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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 162 KB
Archivnummer: V39647
ISBN (E-Book): 978-3-638-38366-0
Anmerkungen :
Grundlagenausarbeitung der Begriffe "nationaler" und "internationaler" Terrorismus; Rolle der Globalisierung und Medien beim Terrorismus; außenpolitische und innenpolitische Initiativen.

Textauszug (computergeneriert)

Internationaler Terrorismus in der globalisierten Welt

von: Jana Emkow

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung : Terrorismus

2.1. Exkurs in den nationalen / internationalen Terrorismus
2.2. Die „neue“ Gefahr : religiös motivierter Terrorismus
2.3. Die fTerror-HoldingQ fAl-QaidaQ

3. Die Rolle der Globalisierung und der Öffentlichkeit

3.1. Wer wird Terrorist?
3.2. Nährboden für den internationalen Terrorismus
3.3. Die Rolle der Medien

4. Bekämpfungsstrategien

4.1. Außenpolitische Maßnahmen
4.2. Innenpolitische Initiativen

5. Eine Zwischenbilanz

6. Inhaltsverzeichnis


 

1. Einleitung

Terrorismus ist kein neues Phänomen, das uns erst in jüngster Zeit –wie beispielsweise nach dem elften September 2001- betrifft, sondern er existiert schon lange und wurde auch in der Vergangenheit oft kontrovers erörtert. Jedoch bedient er sich immer neuerer Mittel, welche größtenteils Errungenschaften der Globalisierung sind. Und eben dieses ist das Neue. Daraus ergeben sich immer neue Gefahren, denen Nichts und Niemand mehr Herr zu werden scheint. Doch sind wir dem weltweiten Terrorismus machtlos ausgeliefert oder lässt er sich durch internationale Kooperation eindämmen? Eine zufriedenstellende Antwort darauf wird schwerlich zu finden sein.

Diese Arbeit soll versuchen, die Frage zu beantworten, ob der Terrorismus durch internationale Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden kann. Hierfür wurden zunächst im zweiten Punkt Grundlagen erarbeitet und der Begriff „Terrorismus“ allgemein umrissen, auf seine Formen eingegangen und dargestellt, was die unterschiedlich motivierten Gruppen fordern. Dabei soll sich nur kurz auf die vergangenen zwanzig Jahre bezogen werden, um das Augenmerk auf die aktuelle Situation zu fokussieren. Des Weiteren soll im dritten Abschnitt ein Zusammenhang zwischen Terrorismus und den Effekten der Globalisierung aufgezeigt werden. Das heißt im Konkreten, wie die Globalisierung dem Terror Möglichkeiten bietet zu entstehen, sich zu verbreiten und welche Funktion im Speziellen die Medien bei der Zielverfolgung der Terroristen einnehmen. Der vierte und letzte Abschnitt behandelt die Terrorbekämpfung. In diesem Zusammenhang wird zwischen inneren und äußeren Initiativen unterschieden und diese mit einigen Beispielen untermalt.

Das Thema Terrorismus stand periodisch immer wieder in der Öffentlichkeit. Zu Beginn der Ausarbeitung dieser Arbeit war das naheliegendste Beispiel globalen Terrors der Anschlag in den USA im Jahre 2001. Sicherlich war das auch ein Grund, warum in den vergangenen Jahren viele Bücher verfasst wurden, die sich diesen Themas annahmen. Es war also ein Leichtes, viel Material zusammenzustellen, obgleich so manches Buch nach kurzem Anlesen verworfen werden musste, da es einfach dem aktuellen Forschungsstand nicht mehr entsprach1. Der heutige Stand der Forschung ist jedoch ein sehr allumfassender. Er reicht von großen Begriffsanalysen über Motive bis zu zukünftigen Horrorvisionen. Während der Erarbeitungsphase geschah der Anschlag von Madrid/Spanien. Nach meinem subjektiven Empfinden war das Thema zwischen 2001 und jetzt mehr oder minder in gewollte Vergessenheit geraten. Nun jedoch rückte die Bedrohung „Mitten in Europa“ ein. Plötzlich ist der ganze Kontinent in Aufruhe und sucht nach präventiven Maßnahmen, um nicht selber das nächste Opfer zu werden. So wird darüber diskutiert, einen Beauftragten für „Terrorismusangelegenheiten“ einzusetzen und Deutschland sucht nach neuen Gesetzen, um potentielle Terroristen schneller des Landes verweisen zu können. Welche Wirkungen all diese Maßnahmen haben und welche Missstände trotz alledem zu bemängeln sind, sollen den Abschluss der Hausarbeit bilden.

2. Begriffsklärung

Viele Autoren kamen entweder am Ende ihrer Ausführungen zu dem Schluss –oder sagten dieses vorweg-, dass es aus verschiedenen Gründen keine allumfassende und zufriedenstellende Definition dieses Begriffes gibt2. Dennoch versucht men die Merkmale des Terrorismus zu ergründen und so diese Gewaltform zu klassifizieren. Hierbei scheint es auch wichtig, terroristische Gewalt von Freiheitskämpfern oder Guerillas abzugrenzen, da meist unterschiedliche Motive eine Rolle spielen3. Der Begriff ,,Terrorismus“ stammt im Entferntesten aus der Zeit der Französischen Revolution. Man bezeichnete damals das Vorgehen der Jakobiner gegen ihre Gegner mit dem Begriff ,,terreur“, was sich im Laufe der Zeit unserem Sprachgebrauch anglich4. Im Allgemeinen wird unter Terror die Verbreitung von Angst und Schrecken verstanden. Terroristische Operationen tun dies durch Anschläge und Gewalt und zielen meist auf die Erreichung eines bestimmten politischen Ziels ab5.

Eine ganz allgemeine Definition für ,,Terror“ deutet Eugen Drewermann an. Er fragt, warum staatlich initiierte Kriege legitim sind, es aber automatisch ,,Terror“ ist, ,,[...] wenn nicht- oder noch-nicht-staatliche Gruppierungen Krieg führen?“ Hier scheint Terror also ein nichtstaatlich geführter und damit gleichzeitig unlegitimer Krieg zu sein6. Der Soziologe Peter Waldmann definiert Terrorismus folgendermaßen; es sei ,,[...] die bevorzugte Gewaltstrategie relativ schwacher Gruppen. Terroristische Organisationen sind nicht stark genug, um ein Stück des nationalen Territoriums militärisch zu besetzen.“7. Daraus lässt sich zumindest auf eine Form terroristischer Aktivitäten schließen. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Terrorismus. Zum Einen den nationalen und zum Anderen den internationalen. Terroraktivitäten bestimmter Gruppen, die sich beispielsweise auf ihr Heimatland und deren Zivilbevölkerung beschränken, zählen zum nationalen Terrorismus, wie auch Waldmann andeutete. Die größere Bedeutung seit Ende der 1960er Jahre liegt jedoch beim internationalen Terrorismus8.

[...]


1 Vgl. hierzu: Stefan Leber, Freiheit durch Gewalt?: Zum Phänomen des Terrorismus, Verlag freies Geistesleben 1987.

2 Walter Laqueur, Die globale Bedrohung, Econ Ullstein List Verlag 2001, S.44.

3 Ebd., S.13.

4 Kai Hirschmann, Terrorismus, Europäische Verlagsanstalt 2003, S.7f.

5 Herfried Münkler, Die neuen Kriege, Rowohlt Verlag 2002, S.176.

6 Eugen Drewermann, Krieg ist Krankheit, keine Lösung, Verlag Herder 2002, S.17.

7 Peter Waldmann, Terrorismus. Provokationen der Macht, Gerling Akademie Verlag 1998, S. 10f.

8 Vgl. Hirschmann, Terrorismus, S.9.

Kommentare

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