahnen im Alpenraum, gegliedert in zwei wesentliche Zeitepochen, dargestellt werden. Darüber hinaus werden auch erwähnenswerte technische Errungenschaften in der Geschichte der Alpenbergbahnen hervorgehoben. Der zweite Teil des Kapitels soll dem Leser einen Überblick über die verschiedenen Arten von Bergbahnen im Alpenraum und deren Besonderheiten vermitteln.

[....]


1 Koppe, C., Die interessantesten Alpen- und Bergbahnen vornehmlich der Schweiz, No 40, Berlin, 1896 (!), S. 44.


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