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Hausarbeit, 2004, 14 Seiten
Autor: Anna Lindner
Fach: Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Lit.wiss.
Details
Tags: Nathaniel, Hawthornes, Definition, Romance, Umsetzung, Scarlet, Letter
Jahr: 2004
Seiten: 14
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-37883-3
Dateigröße: 214 KB
Literaturtheoretische Ansätze Hawthornes: "Der Scharlachrote Buchstabe" als etwas anderer Roman
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Textauszug (computergeneriert)
Nathaniel Hawthornes Definition der "Romance"
und ihre Umsetzung in "The Scarlet Letter"
von: Anna Lindner
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. „Romance“ vs. „Novel“ 4
Das Vorwort von The House of the Seven Gables
3. The Scarlet Letter - A „Romance“? 7
3.1. „To mingle the Marvellous“ - Das Wunderbare 7
3.1.1. Personen 7
3.1.1.1. Pearl 7
3.1.1.2. Roger Chillingworth 8
3.1.1.3. Wunderbar passende Namen 9
3.1.2. Ein himmlisches Zeichen 10
3.2. „Historical Connection“ und Moral 11
3.2.1. Moral und Perspektiven zwischen Vergangenheit und Gegenwart 11
3.2.2. Historische Bezüge 13
4. Zusammenfassung 14
5. Bibliographie 15
1. Einleitung
Im Vorwort zu The House of the Seven Gables1 skizziert Nathaniel Hawthorne seinen Begriff von „Romance“, indem er einige Forderungen formuliert, die diese erfüllen sollte, um sich von einem „Novel“ zu unterscheiden. Im Folgenden werde ich untersuchen, ob bzw. inwieweit Hawthorne seinen Ansprüchen selbst gerecht wird. Zur besseren Unterscheidung der im Deutschen so ähnlichen Bezeichnungen „Romanze“ und „Roman“, werde ich in dieser Arbeit das englische „Romance“ bzw. „Novel“ beibehalten. Die Anwendung von Hawthornes „Romantheorie“ - eigentlich handelt es sich eher um sein Verständnis eines bestimmten Terminus, als um eine „Theorie“ - auf sein 1850 erschienenes Werk The Scarlett Letter2 soll Gegenstand meiner Betrachtung sein. Auf The Custom House3 , das Vorwort dieses Buches, wird nicht Bezug genommen, da es für die Untersuchung nicht von Relevanz ist. Das „Preface“ des ein Jahr später erschienenen The House of Seven Gables muss zur Untersuchung der Aspekte einer „Romance“ in The Scarlet Letter aber ebenso zulässig sein, da Hawthorne selbst eben dieses Buch als solche bezeichnete - schon die erste Ausgabe trägt den Untertitel „A Romance“.
2. „Romance“ vs. „Novel“
Das Vorwort von The House of the Seven Gables In der Einleitung zu The House of the Seven Gables geht Nathaniel Hawthorne detailliert auf seine Unterscheidungen zwischen „Romance“ und „Novel“ ein: „When a writer calls his work a romance, it need hardly be observed that he wishes to claim a certain latitude, both as to its fashion and material, which he would not have felt himself entitled to assume, had he professed to be writing a novel.“4
Hawthorne bedient sich des geografischen Vergleichs, der Autor einer „Romance“ nähme für sich einen anderen Breitengrad - „latitude“ - auf der poetischen Weltkugel in Anspruch, als jener, der einen „Novel“ zu schreiben gedenkt: Denn sowohl in ihrer Ausgestaltung, als auch in ihrem Stoff unterschieden sie sich voneinander. Denn der „Novel“ ist bemüht um „a very minute fidelity, not merely to the possible, but to the probable and ordinary course of man′s experience.“5 Im Gegensatz dazu muss die „Romance“, nicht nur das „Wahrscheinliche“ und „Gewöhnliche“ repräsentieren, sondern kann „the truth of the human heart“6,, der auch diese literarische Form, laut Hawthorne, immer verpflichtet bleiben muss, ebenso unter „circumstances [...] of the writer‘s own choosing or creation“7 darstellen.
Hier zeigt sich, wie gut gewählt Hawthornes Metapher des „latitude“ ist, bildet doch eine andere Bedeutung des Wortes, nämlich „Spielraum“, eine Analogie zur Gestalltungsfreiheit, die er dem Autor einer „Romance“ zubilligt. Eine Möglichkeit, die gewünschte Atmosphäre zu schaffen und die Figuren präziser zu charakterisieren, ist „to bring out or mellow the lights, and deepen and enrich the shadows, of the picture.“8 Hawthorne definiert die „Romance“ als „Novel“ mit Elementen des Ungewöhnlichen und überzeichneten Begebenheiten und Charakteren. In einer kulinarischen Metapher suggeriert er jedoch „especially, to mingle the marvellous rather as a slight, delicate, and evanescent flavor, than as any portion of the actual substance of the dish offered to the public.“9 Nach der Erklärung des Begriffes „Romance“ ironisiert Hawthorne diese, indem er seine Ratschläge abschwächt und zugibt, dass dem Schriftsteller, der sich nicht an sie hält, kein „literary crime“10 vorgeworfen werden könne. Er selbst versuche aber seine Forderungen zu erfüllen. Neben dem Aspekt des „Wunderbaren“, soll in der „Romance“ auch versucht werden „to connect a by-gone time with the very present that is flitting away from us“11.
Was Hawthorne zum nächsten Punkt führt: Wie er schreibt, legen viele Schriftsteller „very great stress upon some definite moral purpose“12, den ihr Werk verfolgen soll. „Not to be deficient in this particular, the author has provided himself with a moral;--the truth, namely, that the wrong-doing of one generation lives into the successive ones, and, divesting itself of every temporary advantage, becomes a pure and uncontrollable mischief;[...] “13
[...]
1 Nathaniel Hawthorne: The House of the Seven Gables. A Romance. Boston: Ticknor, Reed and Fields 1851(Erstausgabe) Anm.: In Anbetracht der Kürze des Vorwortes und der Einfachheit des Zitierens halber beziehe ich mich in dieser Arbeit auf die Version des „Preface“ wie es auf www.eldritchpress.org/nh/pfsg.hmtl zu finden ist.
2 Nathaniel Hawthorne: The Scarlet Letter. In: N. Hawthorne: The Scarlet Letter and selected Tales. Hrsg. v. Thomas E. Connolly. London: Penguin Books 1986 (Penguin Classics 27)
3 Eb. d. S 35-76 Anm.: Auch in The Custom House schreibt Hawthorne von seinem Begriff der „Romance“. Das zitierte Vorwort zu The House of the Seven Gables ist ob seiner Prägnanz und Ausführlichkeit jedoch besser zur Untersuchung geeignet.
4 Nathaniel Hawthorne: „Preface“ zu The House of the Seven Gables: www.eldritchpress.org/nh/pfsg.html
5 Eb. d.
6 Eb. d.
7 Eb. d.
8 Eb. d.
9 Eb. d.
10 Eb. d.
11 Eb. d.
12 Eb. d.
13 Eb. d.
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