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Exkursionsbericht: Pflanzensoziologische Aspekte des Nordwestdeutschen Tieflands und angrenzender Niederländischer Gebiete

Autor: Gunnar Söhlke
Fach: Biologie - Botanik

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Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 15
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 4879 KB
Archivnummer: V39122
ISBN (E-Book): 978-3-638-37997-7
ISBN (Buch): 978-3-638-77615-8
Anmerkungen :
Exkursionsziele: Borkener Paradies, Heiliges Meer, de Hooge Veluwe, Kootwijkrzand

Zusammenfassung / Abstract

Dies ist der Exkursionsbericht zu einer pflanzensoziologischen Exkursion vom 19.08.04 – 22.08.04 im Bereich des Nordwestdeutschen Tieflandes und angrenzender niederländischer Regionen. Dabei wurde zum einen das Naturschutzgebiet Heiliges Meer und das Borkener Paradies an einem Emsaltarm bei Meppen näher untersucht, sowie zwei Standorte in den Niederlanden, der Kootwijkerzand und der Nationalpark de Hooge Veluwe. Es handelte sich dabei vorrangig um Vegetationsformen der Heide und anderer sandiger „Magerstandorte“ sowie die Gewässer (begleitende) Vegetation der Seen im Gebiet des NSG Heiliges Meer. Im vorliegenden Text werden die einzelnen Standorte jeweils kurz allgemein charakterisiert und die vorgefundenen Vegetationsformen und Pflanzengesellschaften erläuternd aufgeführt.

Textauszug (computergeneriert)

Studienarbeit

Pflanzensoziologische Aspekte des Nordwestdeutschen Tieflands 
und angrenzender Niederländischer Gebiete

von

Gunnar Söhlke

2005

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 3

2 Naturschutzgebiet Heiliges Meer ... 3
2.1 Vegetation des Erdfallsees ...  4
2.2 Vegetation des Heideweihers ...  4
2.3 Vegetation des Großen Heiligen Meeres ...  5
2.4 Vegetation der Heideflächen ... 7

3 Das Naturschutzgebiet Borkener Paradies ... 8
3.1 Vegetation des Hudewaldes ... 8
3.2 Vegetation der offenen Flächen ...  9

4 Die Dünenlandschaft Kootwijkerzand in den Niederlanden ... 10
4.1 Vegetation des Kiefernwaldes ... 11
4.2 Vegetation der offenen Sandflächen und Heideflächen ... 12

5 Der Nationalpark de Hooge Veluwe in den Niederlanden ... 13
5.1 Vegetation des Nationalparks de Hooge Veluwe ... 13

6 Literaturverzeichnis ...  14

 

 

1) Einleitung

Dies ist der Exkursionsbericht zu einer pflanzensoziologischen Exkursion vom 19.08.04 – 22.08.04 im Bereich des Nordwestdeutschen Tieflandes und angrenzender niederländischer Regionen. Dabei wurde zum einen das Naturschutzgebiet Heiliges Meer und das Borkener Paradies an einem Emsaltarm bei Meppen näher untersucht, sowie zwei Standorte in den Niederlanden, der Kootwijkerzand und der Nationalpark de Hooge Veluwe. Es handelte sich dabei vorrangig um Vegetationsformen der Heide und anderer sandiger „Magerstandorte“ sowie die Gewässer (begleitende) Vegetation der Seen im Gebiet des NSG Heiliges Meer.

2) Naturschutzgebiet Heiliges Meer

Das Naturschutzgebiet Heiliges Meer liegt im nördlichen Randgebiet von Nordrheinwestfalen zwischen den Städten Hopsten, Recke und Hörstel. Es wurde 1930 offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt, war aber zu der Zeit bereits im Besitz des Westfälischen Provinzialverbandes (heute Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Sein Gebiet wurde über die Jahre durch Ankauf von umliegenden Flächen auf heute etwa 90 ha erweitert. Es umfasst mit dem „Großen Heiligen Meer“, dem „Erdfallsee“ und dem „Heideweiher“ drei größere Seen und noch weitere kleinere Gewässer mit Röhricht- und Bruchwaldbereichen, sowie umliegenden Heideflächen. Es handelt sich um natürliche Gewässer von denen das Heilige Meer und der Erdfallsee, sowie kleinere Tümpel durch „Erdfallereignisse“ entstanden sind. Diese kommen dadurch zustande, dass in tieferen Bodenschichten liegende Gips-, Anhydrit- und Steinsalzlager durch Grundwasser ausgewaschen werden und so Hohlräume entstehen, die dann einstürzen können. An der Oberfläche können dann innerhalb von wenigen Stunden zylinderförmige Einsenkungen von über 10 m Tiefe entstehen. Zuletzt konnte dieses Ereignis in größerem Ausmaß im April 1913 beobachtet werden, als auf einer kreisförmigen Fläche von etwa 100 m Durchmesser der Boden langsam einbrach und eine ca. 11 m tiefe Einsenkung gebildet wurde, die sich langsam mit Wasser füllte. Der „Erdfallsee“ stellt das jüngste größere Gewässer des Naturschutzgebiets dar und ist noch als oligotropher See einzustufen. Durch ständigen Nährstoffeintrag bedingt zeigt er allerdings bereits Übergänge zum mesotrophen Gewässertyp. Das Große Heilige Meer ist wahrscheinlich zwischen 400 und 600 n. Chr. entstanden und weist aufgrund seines höheren Alters und dem beständigen Nährstoffeintrag einen mäßig eutrophen Zustand auf. Der Heideweiher ist ein typisch dystrophes Gewässer. Das Wasser ist aufgrund des Untergrundes aus Torfschlamm reich an Huminsäuren und hat eine bräunliche Farbe, der pH-Wert ist dementsprechend niedrig [Abschnitt nach: TERLUTTER 2004].

2.1) Vegetation des Erdfallsees:

Der Uferbereich des Erdfallsees zeigt eine typische sand-oligotrophe Vegetationszonierung auf Protopedon. Hier findet sich bis zu einer Wassertiefe von max. 50 cm stellenweise die sehr seltene Wasserlobelie (Lobelia dortmanna), ein Glockenblumengewächs welches auf sehr klares und somit nährstoffarmes Wasser angewiesen ist. Zusammen mit dem näher zum Ufer hin wachsenden Strandling (Littorella uniflora) bildet sie die Pflanzengesellschaft des Isoeto-Lobelietum eine durch Trophierung stark gefährdete, sehr seltene Pflanzengesellschaft [POTT 1999]. Der Strandling ist ein interessantes Gewächs aus der Familie der Wegerichgewächse. Er bildet ein recht großes Wurzelsystem aus und ist gut an Überflutung angepasst indem er sowohl zum C3- als auch zum CAM-Metabolismus fähig ist und zusätzlich auch CO2 aus dem Substrat aufnehmen kann. Seine Wuchsform als Sprossrosette wird auch als Isoetider-Wuchs bezeichnet und hat den Vorteil nur kurzer Stofftransportwege [POTT 1995]. An weiteren Pflanzen finden sich noch Sumpfhartheu (Hypericum elodes) und der Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris). In einem kleinen Uferbereich wächst seit einiger Zeit auch Phragmites australis, was auf den steigenden Nährstoffgehalt des Gewässers (und die Hauptzustromrichtung!) hindeutet.

2.2) Vegetation des Heideweihers:

Der Heideweiher ist ein sehr flaches, dystroph-mesotrophes Gewässer, mit interessanter Vegetationsstruktur. Der Weiher ist am tiefsten Punkt lediglich 1,5 m tief und kann bei längeren regenfreien Perioden auch trockenfallen, da er nicht Grundwassergespeist ist. Zur Mitte des Weihers hin findet sich die Pflanzengesellschaft des Nymphaetum albo-minoris mit der kleinwüchsigen und kleinblütigen Form der weißen Seerose Nymphaea alba, welche in einer „Trockenvariation“ und in einer „Feuchtevariation“ mit heteromorphen Blätter auftreten kann (Abbildung 1). Am Rande des Weihers findet sich die Gesellschaft des Sphagnetum cuspidato-denticulati wo neben dem auch zeitweise Trockenheit ertragenden Torfmoos Sphagnum cuspidatum hauptsächlich die Binse Juncus bulbosus vorkommt, man könnte wohl auch von einem Sphagno-Juncetum bulbosi sprechen (Abbildung 2).

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Kommentare

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