Auswertung von Zusammenpassungen am Beispiel mesolithischer Fundplätze

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Details

Titel: Auswertung von Zusammenpassungen am Beispiel mesolithischer Fundplätze
Autor: Pierre Fütterer
Fach: Archäologie
Veranstaltung: HpS: Refitting- Remontage
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Ur- und Frühgeschichte)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 27
Note: 1-2
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1036 KB
Archivnummer: V38699
ISBN (E-Book): 978-3-638-37689-1

Textauszug (computergeneriert)

Institut für Ur- und Frühgeschichte
FSU Jena
SoSe 2004
HpS Refitting, Remontage

Auswertung von Zusammenpassungen am Beispiel mesolithischer Fundplätze

von

Pierre Fütterer

Mittelalterliche Geschichte: 14. FS
Philosophie: 14. FS
Ur- und Frühgeschichte: 13. FS

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Die Fundstellen 3
2.1. Rottenburg- Siebenlinden 2
2.1.1. Forschungsgeschichte 3
2.1.2. Literaturstand 4
2.1.3. Lage, Funde, Befunde, Datierung 5
2.2. Ettlingen
2.2.1. Forschungsgeschichte 6
2.2.2. Literaturstand 6
2.2.3. Lage, Funde, Befunde, Datierung 7
2.3. Vænget Nord
2.3.1. Forschungsgeschichte 8
2.3.2. Literaturstand 8
2.3.2. Lage, Funde, Befunde, Datierung 9

3. Methodischer Teil 10
3.1. Motivation oder Warum Zusammenpassungen? 10
3.2. Herangehensweise 11
3.3. Auswertung der Zusammenpassungen 12
3.3.1. RoSi 2 12
3.3.2. Ettlingen 16
3.3.3. Vænget Nord 17

4. Ergebnisse der Zusammenpassungen 18
4.1. RoSi 2 18
4.2. Ettlingen 20
4.3. Vænget Nord 22

5. Zusammenfassung 23

6. Literatur- und Abbildungsverzeichnis 26

 

 

1. Einleitung

Möchte man einen steinzeitlichen Fundplatz in seiner Gesamtheit verstehen, die Vorgänge, die zu seiner überlieferten Form führten, begreifen und nachvollziehen, so bedarf es einer Vielzahl von Untersuchungen. Eine Form dieser Untersuchungen ist das Zusammenpassen von Steinartefakten.

Die Methode des Zusammenpassens (Refitting) von Silexinventaren wird seit einigen Jahren vielfach praktiziert (Cziesla 1986, 251), um verschiedene Fragen zu Fundplätzen zu beantworten. Es ist hiermit möglich, die Be- und Verarbeitung von Silices und anderen „Steinen“ nachzuvollziehen. Ausserdem ermöglicht das Refitting, neben der Überprüfung der Stratigraphie, die interne Dynamik eines Siedlungsplatzes kenntlich zu machen (Kieselbach et al. 2000, 169).

In der vorliegenden Arbeit soll die Herangehensweise beim Zusammenpassen und dessen Rolle bei der wissenschaftlichen Auswertung von Fundplätzen dargestellt werden. Hierzu werden die Ergebnisse der archäologischen Arbeit an drei mesolithischen Stationen herangezogen. Diese Stationen sind das baden- württembergische Rottenburg- Siebenlinden 2 (im Folgenden RoSi), Ettlingen und Vænget Nord in Dänemark.

Nach einführenden Bemerkungen (Lage, Funde, Befunde, zeitliche Stellung) zu den einzelnen Fundorten erfolgen die Untersuchung der Zusammenpassungen anhand der einzelnen Fundstellen sowie die Darstellung der Ergebnisse.
Im letzten Teil der Arbeit werden die Ergebnisse zusammenfassend verglichen und die gewonnen Erkenntnisse ausgewertet.

2. Die Fundstellen

2.1. Rottenburg- Siebenlinden 2

2.1.1. Forschungsgeschichte

Bei der Ausgrabung einer Siedlung der Hallstatt- und Frühlaténezeit, wurden im Jahr 1990 beim Ausheben einer Siedlungsgrube mikrolithische Silexartefakte und Reste einer Feuerstelle entdeckt. Die Fundstelle wurde als Rottenburg- Siebenlinden 1 bezeichnet. Eine Sondage gegen Ende der Kampagne von 1990 bildete die Grundlage für die 1991 erfolgte Ausgrabung von RoSi 2 (Kieselbach et al. 2000, 12f.). In den Jahren 1993 und 1995 folgten Ausgrabung der Station RoSi 3 (Richter 1998, 258) und 2001 schließlich Grabungsarbeiten an der Station RoSi 4.

2.1.2. Literatur

Die Ergebnisse und die Auswertung der archäologischen Arbeiten an der Fundstelle RoSi 2 wurden in drei Magisterarbeiten festgehalten, deren Autoren sich speziell zu den Geröllen und Befunden (Richter 1992), den Silices (Kieselbach 1993) und der Fauna (Miller 1996) äußern. Diesen Magisterarbeiten, die an der Universität Tübingen entstanden, sind unpubliziert. Eine Kurzfassung der Magisterarbeit von Kieselbach findet sich in den Archäologischen Informationen (Kieselbach 1995).Es folgten eine Reihe weiterer Untersuchungen über die Lagerplatzdynamik (Kieselbach 1998), über Feuereinwirkung an Geröllen und Auelehmen (Richter 1998), sowie eine Untersuchung der pflanzlichen Reste (Rösch, Goppelröder 2000), die teilweise in Einzelaufsätzen oder in Kieselbach (et al. 2000) publiziert wurden.
Im Vergleich mit den anderen, in dieser Arbeit genannten Fundstellen, findet sich für RoSi 2 deutlich mehr Literatur. Neben der ausführlichen Monographie von Kieselbach (et al. 2000) liegen kleinere Berichte in den „Archäologischen Ausgrabungen in Baden- Württemberg“ (Hahn 1990 und Kieselbach, Richter 1991) vor. In den „Aktuellen Forschungen zum Mesolithikum“(Conard, Kind 1998) sind die weiter oben genannten Untersuchungen zu RoSi 2 publiziert. Ebenso finden sich einige Aufsätze in der Festschrift für Hansjürgen Müller- Beck (Campen, Hahn u. Uerpmann 1996). Von Kieselbach (1996) sind in diesem Werk Überlegungen zum Ökonomieverhalten im Mesolithikum veröffentlicht worden. Von Richter (1996) liegt im genannten Band eine kurze Einführung über den Lagerplatz vor. Nicht zu vergessen sei der von Miller (1998) publizierte Aufsatz über die Verbreitung der faunistischen Reste in RoSi 2.

Damit erschöpft sich die maßgebliche Literatur zu Siebenlinden 2. Es gibt weitere Erwähnungen von RoSi 2 (teilweise in Verbindung mit den anderen Fundplätzen RoSi 1, 3 und 4) in einigen Übersichtsdarstellungen über das Mesolithikum. So z.B. im Begleitband zur Ausstellung „Menschen – Zeiten- Räume“, in dem Siebenlinden als eine der wichtigsten mesolithischen Fundstellen Deutschlands genannt wird (Kind 2002, 125).

Ein Aufsatz von Kind (1998) beschäftigt sich mit der Ausbreitung der Linearbandkeramik im südlichen Europa. Die Rolle, die RoSi in dieser Darlegung von Kind spielt, beruht auf der guten Dokumentation als Fundplatz, der alle Phasen des süddeutschen Mesolithikums umfasst. Aufgrund dieser Tatsache konnte Kind am Beispiel von RoSi zeigen, dass vom Früh- zum Spätmesolithikum keine Veränderung von generalisierten zu komplexen Jägern und Sammlern stattfand (Kind 1998, 6f).

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