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Hauptseminararbeit, 2001, 16 Seiten
Autor: Christian Klar
Fach: Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Seminar für Allgemeine Rhetorik)
Tags: Rhetorik, Kinderliteratur, Märchen
Jahr: 2001
Seiten: 16
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-12406-5
Dateigröße: 174 KB
Diese Arbeit hat eine der beliebtesten Kinderfiguren zum Mittelpunkt eingehender, rhetorischer Betrachtungen genommen und die Werke Milnes rhetorisch und kinderpsychologisch analysiert. Abgesehen davon darf eine Betrachtung des typisch englischen Weltbilds natürlich auch nicht fehlen.
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Textauszug (computergeneriert)
Alan Alexander Milne: Pu der Bär (1926)
von
Christian Klar
Gliederung:
Einleitung
1. Kurze Inhaltsangabe beider Bücher
2. Analyse der beiden Bücher
2.1 Charakterdarstellung
2.1.1 Pu der Bär
2.1.2 Christopher Robin
2.2 Erzählstrategien
2.3 Topoi
2.4 Sprachwahl
2.5 Wirkungsabsicht und didaktische Intention
2.5.1 Die kindliche Weltaneignung von Pu
Schlußbemerkung
Literaturverzeichnis
Einleitung
Alan Alexander Milne arbeitete als freier Journalist und war Redaktionsmitglied der Zeischrift Punch (1906-1914). Noch während seines Kriegsdienstes schrieb er die ersten Lustspiele und feierte nach dem ersten Weltkrieg beachtliche Bühnenerfolge als Autor von leichten Komödien. Abends erzählte er seinem kleinen Sohn Christopher Robin Gutenachtgeschichten, die, motiviert durch den Jungen, dessen Stofftiere als Akteure auftreten ließen. Neben Pu dem Bären besiedelten noch andere Stofftiere Christopher Robins, wie der Esel I-Ah, Ferkel, das Kängaruh Känga mit seinem Kleinen Ruh und im zweiten Buch, Pu baut ein Haus, noch Tieger den Hundert-Sechzig-Morgen-Wald, dessen Topographie dem Landhaus Cotchford Farm (Sussex), das Milne sich 1925 gekauft hatte, und dem naheliegenden Wald entsprachen. Lediglich die Eule und das Kaninchen aus den Geschichten hatte der Autor dazuerfunden. Als Milne 1925 eine Weihnachtsgeschichte für die Evening News schreiben sollte, schlug ihm seine Frau diese Erzählungen vor, was auch der Grund ist, warum beide Bücher ihr gewidmet waren, und nicht etwa seinem Sohn.
Pu, der Bär, ist der Spielzeuggenosse von Christopher Robin und somit eine "anthropomorphe Projektion" und erhält nur in diesem Bezug zu dem Kind eine fiktionale Existenz. Pu ist also "nicht echtes Gegenüber, sondern ein nach außen gegebener Entwurf der Seele [des Kindes]".
Außerdem ist er nicht der erste Bär in der Kinderliteratur, aber er ist der erste Teddybär. 1902 wurde der erste Teddybär, der aufrecht stehen und sich setzen konnte, von Richard Steiff erfunden und 1903 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt. Der Teddy, dessen Name auf den amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt zurückgeht, der von Freunden Ted oder Teddy genannt wurde, trat seinen Siegeszug in die Kinderzimmer an und avancierte dort sehr schnell zum Lieblingsspielzeug.
"Ein Teddy ist alterlos, geduldig und gutmütig, verschwiegen und stets der ideale Träger all unserer Vorstellungen und Wünsche. Das kuschelige Fell, der treue Blick und eine Physiognomie, die niemanden belehren will, aber alles zu verstehen scheint, dazu ein etwas gedrungener Körper, dessen tapsige Haltung Liebeserwartung signalisiert, um gleichzeitig [...] auch die Rolle eines Beschützers zu entwickeln, das alles [...] steckt in einem Teddy".
Puppen und Stofftiere sind oftmals Gegenstände des hegenden Umsorgens von Kindern. Der Teddy hingegen ist nicht primär in dieser Rolle verhaftet, er ist vielmehr ein gleichwertiger Partner und Freund, der dem Kind allegorisch zur Seite steht.
[...]
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