Henrik Ibsens: Nora - Die Demaskierung einer Ehe

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Details
Autor: S. Lauterbach
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Veranstaltung: Literatur um 1900
Institution/Hochschule: Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Jahr: 2004
Seiten: 13
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 248 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-37700-3
Textauszug (computergeneriert)
Henrik Ibsens: Nora - Die Demaskierung einer Ehe
von: Silke Lauterbach
3. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Inhalt des Stücks Seite 3
3. Die Form des Stücks Seite 5
4. Charakterisierung der Eheleute Seite 6
4.1. Nora
4.2. Helmer
5. Die Ehe der Helmers Seite 8
6.1. Noras Wandlung Seite 9
6.2. Die Bedeutung der Tarantella
7. Fazit Seite 12
8. Quellenangaben Seite 13
1. Einleitung
Das Schauspiel Nora (Ein Puppenheim) ist das berühmteste des Norwegers Henrik Ibsen, es bescherte ihm Weltruhm und machte ihn und Norwegen somit in der ganzen Welt bekannt. Das Stück wurde in sämtliche Weltsprachen übersetzt, auch wenn es zur damaligen Entstehungszeit viel Aufruhr und Unmut verursachte, da es als eines der bekanntesten Dramen der Frauenemanzipation angesehen wurde, und das obwohl Ibsen dieses niemals explizit angestrebt hätte 1. Dennoch ist bekannt, dass Ibsen sich stets für die Rechte der Frauen einsetzte und mit Aussagen, wie: „ die Frauen sollen sie selbst, sollen Menschen sein, nicht nur Frauen ihrer Männer und die Mütter ihrer Kinder.“ 2 machte er sich nicht nur Freunde. Die vorliegende Arbeit versucht nun dieses bemerkenswerte Stück zu untersuchen und zwar in Bezug auf die Ehe Noras und Helmers. Eine Ehe, die anfangs so glücklich wirkte und in Wirklichkeit nur eine aufgesetzte Maskerade war, ein Puppenheim für Helmers Gattin Nora, aus dem sie sich zuletzt befreit – die Demaskierung einer Ehe!
2. Inhalt des Stücks
Wie der Titel schon besagt, heißt die Hauptfigur des Stückes Nora. Sie ist eine junge Frau, die mit ihrem Mann Helmer und ihren drei gemeinsamen Kindern in gut bürgerlichen Verhältnissen zusammenlebt. Das Familienglück scheint perfekt, und es ist sogar noch eine Besserung in Sicht, wurde doch Helmer vor kurzem zum Bankdirektor befördert und die finanzielle Situation der Familie scheint gesichert. Nora kümmert sich ganz um die Erziehung der Kinder, unterstützt von dem Kindermädchen Anne- Marie.
Das außerfamiliäre Leben der Beiden in der Gesellschaft wird zunächst durch den allseits angesehenen, doch stark kränkelnden Doktor Rank dargestellt, der ein alter Freund Helmers ist und zudem ein gerne und häufig gesehener Gast im Haus der Familie. Zunächst erfährt der Leser wenig über die Vergangenheit Noras und Helmers, aber nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht. Unter anderem auch durch Frau Linde, eine alte Jugendfreundin von Nora, die überraschend zu Besuch kommt. Nach dem Tod ihres Mannes sucht diese dringend nach Arbeit und bittet Nora ein gutes Wort bei Helmer für sie einzulegen und ihn für sie um eine Anstellung bei der Bank zu bitten. Nora tut ihrer alten Bekannten diesen Gefallen sehr gerne und Helmer kann ihr diese Bitte nicht abschlagen, allerdings muss es dadurch zwangsläufig zu einer Entlassung eines anderen Angestellten kommen. Hiervon ist ein gewisser Krogstad betroffen, der durch eine ehemalige Straftat (Urkundenfälschung) gesellschaftlich in Ungnade gefallen ist. Gerade hat er sein Leben wieder neu geordnet, hat einen neuen Anfang gemacht, als nun die Entlassung droht. Um seinen Arbeitsplatz zu retten ist ihm jedes Mittel recht und er erpresst Nora mit einem Geheimnis, das sie seit Jahren in sich trägt.
Nora hatte vor langer Zeit Geld von Krogstad geliehen, um Ihrem damals schwer kranken Mann einen dringend nötigen Urlaub in Italien zu ermöglichen. Da ihr Mann dem nie zugestimmt hätte, fälschte sie die Unterschrift ihres schwer erkrankten Vaters und erzählte Helmer, dieser hätte ihr das Geld geliehen. Jahrelang sparte sie jeden noch so kleinen Geldbetrag, um das Darlehen wieder zurückzahlen zu können und lebte dabei in ständiger Angst, Helmer könne hinter ihr Geheimnis kommen. Als nun Krogstad droht Alles aufzudecken gerät Nora somit in eine schier ausweglose Situation, der das arme kindlich und so behütet wirkende junge Mädchen nicht gewachsen scheint.
Nachdem sie sämtliche Möglichkeiten, abgewägt hat, vertraut sie sich Frau Linde an, die versucht eine Lösung für sie zu finden. Diese scheint endlich gefunden, als Frau Linde und Krogstad zueinander finden, beide verwitwet und schon vor langer Zeit einmal ein Liebespaar. Krogstad erklärt sich bereit das belastende Material zurückzuziehen und somit Noras Geheimnis zu bewahren, aber zu diesem Zeitpunkt liegt besagter Brief schon in Helmers Briefkasten und die Katastrophe geschieht: Nach einem Maskenball öffnet Helmer den Brief, fürchtet um seine Karriere und macht Nora die schwersten Vorwürfe. Als Krogstad ihm den Schuldschein auf einmal überlässt und damit kein Beweis für die Noras Urkundenfälschung mehr existiert, ist der aufbrausende Gatte Noras mit einem Mal wieder besänftigt, er vergibt Nora großzügig und will einen neuen Anfang mit ihr machen. Die bis dorthin behütet in ihrem Puppenheim lebende Nora beschließt jedoch dieses Leben nicht mehr weiterführen zu wollen, sie verlässt ihren Mann und die Kinder und beginnt ein neues Leben.
3. Die Form des Stücks
[...]
1 Vgl.: Bernhard: Nora (Ein Puppenheim), S. 5.
2 Bernhard: Nora (Ein Puppenheim), S. 5.
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