Kraftfähigkeit - Grundlagen und Methoden close

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 15
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 385 KB
Archivnummer: V38838
ISBN (E-Book): 978-3-638-37791-1

Textauszug (computergeneriert)

OTTO-VON-GUERICKE-UNIVERSITÄT MAGDEBURG
FAKULTÄT FÜR GEISTES-, SOZIAL- UND ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTEN
INSTITUT FÜR SPORTWISSENSCHAFTEN
PROSEMINAR: Allgemeine und sportmedizinische Grundlagen des Trainings
3. Semester

Kraftfähigkeit – Grundlagen und Methoden

von: Tobias Jantz

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG  1

2 KRAFTFÄHIGKEIT 2

2.1 CHARAKTERISTIK 2
2.2 BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN  3
2.3 MAXIMALKRAFT  4
2.4 SCHNELLKRAFT 6
2.5 REAKTIVKRAFT 7
2.6 KRAFTAUSDAUER 8
2.7 METHODEN DER KRAFTENTWICKLUNG 9

3 SCHLUSSBETRACHTUNG  12

LITERATURVERZEICHNIS 12



 

1 EINLEITUNG

Die Kraftfähigkeit ist sehr komplex. Deswegen kann in dieser Arbeit nur auf allgemeine Gegenstände eingegangen werden. Krafttraining wird mehr oder minder bei jedem Sport betrieben – im Gesundheitssport ebenso wie im Bodybuilding oder Kraftsport, wo die Ausprägung der Kraftfähigkeit primäres Ziel ist. Gerade dort wird auf andere Formen der Kraftentwicklung zurückgegriffen1. Allein diese sehr spezifischen Kraftentwicklungsformen böten genügend Stoff für eine Arbeit dieses Umfangs. Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen inhaltlichen Überblick zum Thema zu geben. Die Kraftfähigkeit soll eingeordnet, strukturiert, definiert und erläutert werden. Weiterhin sollen allgemeine Methoden zur Kraftentwicklung dargelegt werden. Aufgrund der zeitlichen und räumlichen Beschränkung kann jedoch nur bedingt vertiefend auf einzelne Probleme eingegangen werden. Der Verfasser ist bemüht, die Kraftfähigkeit isoliert zu betrachten, auch wenn diese in der Praxis gemeinsam mit anderen Fähigkeiten in Erscheinung tritt.

Bei der Auswertung der einschlägigen Literatur ist festzustellen, daß fast alle Autoren auf die Arbeiten von BÜHRLE oder MARTIN, CARL, LEHNERTZ zurückgreifen. Ebenso fällt auf, daß alle Definitionen lediglich Vorschläge sind, die längst nicht allgemein anerkannt sind, was darauf schließen läßt, daß in der Trainingswissenschaft, speziell im Bereich der Kraftfähigkeit, noch ein großer Forschungsbedarf besteht. Bei stark divergierenden Ansichten ist der Autor bemüht, diese dem Leser aufzuzeigen.

2 KRAFTFÄHIGKEIT

2.1 Charakteristik

Die Kraftfähigkeit gehört, zusammen mit der Ausdauer- und der Schnelligkeitsfähigkeit, zum Leistungsfaktor Kondition2. Somit ist die Kraftfähigkeit Bestandteil der inneren Leistungsfaktoren. In Anlehnung an die physikalische Definition der Kraftwirkung3 wird Kraft im sportlichen Sinn als Fähigkeit des Athleten definiert, „Widerstände durch willkürliche Muskelkontraktion zu überwinden bzw. äußeren Kräften entgegenwirken zu können“(SCHNABEL, HARRE, BORDE 1997, S. 132). Somit ist die Kraftfähigkeit im Gegensatz zur physikalischen Kraft nicht nur an der Wirkung zu erkennen, sondern eine zielgerichtete Erscheinung.

Da die anderen oben genannten konditionellen Fähigkeiten auch durch Kräfte hervorgerufen werden, spricht man nur dann von Kraftfähigkeit, wenn Krafteinsätze mit mindestens 30% des individuell realisierbaren Kraftvermögens vorliegen4. Oberhalb dieses Grenzwertes erstreckt sich eine weite Spanne, die es sinnvoll macht, eine weitergehende Strukturierung vorzunehmen. Unter verschiedenen Gesichtspunkten eröffnen sich hierzu mehrere Möglichkeiten, z.B.:

· die Strukturierung der Kraft nach den Kontraktionsformen in statisch, dynamischkonzentrisch, dynamisch-exzentrisch und dynamisch-konzentrisch-exzentrisch (BOECKH-BEHRENS, BUSKIES 2000, S.21);
· die Einteilung in Stoß-, Wurf-, Sprungkraft usw. (LETZELTER 1989, S. 212). Da eine solche Gliederung die koordinativen und die energetischen Aspekte zu stark vermischt und die eigenständige Leistung der Muskulatur in den Vordergrund gestellt werden soll, ist die Grundlage dieser Arbeit die in der Trainingswissenschaft übliche Differenzierung zwischen vier Erscheinungsformen: der Maximalkraft, der Kraftausdauer, der Schnellkraft und der Reaktivkraft5.

2.2 Biologische Grundlagen

Bewegungen des Menschen werden durch ein System von Knochen, Gelenken, Sehnen, Bändern und Muskeln ermöglicht. Weil sich ein Muskel durch einen Reiz zusammenziehen kann, werden Bewegungen um eine Gelenkachse ermöglicht. Somit ist die Muskulatur die Grundlage der menschlichen Bewegung. Bei jeder dieser Bewegungen kommen mehrere Muskeln zum Einsatz, es kommt stets zum Zusammenspiel von Beugern und Streckern. Während der Synergist die eigentliche Bewegung verursacht, bremst der Antagonist diese und ermöglicht dadurch eine koordinativ hochwertige Bewegung und schützt gleichzeitig die Gelenke und Bänder. Verschiedene Faktoren sind für die Art und Weise der Muskeltätigkeit verantwortlich:

[...]


1 Für Fitneß- und Gesundheitssport ist beispielsweise das sogenannte sanfte Krafttraining sehr sinnvoll, während Kraftsportler auf Methoden wie Last Repitition, Forced Repitition etc. zurückgreifen. Vgl. dazu BOECKH-BEHRENS, BUSKIES 2000, S.48ff bzw. ebd. S.56ff. Auf diese Formen wird in dieser Arbeit nicht eingegangen.

2 Zum Teil wird auch die Beweglichkeit zum Leistungsfaktor Kondition gezählt. Diese Kontroverse findet in der vorliegenden Arbeit jedoch keine Beachtung.

3 Eine Kraft beschreibt Wirkungen auf einen Körper, die beschleunigender oder verformender Art sind.

4 Obwohl Untersuchungen gezeigt haben, daß auch bei einem Training mit niedrigerer Intensität signifikante Zunahmen besonders im Kraftausdauerbereich zu erzielen sind.

5 Die Reaktivkraft ist ein Ergebnis der neueren Forschung und daher in älterer Literatur bzw. in Literatur, die auf der älteren basiert, i.d.R. nicht explizit als eigenständige Kraftfähigkeit herausgearbeitet.

Kommentare

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