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Autor: Stephan Schnorr
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung
Details
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Lehrstuhl für Bankwesen)
Tags: flexible Vergütung, variable Entlohnung
Jahr: 2002
Seiten: 33
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 273 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12467-6
Textauszug (computergeneriert)
Vor- und Nachteile einer flexiblen Vergütung im Bankbetrieb
Seminararbeit zum Hauptseminar:
"Aktuelle Probleme im Deutschen Kreditgewerbe"
WS 2001/2002
eingereicht von: Stephan Schnorr
Leipzig, 07.01.2002
Inhaltsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Bank und Bankleistung 2
2.1 Die Bank im Sinne dieser Arbeit 2
2.2 Besonderheiten der Bankleistung 2
3. Die Vergütung 2
3.1 Grundstruktur der Vergütung 2
3.2 Flexible Vergütung im Allgemeinen 3
3.3 Flexible Vergütung im Sinne dieser Arbeit 3
3.4 Ziele der flexiblen Vergütung aus Sicht der Bank 3
4. Anforderungen an ein flexibles Vergütungssystem 4
5. Flexible Vergütung aus Sicht der Bank 5
5.1 Vorteile aus Sicht der Bank 5
5.1.1 Motivation der Mitarbeiter 5
5.1.2 Verhaltenssteuerung der Mitarbeiter 5
5.1.3 Flexibilisierung der Personalkosten 6
5.1.4 Ergebnisverstetigung, ~glättung 6
5.1.5 Risikoverteilung 6
5.1.6 Weitere Vorteile 7
5.2 Nachteile aus Sicht der Bank 7
5.2.1 Nicht zutreffende Grundannahmen 7
5.2.2 Wahl der Bemessungsgrundlage 8
5.2.3 Beziehung Leistung - Belohnung 9
5.2.4 Verfehlen des Motivationszieles 10
5.2.5 Rechtliche und soziale Hemmnisse 10
5.2.6 Neu entstehendes Konfliktpotential 11
5.2.7 Förderung nicht intendierter Verhaltensweisen 11
5.2.8 Weitere Nachteile 12
6. Flexible Vergütung aus Sicht der Mitarbeiter 14
6.1 Vorteile 14
6.2 Nachteile 15
7. Fazit 16
Anhang IV
Musterfragebogen I V
Musterfragebogen II VI
Literaturverzeichnis VII
1) Einleitung
Leistung soll sich lohnen
Als erste der deutschen Großbanken hat die Commerzbank ein maßgeblich von der persönlichen Leistung abhängiges Vergütungssystem für ihre Vorstände eingeführt. "Unsere Mitarbeiter haben bereits seit einigen Jahren einen leistungsbezogenen Gehaltsbestandteil", erklärt der neue Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller die Maßnahme. "Aus dieser Verantwortung kann sich auch der Vorstand nicht stehlen."
Spiegel, 02.06.2001
In letzter Zeit beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler und auch deutsche Unternehmen mit dem Konzept der flexiblen Vergütung. Dieser Trend erreichte Deutschland, wie viele Entwicklungen zuvor, aus dem anglo-amerikanischem Raum. Er erscheint, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ertragsprobleme fast aller Banken, als erfolgversprechender Weg, Kosten "in den Griff zu bekommen" und Erträge zu steigern.
Diese Hausarbeit soll sich mit den Chancen und Risiken eines solchen Vergütungssystems beschäftigen.
Um dieses Thema zu untersuchen, erfolgt zunächst eine Definition des Begriffes "Bank" und eine Darstellung der Besonderheiten von Bankleistungen. Anschließend erfolgt die Beschreibung der bestehenden Vergütungsstruktur, der flexiblen Vergütung im Allgemeinen und der flexiblen Vergütung im Sinne dieser Arbeit. Im Anschluß daran werden die Ziele, die eine Bank mit einem solchen System verfolgt, bestimmt. Welche Anforderungen daraus resultierend an ein solches System gestellt werden, soll darauffolgend dargelegt werden.
In den sich anschließenden Kapiteln soll versucht werden, Vor- und Nachteile, jeweils aus Sicht der Bank als Initiator einer solchen Entwicklung und aus Sicht der Mitarbeiter als unmittelbar Betroffene, zu erörtern. Aufgrund des hier gesteckten Rahmens ist eine umfassende Betrachtung nicht möglich.
Im Punkt 7) erfolgt eine kurze Zusammenfassung der vorangegangenen Betrachtungen. Die zentrale Frage, die eine Bank sich in diesem Zusammenhang stellen könnte, lautet: Lohnt sich die Implementierung eines flexiblen Vergütungssystems?
Im Vorfeld wurde durch den Autor eine Befragung der Mitarbeiter der Commerzbank AG Leipzig und der Dresdner Bank AG Leipzig durchgeführt. Auf eine Auswertung der Fragebögen wurde jedoch wegen der geringen Rücklaufquote verzichtet.
2) Bank und Bankleistung
2.1) Die Bank im Sinne dieser Arbeit
Die "Bank" im Sinne dieser Arbeit ist definiert als ein "Unternehmen, das Bankdienstleistungen erbringt", in Anlehnung an den Paragraphen 1 des Kreditwesengesetzes in der Fassung vom 01. Januar 1999.
2.2) Besonderheiten der Bankleistungen
Bankleistungen sind unstofflich . Das hat zur Folge, daß die Qualität von Bankprodukten nur schwer objektiv meßbar ist. Sie kann nicht an Daten wie Größe, Farbe, Gewicht festgemacht werden.
Bankprodukte sind oft abstrakt und hochkomplex. Sie sind mit erheblichen Beratungsaufwand verbunden. Trotz der erfolgten, ausführlichen Beratung sind Kunden oft nicht in der Lage, Bankprodukte wirklich zu durchdringen und in all ihren Details zu verstehen. Hier ergibt sich ein große Abhängigkeit vom Berater und dadurch auch die Notwendigkeit eines Vertrauens.
Bankleistungen sind, wie alle Dienstleistungen, nicht lagerfähig . Dies hat zur Folge, daß der Produktionsprozeß nicht vom Prozeß der Distribution getrennt werden kann.
Ein weiteres Merkmal von Bankleistungen ist die Tatsache, daß diese durch Verbundeffekte gekennzeichnet sind . Der Abschluß eines Geschäftes zieht meist Folgegeschäfte nach sich.
Ein Punkt, der ebenfalls bei der Charakterisierung von Bankleistungen angesprochen wird, ist der Dualismus der Bankleistungen . Es handelt sich stets um eine "Wertleistung" im Sinne der Verwendung des für Banken typischen monetären Faktors und um eine "Betriebsleistung".
3) Die Vergütung
3.1) Grundstruktur der Vergütung
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