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Details

Veranstaltung: Seminar Management von Verkehrsträgern
Institution/Hochschule: Fachhochschule Kempten
Tags: Deutsche, Flughäfen, Vergleich, Seminar, Management, Verkehrsträgern
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 51
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 79  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 851 KB
Archivnummer: V39150
ISBN (E-Book): 978-3-638-38014-0
Anmerkungen :
Es werden die 18 großen deutschen Flughäfen vorgestellt, wichtige Grundlagen zum Thema gegeben, die Flughäfen anhand der Verkehrszahlen, wirtschaftlichen Zahlen und sonstiger Daten verglichen und aktuelle Entwicklungen vor allem auf Grund der Billigflieger aufgezeigt

Textauszug (computergeneriert)

Deutsche Flughäfen im Vergleich

von: Karin Höß

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Grundlagen zum Thema Flughäfen 2

2.1 Struktur deutscher Flugplätze  2
2.2 Funktionen und Anlagen von Flughäfen 2
2.3 Flughäfen als Wirtschaftsfaktor  4

3. Vergleich der deutschen Verkehrsflughäfen 5

3.1 Entwicklung und Vergleich der Verkehrszahlen 5
3.2 Vergleich der Geschäftszahlen 8
3.3 Vergleich sonstiger Daten 9

4. Aktuelle Entwicklungen  12

4.1 Besonderheiten der Entwicklung der letzten Jahre  12
4.2 Klassische Verkehrsflughäfen und Billigfluggesellschaften 13
4.3 Regionalflughäfen und Billigfluggesellschaften 14
4.4 Wichtige Zukunftsprojekte deutscher Flughäfen 15

5. Schlussbemerkung 17

Anhang

Literaturverzeichnis
 


 

Managementzusammenfassung

- Unter Flugplätzen versteht man Flughäfen, Landeplätze und Segelfluggelände. Thema dieser Arbeit sind die zu ersteren zählenden Verkehrs- und Regionalflughäfen. In Deutschland gibt es 18 Verkehrsflughäfen.
- Die Nutzer der Flughäfen sind Fluggesellschaften, Fluggäste, Frachtkunden, Besucher, Mieter von Gewerbeflächen und Behörden. Die Kernfunktion eines Flughafens ist die Bereitstellung von Anlagen für den Luftverkehr (Wegsicherungsfunktion). Die Anlagen eines Flughafens sind folgende: Start- und Landebahn, Flugbetriebsflächen (Rollfeld und Vorfeld), Abfertigungsgebäude mit Kontrollturm, Hauptgebäude und Infrastruktur für Verkehrsanbindung.
- Als Wirtschaftsfaktor kommt dem Flughafen Bedeutung als Standortfaktor, Steuersubjekt und Arbeitgeber zu. Außerdem sind die Verkehrseinnahmen (Aviation) und die kommerzielle n Einnahmen (Non-Aviation) wirtschaftlich interessant.
- Der größte Flughafen in Deutschland ist mit Abstand der Flughafen Frankfurt. 2003 durchliefen ihn fast 50 Mio. Passagiere. Es erfolgten ca. 450.000 Starts und Landungen. Rund 1,5 Mio. Tonnen (t) Fracht wurden abgefertigt. Damit hatte Frankfurt bei den Fluggästen einen Marktanteil von 34 Prozent am Gesamtaufkommen, bei den Flugzeugbewegungen 22 Prozent und bei der Fracht 65 Prozent.
- Bei den Passagierzahlen sind auf Grund ihres Marktanteils noch München (17 Prozent), Düsseldorf (zehn Prozent), Berlin Tegel (acht Prozent), Hamburg (sieben Prozent), Köln/Bonn (6 Prozent) und Stuttgart (fünf Prozent) von Bedeutung (alle Zahlen 2003). Bezüglich der Flugzeugbewegung gilt dieselbe Rangordnung. Für die Frachtabfertigung spielen neben Frankfurt noch Köln/Bonn mit einem Marktanteil von 22 Prozent und München (7 Prozent) eine Rolle (Zahlen 2003).
- Die Geschäftszahlen verhalten sich weitestgehend relativ zu den Verkehrszahlen. Es bilden sich ähnliche bzw. gleiche Ranglisten. Die Umsatzerlöse bewegen sich in einer Größenordnung von 8,5 Mio. Euro (Flughafen Erfurt) bis 1803,6 Mio. Euro (Flughafen Frankfurt) im Jahr 2002, wovon ca. 57 Prozent aus Verkehrseinnahmen entstehen. Die Mitarbeiteranzahl der Flughafenbetreibergesellschaften beläuft sich ca. zwischen 130 (Flughafen Erfurt) und 13.450 (Flughafen Frankfurt). Das Investitionsvolumen liegt zwischen 2,5 Mio. Euro (Flughafen Hannover) und 290,5 Mio. Euro (Flughafen Frankfurt) pro Jahr (Zahlen von 2002).
- Durch die Verkehrszahlen nicht direkt ersichtlich ist das Jahresergebnis der Flughäfen. Es ergibt sich aus den gesamten Erträgen und Aufwendungen. Hier war die Rangliste der deutschen Flughäfen 2002 eine völlig andere. Düsseldorf führte mit einem positiven Ergebnis von 52,5 Mio. Euro. Am schlechtesten schloss der Flughafen Frankfurt (gesamter Fraport Konzern) mit Minus 120,8 Mio. Euro ab.
- Weitere wichtige Vergleichsdaten sind die Verkehrsanbindung, die angebotenen Flugziele, die vorhandenen Luftverkehrs-, Passagier- und Abfertigungskapazitäten sowie die Betriebszeiten der Flughäfen. Diese Daten sind vor allem für die Reisenden bzw. Fluggesellschaften von Bedeutung. - Vergleicht man die Flughafenflächen, erhält man die „wahre“ Größe der Flughäfen. Hier führt Frankfurt mit rund 1900 Hektar (ha) vor München (1500 ha) und Köln/Bonn (1000 ha).
- Durch neue Anbieter, die Billigfluggesellschaften, verändert sich der Luftverkehrsmarkt. Die sogenannten Low Cost Carrier bewirken vor allem große Veränderungen bei den Passagierzahlen. 2003 hatten nur Flughäfen mit Billigfluggesellschaften größere Zuwachsraten bei den Passagierzahlen zu verzeichnen.
- Die Low Cost Fluggesellschaften kommen ursprünglich von kleineren Regionalflughäfen mit schlanken Kostenstrukturen. Das bekannteste Beispiel in Deutschland ist der Flughafen Hahn. Er hatte die letzten fünf Jahre eine Steigerung der Fluggastzahlen um rund 1.600 Prozent.
- Auch die klassischen Verkehrsflughäfen arbeiten seit 2002 vermehrt mit diesen günstigen Fluggesellschaften zusammen. Dies sind vor allem die Flughäfen Berlin Schönefeld und Tegel, Köln/Bonn, Stuttgart, Hannover und Dortmund.
- Wichtige, bauliche Zukunftsprojekte der Flughäfen sind: die neue Nordwestlandebahn in Frankfurt, die 2005 genehmigt werden soll; der Großflughafen Berlin Brandenburg International, dessen Eröffnung 2010 geplant ist; ein S-Bahn-Anschluss am Flughafen Hamburg 2006 sowie ein Fernbahnhof am Flughafen Stuttgart 2013.

1. Einleitung

„Der Traum vom Fliegen beginnt am Boden“.1 Mit diesem zutreffenden Zitat soll diese Arbeit über deutsche Flughäfen beginnen. Es bezeichnet zunächst die Notwendigkeit von Flughäfen für den Flugverkehr. Ohne die von den Flughäfen bereitgestellte Infrastruktur wäre ein „Abheben“ nicht möglich. Damit das Fliegen aber zum Traum wird, ist noch viel mehr erforderlich. Zum Beispiel Wartungsmöglichkeiten und gute Sicherheitskontrollen für ein sicheres Fliegen; angenehme Anreise- und Unterhaltungsmöglichkeiten zum und am Flughafen für entspanntes Fliegen; Lärmschutz- und andere Vorschriften für ein umweltfreundliches Fliegen; und freundliches Personal für angenehmes Fliegen mit Service.

Allein durch dieses Zitat wird klar, dass Flughäfen mehr als bloße Anlagen sind. Was genau die Flughäfen ausmacht und wie sie in Deutschland strukturiert sind, soll deshalb im Kapitel 2 "Grundlagen zum Thema Flughäfen" dargestellt werden. Der Hauptinhalt dieser Arbeit ist der "Vergleich der deutschen Verkehrsflughäfen" in Kapitel 3. Hier sollen nicht nur Anlagendaten wie die Fläche der Flughäfen, sondern auch Verkehrs- und Geschäftszahlen der deutschen Flughäfen verglichen werden. Da die übersichtlichste Form des Vergleichs Tabellen sein dürften, sind zu allen vorgenommenen Vergleichen solche im Anhang, teilweise auch in der Arbeit selber, zu finden. Durch diese Gegenüberstellung wird zugleich der Ist-Zustand der Flughäfen in Deutschland analysiert. Um aber auch noch in die Zukunft zu blicken, wird im Kapitel 4 "Aktuelle Entwicklungen" zum einen auf den Trend der Billigfluggesellschaften und dessen Auswirkungen auf die Flughäfen, zum anderen auf wichtige Zukunftsprojekte der deutschen Flughäfen näher eingegangen. Hier wird klar, wohin der Traum vom Fliegen in Zukunft, zumindest am Boden, gehen wird.

2. Grundlagen zum Thema Flughäfen

2.1 Struktur deutscher Flugplätze

Unter dem Oberbegriff Flugplatz werden in Deutschland Flughäfen, Landeplätze und Segelfluggelände zusammengefasst. Zur Gruppe der Flughäfen gehören unter anderem die Verkehrsflughäfen und die Regionalflughäfen. Diese Arbeit analysiert und vergleicht vor allem die internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Sie sind „Flughäfen des allgemeinen Verkehrs, dienen dem Gemeingebrauch der Luftfahrt und sind der Allgemeinheit zugänglich.“2 Sie haben eine Betriebspflicht, müssen über eine ausreichende Start- und Landebahn für minimal 20 Tonnen Startgewicht, Betriebsflächen, eine Flugverkehrskontrolle und über Einrichtungen zum Instrumentenanflug verfügen.3 Derzeit gibt es in Deutschland 18 Verkehrsflughäfen (s. Abbildung (Abb.) 2.1/1). Des Weiteren analysiert diese Arbeit neuere Entwicklungen auf Regionalflughäfen. Als solcher wird jeder Flughafen bezeichnet, „von dem aus planmäßig gewerblicher Linien- oder Ferienflugverkehr stattfindet und dieser hauptsächlich mit kleineren Flugzeugen mit maximal 100 Sitzplätzen und einem Starthöchstgewicht von 30 Tonnen durchgeführt wird.“4

2.2 Funktionen und Anlagen von Flughäfen

Um die Funktionen und Aufgaben und die daraus notwendigen Anlagen von Flughäfen anschaulicher darstellen zu können, werden zunächst die unterschiedlichen Nutzer von Flughäfen mit ihren Interessen betrachtet. Direkte Nutzer sind zunächst die Fluggesellschaften. Sie brauchen die Flughäfen, um ihr Grundprodukt Flug anbieten zu können. Die Kunden der Fluggesellschaften sind Fluggäste und Frachtkunden. Fluggäste sind zum einen Geschäftsreisende. Sie erwarten von Flughäfen vor allem eine gute Erreichbarkeit, häufige Verbindungen zu möglichst vielen, direkt erreichbaren Flugzielen und für Geschäftstätigkeiten funktional eingerichtete Arbeitsbereiche erwarten. Zum anderen gibt es die Urlaubsreisenden. Deren Hauptanforderung an einen Flughafen ist eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie fragen vermehrt preisgünstige Flugverbindungen nach. Die Frachtkunden erwarten eine zügige und störungsfreie Beförderung ihrer Güter. Abb. 2.1/1 deutsche Verkehrsflughäfen [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

[...]


1 Fraport AG (Hrsg.), Von Frankfurt in die Welt: Portrait eines Airport Konzerns, Frankfurt, o.J., S. 22

2 Sterzenbach, R./ Conrady, R., Luftverkehr: Betriebswirtschaftliches Lehr- und Handbuch, 3. Aufl., München, 2003, S. 126

3 vergleiche (vgl.) ebenda 4 Schulz, A., Skript Verkehrsträger, Kempten, FH Kempten, Tourismusmanagement, 2004, S. 70 Sterzenbach, R./Conrady, R., Luftverkehr, 3. Aufl. München, 2003, S. 128

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