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E-Mail im Fremdsprachenunterricht

Scholary Paper (Seminar), 2001, 27 Pages
Author: Dr. Florian Krick
Subject: Romance Languages - General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 27
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V3950
ISBN (E-book): 978-3-638-12456-0

File size: 304 KB


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe Universität 
Frankfurt am Main

Fachbereich Romanistik

WS 01/02
Seminar Fachdidaktik
Je t′écris

Hausarbeit

E-Mail im Fremdsprachenunterricht

Vorgelegt von:
Florian Krick

Inhaltsverzeichnis

1 Internet in der Schule 3
2 Die Sprache und Schrift des Fremdsprachenunterrichts und der E-Mail 4
3 Themen von E-Mail-Projekten 7
4 Chancen und Risiken interkultureller Thematik 9
5 Motivation 11
6 Lernziele von E-Mail Projekten 13


6.1 Sprachliche Lernziele 13
6.2 Eigen-, Sozial-, und Methodenkompetenz 14
6.3 Sachkompetenz 14
6.4 Interkulturelle Lernziele 14

7 Planung, Vorbereitung und Durchführung von E-Mail-Projekten 15


7.1 Partnersuche 15
7.2 Partner kennen lernen 16
7.3 Mögliche Ablaufphasen eines E-Mail-Projektes 17
7.3.1 Koordination mit dem Partnerlehrer 17
7.3.2 Vorbereitung innerhalb der eigenen Schule 17
7.3.3 Arbeit am PC 18
7.3.4 Arbeit ohne PC 19
7.4 Vorschlag einer zeitlichen Planung 20

8 Leistungsbewertung, Lernzielkontrolle 20
9 Abschließend 22
Quellen: 25

 

1 Internet in der Schule

1995: ,,Multimedia" wird zum Wort des Jahres gekürt.

1997: ,,Die bundesweite Initiative ,Schulen ans Netz′ will in den nächsten Jahren rund 10 000 Bildungsanstalten mit einem Datenanschluss ausstatten, doch noch pflegen viele Lehrer die alten Vorurteile, der Computer würde die Kinder nur ihrer natürlichen Umwelt entfremden und die Kommunikation zwischen den Menschen zerstören."1

2000: Bundeskanzler Schröder verspricht, dass bis zum Jahr 2001 alle deutschen Schulen einen Internet-Zugang haben und ,,die Initiative D 21, in der über 100 Unternehmen und Wirtschaftsvertreter zusammengeschlossen sind, will in den nächsten eineinhalb Jahren 20 000 Schulen mit modernster Technik ausstatten."2 Auch in der Bevölkerung besteht ein breiter Konsens, dass Schulkinder mit der Computer- und Internet-Technologie vertraut gemacht werden müssen, wenn man nicht wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten will.3
Aber, schenkt man dem Spiegel glauben, so gehören die meisten Pädagogen noch immer zu den Analphabeten des Informationszeitalters: Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung haben 80 Prozent der Lehrer noch nie im Internet gesurft. Zwei Drittel der Lehrer sind älter als 45 Jahre und gelten weitgehend als ,,computerresistent".

September 2001: Edelgard Buhlmann, die Bildungsministerin Nordrheinwestfahlens, kündigt an, dass im Herbst alle Schulen in Deutschland einen Internet-Zugang haben werden. ,,Wir sind kurz davor, es sind schon fast alle Schulen am Netz", sagte sie der ,,Braunschweiger Zeitung" am Mittwoch, 19.09.2001.4

15.10.2001: Alle Schulen in Deutschland sind seit heute mit einem kostenlosen Internetzugang der Deutschen Telekom ausgestattet.

Es wird deutlich, dass sowohl in der Politik wie auch in der Bevölkerung dem Medium Internet eine immer größere Bedeutung beigemessen wird und dieses auch in der Schule vermehrt zum Einsatz kommen sollte. Allerdings hinkt Deutschland in dieser Beziehung einigen anderen Ländern deutlich hinterher. In den USA beispielsweise haben über 80% der Klassenräume einen Internet-Zugang. 1994 waren es gerade mal 3%5. Bis Deutschland, wo gerade erst jede Schule mit einem Internet-Zugang ausgestattet ist, diesen Vorsprung aufgeholt hat, dürften, trotz der ins Leben gerufenen Initiativen und der zunehmenden Unterstützung der Wirtschaft und der Telekommunikationsanbieter, noch einige Jahre vergehen.

Ich möchte mit dieser Hausarbeit einen kleinen Einblick geben, wie die E-Mail für den Fremdsprachenunterricht gewinnbringend genutzt werden kann, welche Vorteile dieses Medium mit sich bringt, aber auch welche Probleme bei E-Mail-Projekten während der Vorbereitung und Durchführung auftreten können.
Der Übersichtlichkeit halber, verwende ich jeweils nur die maskuline Form. Gemeint sind beide Geschlechter.

2 Die Sprache und Schrift des Fremdsprachenunterrichts und der E-Mail 6

Die Bedeutung der Schriftlichkeit als Kommunikationsform hat sich im Laufe der Geschichte und vor allem in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt. Mit den neuen Medien ist die Schriftlichkeit leichter, flüchtiger und unbeschwerter geworden.
Vor vielen tausend Jahren schon wurden Schriftzeichen mühevoll in Stein und Felswände gemeißelt. Später diente Holz dann Ton als Grundlage der schriftlichen Kommunikation, bis sich der Kraftaufwand deutlich reduzierte und auf Papier geschrieben wurde, schriftliche Texte somit mühelos von einem Ort zum anderen gebracht werden konnten. Die Erfindung des Buchdruckes war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte.
Per Fax gelangen schriftliche Dokumente in sekundenschnelle ans andere Ende der Welt. Die E-Mail allerdings hat die Schriftlichkeit noch einmal revolutioniert. Schriftzeichen entstehen auf dem Bildschirm und wandern mühelos über elektronische Brücken durch Raum und Zeit. Die Schriftlichkeit der E-Mail, des Chat und der SMS bekommt beinahe die Leichtigkeit der Mündlichkeit, was an Form und Sprache dieser Art der Kommunikation erkennbar wird, und wird so der Mündlichkeit immer ähnlicher.
Diese Affinität der E-Mails zur Mündlichkeit, bedingt durch die Geschwindigkeit der Übermittlung, durch die ,,Flüchtigkeit" des elektronischen Mediums und die Möglichkeit durch die Copy-Funktion direkt auf Textstellen Bezug zu nehmen, ermöglicht eine größere Spontaneität und somit eine höhere kommunikative Dichte, die für mündliche Interaktionen typisch ist. Trotzdem aber, weil schriftlich fixiert, hat die E-Mail eine größere Kontinuität und gedankliche Präzision als die Mündlichkeit und erlaubt so eine gründlichere Analyse der sprachlichen Strukturen. Allerdings erreicht die Sprache der E-Mail i. d. R. nicht die gedankliche Strukturierung und Kontinuität des Briefs. E-Mail und Chat stehen also zwischen brieflicher Kommunikation und Mündlichkeit, wobei die E-Mail näher beim Brief und das Chat-Gespräch näher bei der mündlichen Kommunikation, vergleichbar mit einem Telefongespräch an dem mehrere Kommunikationspartner beteiligt sind, anzusiedeln ist.

[...]

1 : ,,Fit fürs wahre Leben", in: Der Spiegel 10/97 (http://www.englisch.schule.de/spiegel.htm)

2 ,,Ausfall im System", in: Der Spiegel 13/2000 (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,71794,00.html)

3 Wolfgang Steinig: Kommunikation im Internet: Perspektiven zwischen Deutsch als Erst- und Fremdsprache, in:Zeitschrift für Fremdsprachenforschung, 11(2), 2000 S. 136

4 http://www.learn-line.nrw.de/angebote/lehrerfortbildung/medio/index.html

5 ,,Ausfall im System", in: Der Spiegel 13/2000 (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,71794,00.html)

6 vergl.: Wolfgang Steinig: Kommunikation im Internet: Perspektiven zwischen Deutsch als Erst- und Fremdsprache; in: Zeitschrift für Fremdsprachenforschung, 11 (2), 2000, S. 126, 137, 139ff


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