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Patentrennen und Research Joint Ventures

Seminararbeit, 2003, 24 Seiten
Autor: Michael Hörrmann
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre

Details

Institution/Hochschule: Universität Hohenheim
Tags: Patentrennen, Research, Joint, Ventures
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 24
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V39182
ISBN (E-Book): 978-3-638-38031-7

Dateigröße: 249 KB


Textauszug (computergeneriert)

Patentrennen und Research Joint Ventures

von: Michael Hörrmann

 


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit  3

2. Innovationstätigkeit als Instrument von Wettbewerbsstrategien 3

2.1 Definition von Innovation 3
2.2 Innovationseffekte für Unternehmen, Konsumenten und Volkswirtschaft  5
2.3 Gründe und Lösungsansätze für Marktversagen bei Innovationen 5

3. Nichtkooperative und kooperative Forschung und Entwicklung  6

3.1 Innovationsanreiz durch Patentvergabe  7

3.1.1 Definition von Patent  7
3.1.2 Entstehung von Patentrennen 8

3.2 Berücksichtigung von Spillover-Effekten 12
3.3 Innovation durch Forschungskooperationen 16

3.3.1 Definitorische Abgrenzungen  16
3.3.2 Research Joint Ventures 17

3.3.2.1 Eigenschaften von Research Joint Ventures  17
3.3.2.2 Partnerauswahl und Management der Kooperation 18
3.3.2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen 18

4. Kritischer Vergleich Research Joint Ventures mit der allein betriebenen F&E 19

5. Zusammenfassende Schlussbetrachtungen 21

Literaturverzeichnis 21
 


Abkürzungsverzeichnis

F&E = Forschung und Entwicklung
GWB = Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
RJV = Research Joint Venture

 

1. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

Der Bereich Forschung und Entwicklung1 nimmt in vielen Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert ein, da mit erfolgreicher Ausgestaltung dieses Bereiches ein höheres Gewinnpotential in den betrachteten Märkten realisiert werden kann. Jedoch steht das Unternehmen auch immer der Problemstellung gegenüber, dass mit der Investition in F&E eine Unsicherheit, bzw. ein Risiko besteht, ob die geplante Innovation auch tatsächlich ihre Kosten deckt, oder ob am Ende nicht sogar ein Konkurrent die Nase vorne hat und dadurch sämtliche Innovationsaufwendungen umsonst waren. Die vorliegende Arbeit versucht darzustellen, inwieweit diese Unsicherheit aufgelöst werden kann und welche Möglichkeiten dem Staat offen stehen, F&E-Tätigkeiten zu fördern. Dazu wird im zweiten Kapitel zunächst erläutert, warum es für die Marktteilnehmer und die Volkswirtschaft wichtig ist, Innovationen hervorzubringen, welche Probleme jedoch dabei entstehen und wie diese gelöst werden können. Im dritten Kapitel wird zunächst untersucht, wie Patentrennen entstehen und welche Konsequenzen diese für alle Beteiligten haben können, bevor nach der Betrachtung von Spillover-Effekten die Möglichkeit für ein Unternehmen diskutiert wird, F&E-Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, indem bspw. ein Research Joint Venture gegründet wird. Im vierten Kapitel werden die Optionen Eigenforschung und Kooperation kritisch einander gegenübergestellt. Abschließend soll im fünften Kapitel ein zusammenfassender Überblick gegeben werden.

2. Innovationstätigkeit als Instrument von Wettbewerbsstrategien

2.1 Definition von Innovation

Die Innovationstätigkeit ist ein Instrument der Unternehmensstrategie, dessen Ziel es ist, über Produkt- bzw. Prozessverbesserungen dauerhafte Wettbewerbsvorteile gegenüber den Wettbewerbern zu schaffen. 2 Unter Produktinnovation wird dabei die Entwicklung eines neuen Produktes oder die Verbesserung eines bestehenden Produktes und unter Prozessinnovation die Verbesserung der Herstellungsverfahren verstanden. Durch Prozessinnovation kann ein Produkt bspw. kostengünstiger oder qualitativ verbessert hergestellt werden.

Konkret lässt sich durch Innovationsmaßnahmen die Bearbeitung eines Produktes bspw. zeitlich verkürzen oder effizienter und kostengünstiger bewerkstelligen. Während in früheren Jahren Innovationen einen eher zufälligen Charakter hatten, werden sie heutzutage „systematisch geplant, initiiert und durchgesetzt“. 3 Der Begriff Innovation ist ein relativ weitläufiger Begriff, die Innovationstätigkeit kann in drei Bereiche gegliedert werden. Während mit Invention die technische Erfindung an sich gemeint ist, wird die erfolgreiche Einführung der Erfindung auf dem Markt als Innovation bezeichnet. Unter Diffusion schließlich wird die Ausbreitung der technischen Neuerung verstanden. 4 Unternehmen haben vielfach das Interesse, sich Umweltveränderungen und dem Wandel der Märkte anzupassen und können dies durch Innovationen nicht nur erreichen, sondern auch mitgestalten. Innovationen werden erst durch erfolgreiche F&E ermöglicht. Ein empirischer Zusammenhang zwischen Unternehmenserfolg und F&E-Ausgaben wird zwar häufig nachgewiesen, dies muss aber nicht zwangsläufig so sein. Während die industrielle F&E die kommerzielle Nutzung der Forschungsergebnisse anstrebt, haben öffentliche Forschungseinrichtungen die Weiterentwicklung der Wissenschaft zum Ziel. 5 Der Innovationsanreiz für die Unternehmen ist dabei im Mengenwettbewerb größer als im Preiswettbewerb.6

Im Bereich der F&E gilt es, die Grundlagenforschung von angewandter Forschung sowie von Entwicklung zu unterscheiden. Als Grundlagenforschung bezeichnet man dabei die Suche grundlegender neuer Erkenntnisse, die einer möglichen Anwendbarkeit aber noch keiner Beachtung schenkt. Bei der angewandten Forschung dagegen steht die Entwicklung von Wissen im Vordergrund, das auch direkt auf spezielle Probleme angewandt werden kann. Die Entwicklung zielt auf die marktorientierte Verbesserung von Produkten oder Prozessen ab und baut dabei auf bereits vorhandenen Forschungsergebnissen auf. 7

2.2 Innovationseffekte für Unternehmen, Konsumenten und Volkswirtschaft

Innovationen werden durchgeführt, weil sich die Initiatoren einen bestimmten Nutzen davon versprechen. So werden gewinnmaximierende Unternehmen nur dann in F&E investieren, wenn sich in irgendeiner Form ein Gewinn in Aussicht stellt.8 In Abschnitt 3.1 wird verdeutlicht werden, dass Patente einen Anreiz zu Innovationen darstellen, weil sie ihrem Inhaber eine Monopolstellung im Markt sichern und dies für gewinnmaximierende Unternehmen darum attraktiv sein kann. Einer Innovation vorausgehende F&E ist „sowohl einzel- als auch gesamtwirtschaftlich notwendig, um die Existenz und das Wachstum sowohl von einzelnen Unternehmen als auch von Volkswirtschaften langfristig zu sichern.“9 So können Innovationen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sondern einer ganzen Nation stärken10, wodurch der Staat großes Interesse an der Innovationsfähigkeit von Unternehmen und Volkswirtschaft besitzt.

Aus Unternehmenssicht sind Innovationen neben der Stärkung und dem Ausbau ihrer Wettbewerbsposition auch lohnend, weil sie einen höheren zukünftig erwarteten Gewinn versprechen und damit Existenz und Arbeitsplätze gesichert werden können.11 Durch Innovationen können Produkte günstiger angeboten oder qualitativ verbessert werden oder sogar vollständig neue Produkte angeboten werden. Alle diese Effekte kommen letztendlich auch den Konsumenten zugute.

2.3 Gründe und Lösungsansätze für Marktversagen bei Innovationen

[...]


1 Im Folgenden mit F&E abgekürzt.

2 Vgl. Hardes, H.D., Krol, G.J., Rahmeyer, F., Schmid, A. (1995), S.119.

3 Vgl. Geschka, H. (1983), S.823.

4 Vgl. Hardes, H.D., Krol, G.J., Rahmeyer, F., Schmid, A. (1995), S.120 und 339.

5 Vgl. Staudt, E. (1993), S.1185 u. 1190 f.

6 Vgl. Feess, E. (1997), S.464.

7 Vgl. Oesterle, M.-J. (2003), S.634.

8 Vgl. Pepall, L., Richards, D.R., Norman, G. (1999), S.647.

9 Wogatzki, G. (1999), S.31.

10 Vgl. Brockhoff, K. (1999), S.94.

11 Vgl. Geschka, H. (1983), S.823.


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