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Cinthios Gli Hecatommithi als Vorlage für Shakespeares Othello

Presentation (Elaboration), 2001, 7 Pages
Author: Rebecca Blum
Subject: English Language and Literature Studies - Literature

Details

Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2001
Pages: 7
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V39773
ISBN (E-book): 978-3-638-38462-9

File size: 197 KB
Notes :
Vollständige Zitierung über Fußnoten, daher kein Literaturverzeichnis



Excerpt (computer-generated)

Cinthios Gli Hecatommithi als Vorlage für
Shakespeares Othello

von: Rebecca Blum

 


Einleitung 3

1. Cinthio und sein Werk Gli Hecatommithi  3

2. Shakespeares Verwendung der Gli Hecatommithi  4

Schluss  8


 

Einleitung

From the standpoint of sources Othello is unique. […] it uses one brief central source – the rest is Shakespeare; so that laying source and play side by side we may feel the full power of the transforming hand. The source is a novella by Giovanbattista Giraldi Cinthio, the seventh story of the third Decade of his Hecatommithi.1 Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, Cinthio und sein Werk Gli Hecatommithi kurz vorzustellen, um anschließend die als Vorlage für Othello dienende 7. Erzählung der dritten Dekade mit Shakespeares Drama zu vergleichen.

Zunächst wird kurz auf den Autor der Quelle und sein Werk im Allgemeinen eingegangen. Im Anschluss werden die von Shakespeare im Vergleich zur Vorlage vorgenommenen Veränderungen erläutert. Anhand dieser soll abschließend die Leistung Shakespeares bei der Verarbeitung der Hecatommithi thematisiert werden.

1. Cinthio und sein Werk Gli Hecatommithi

Der italienische Dichter Giovanni Battista Giraldi Cinthio wurde 1504 in Ferrara geboren. Nachdem er einen Großteil seines Lebens in Mondovi, Turin und Pavia verbracht hatte, kehrte er 1541 nach Ferrara zurück, wo er bis 1562 an der Universität Rhetorik, Medizin und Philosophie lehrte und 1571 starb. 1566 veröffentlichte er die Novellensammlung Gli Hecatommithi.2 Inhaltlich setzen sich die Erzählungen mit Themen wie Liebe, Heirat, Ehe und, eng verknüpft damit, mit Intrigen, Schicksalsschlägen und Ehebrüchen auseinander. Cinthio verfolgte mit seinem Werk in erster Linie eine moralisierende Absicht; sündhaftes Verhalten sollte verurteilt, Tugend und Religiosität als vorbildlich dargestellt werden. „My work [...] is wholly directed, with much variety of examples, to censure vicious actions and to praise hone st ones, - to make men fly from vice and embrace virtue.”3 Die Novellen sind in Anlehnung an das 1353 erschienene Decamerone von Boccaccio in eine Rahmenhandlung eingebettet, in welcher fünf Männer und fünf Frauen aufgrund der furchtbaren Plünderung Roms 15274 auf einem Schiff nach Marseilles flüchten. Zum Zeitvertreib erzählen sie sich während der Überfahrt Geschichten, denen an jedem Tag ein bestimmtes Thema zugrunde liegt.5 Der Titel des Werks suggeriert, dass es sich insgesamt um 1006, in Dekaden unterteilte, Novellen handeln soll, tatsächlich sind es jedoch 1127. Die dritte Dekade, deren siebte Erzählung die Vorlage für Shakespeares Othello darstellt, beschäftigt sich inhaltlich hauptsächlich mit der Untreue verheirateter Männer und Frauen. 8

2. Shakespeares Verwendung der Gli Hecatommithi

[...]


1 Satin, Joseph. Shakespeare and his Sources. Boston, 1966, 427.

2 Vgl. Ford, J.D.M.. “Giovanni Battista Giraldi.” Catholic Encyclopedia. 04. Januar 2002. <www.newadvent.org/cathen/06586b.htm>

3 Zitiert nach: Taylor, John Edward. The Moor of Venice. Cinthio’s Tale and Shakespeare’s Tragedy. London, 1855. 04. Januar 2002. <www.webincunabula.com/html/ta/taylor.htm : 4>

4 Nachdem Karl V. 1527 Rom erobert hatte, plünderten seine Truppen die Stadt („Sacco di Roma“). Vgl. hierzu genauer: www.uni-essen.de/geschichte/162-bram.htm, 12 Februar 2002.

5 Vgl. Bullough, Geoffrey. Narrative and Dramatic Sources of Shakespeare. London, 1973, 194f..

6 Der Begriff Hecatommithi setzt sich aus der griechischen Zahl hekaton („hundert“) und dem Plural des griechischen Begriffs mythos („Erzählung“) zusammen. Hinzu kommt der Artikel gli. Gli Hecatommithi bedeutet dementsprechend „Die hundert Erzählungen“. Vgl. Langenscheidt: Großwörterbuch Griechis ch-Deutsch, ed. Menge, Hermann. Berlin, 1979, 215; 462.

7 Vgl. Ford, “Giovanni Battista Giraldi”.

8 Vgl. Shakespeare, William. Othello, ed. Honigmann, Ernest A.J.. The Arden Shakespeare, Third Series. Walton-on-Thames, 1997, 369.


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