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Autor: Christoph Koch
Fach: Medien / Kommunikation - Printmedien, Presse
Details
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Tags: Entwicklung, Programmzeitschriftentypen, Zukunftsentwicklung
Jahr: 1997
Seiten: 20
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 231 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12444-7
ISBN (Buch): 978-3-638-75635-8
Zusammenfassung / Abstract
„Wo ist denn schon wieder die verdammte... ?“ Donnerstagabend, 20:13 Uhr und kein Fahrplan durch das Labyrinth der Programme. Schweißperlen bilden sich auf der Stirn. „Lief auf Pro 7 nicht dieser Film mit... ?“ Ratlosigkeit macht sich breit, man zappt kurz durch die Kanäle, überall läuft noch Werbung. Nochmal eine hektische Suche, da fällt sie einem in die Hände - die Programmzeitschrift. Alles in Ordnung. Auch wenn das gerade geschilderte Szenario etwas übertrieben wirken mag: Bei mittlerweile knapp 30 Programmen im Kabelnetz wird es tatsächlich immer schwieriger, den Überblick über das Fernsehangebot zu behalten, ohne auf ein strukturierendes und selektierendes Metamedium wie die Programmzeitschriften zurückzugreifen. Diese sind auch das Thema der folgenden Arbeit. Und obwohl Fernsehprogrammzeitschriften mit Abstand die auflagenstärkste Zeitschriftengattung und gleichzeitig Hauptquelle von Informationen für das sehr wichtige Medium Fernsehen sind, fanden sie doch bisher nur wenig wissenschaftliche Beachtung. Fernsehprogrammzeitschriften gehören zu den reichweitenstärksten Publikationen auf dem Markt und erreichen über 80% der Bevölkerung (vgl. Kuhn 1994, 21). Sie sind fester Bestandteil unseres Alltags und gerade deshalb ist es für viele schwer vorstellbar, wie so etwas „Gewöhnliches“ das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit sein kann. Doch gerade in der Alltäglichkeit liegt ein gewisser Reiz, ebenso wie in der Tatsache, daß sich der Markt der „Programmies“ gerade in den letzten Jahren so turbulent verändert hat und weitere einschneidende Veränderungen bevorstehen. Ein großer Teil dieser Arbeit soll deshalb auch den Zukunftsperspektiven des Metamediums Programmzeitschrift gewidmet werden.
Textauszug (computergeneriert)
Der Markt der Fernsehprogramm-zeitschriften in Deutschland
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung Seite 2
2. Die Entwicklung der Fernsehprogrammpresse in Deutschland 3
2.1 Die Entwicklung 1946 bis 1982 3
2.2 Die Entwicklung 1983 bis 1989 4
2.3 Die Entwicklung 1990 bis heute 5
3. Die verschiedenen Programmzeitschriftstypen und ihre Charakteristika 9
4. Möglichkeiten der Zukunftsentwicklung 11
4.1 Perspektiven für die gedruckten Zeitschriften 11
4.2 Die Programmzeitschrift als Fernsehkanal 12
4.3 Programmzeitschriften im Internet 13
4.4 Interaktive Navigationssyteme durchs Fernsehprogramm 14
5. Fazit 15
1. Einleitung
"Wo ist denn schon wieder die verdammte... ?" Donnerstagabend, 20:13 Uhr und kein Fahrplan durch das Labyrinth der Programme. Schweißperlen bilden sich auf der Stirn. "Lief auf Pro 7 nicht dieser Film mit... ?" Ratlosigkeit macht sich breit, man zappt kurz durch die Kanäle, überall läuft noch Werbung. Nochmal eine hektische Suche, da fällt sie einem in die Hände - die Programmzeitschrift. Alles in Ordnung.
Auch wenn das gerade geschilderte Szenario etwas übertrieben wirken mag: Bei mittlerweile knapp 30 Programmen im Kabelnetz wird es tatsächlich immer schwieriger, den Überblick über das Fernsehangebot zu behalten, ohne auf ein strukturierendes und selektierendes Metamedium wie die Programmzeitschriften zurückzugreifen. Diese sind auch das Thema der folgenden Arbeit. Und obwohl Fernsehprogrammzeitschriften mit Abstand die auflagenstärkste Zeitschriftengattung und gleichzeitig Hauptquelle von Informationen für das sehr wichtige Medium Fernsehen sind, fanden sie doch bisher nur wenig wissenschaftliche Beachtung.
Als einer der ersten beschäftigte sich Honsowitz 1973 mit der Programmpresse, seine Ergebnisse sind aber schon zu alt, um für die heutige Situation anwendbar zu sein und wurden auch schon 1988 auf dem Symposion des Hans-Bredow-Instituts in Frage gestellt (vgl. Altemann 1988, 63). Doch auch die Arbeiten Hans-Bredow-Instituts und die Diplomarbeit Reißmanns von 1989 sind nicht aktuell genug um dem heutigen Markt gerecht zu werden. Wesentlich besser läßt es sich da mit Christiane Kuhns Studie von 1994 arbeiten, die das Thema Programmzeitschriften auch von der ökonomischen Seite betrachtet. 1996 veröffentlichte schließlich Ernst Seibold eine Studie über französische Programmzeitschriften, in der jedoch auch allgemeingültige Beobachtungen gemacht werden. Seibold konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die linguistische Perspektive und ist daher für diese Arbeit nur bedingt verwendbar.
Fernsehprogrammzeitschriften gehören zu den reichweitenstärksten Publikationen auf dem Markt und erreichen über 80% der Bevölkerung (vgl. Kuhn 1994, 21). Sie sind fester Bestandteil unseres Alltags und gerade deshalb ist es für viele schwer vorstellbar, wie so etwas "Gewöhnliches" das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit sein kann. Doch gerade in der Alltäglichkeit liegt ein gewisser Reiz, ebenso wie in der Tatsache, daß sich der Markt der "Programmies" gerade in den letzten Jahren so turbulent verändert hat und weitere einschneidende Veränderungen bevorstehen.
Ein großer Teil dieser Arbeit soll deshalb auch den Zukunftsperspektiven des Metamediums Programmzeitschrift gewidmet werden, denn im Zuge der Medienevolution und der ständig wachsenden Zahl von Fernsehprogrammen werden auch für die Programminformation neue Konzepte unausweichlich. Abgesehen von Zukunftsperspektiven wird in der folgenden Arbeit hauptsächlich die Entwicklung und der gegenwärtige Markt der Programmzeitschriften analysiert, aus Platz- und Zeitgründen wurde auf eine theoretischen Überbau in Sachen Metamedien ebenso verzichtet wie auf Aspekte der Medienwirkungsforschung in Hinblick auf die Programmpresse. Denn diese Fragen wären für sich jeweils wieder komplette Themengebiete und würden den Rahmen dieser Hausarbeit mit Sicherheit sprengen.
2. Die Entwicklung der Programmpresse in Deutschland
2.1 Die Entwicklung von 1946 bis 1982
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